Biathlon-WM: Positive Bilanz der Feuerwehr

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Der Feuerwehr-Stützpunkt in der Chiemgau-Arena war in diesem Blockhaus untergebracht. Von dort aus wurden die Sicherheitswachen und die wenigen Einsätze der Feuerwehr während Biathlon-Weltmeisterschaft koordiniert und überwacht. Täglich waren in der Arena sowie in Ruhpolding bis zu 75 Floriansjünger im Einsatz.

Ruhpolding - Die Biathlon-Weltmeisterschaft war für die Feuerwehren einer der größten Einsätze, die im Landkreis Traunstein je zu bewältigen waren.

An den elf Tagen von der Eröffnungsfeier über die Wettkampftage bis hin zur Schlussveranstaltung am vergangenen Sonntag waren täglich bis zu 75 Feuerwehrmänner und –frauen als Sicherheitswachen in der Chiemgau-Arena und im Championspark sowie für die Parkplatzeinweisung und Kontrolldienste zur Freihaltung von Rettungswegen im Dienst. Insgesamt zog die Feuerwehr-Einsatzleitung eine positive Bilanz ohne besondere oder schwerwiegende Vorkommnisse.

Die umfangreichen präventiven Maßnahmen, die im Vorfeld mit der Feuerwehr abgestimmt und getroffen wurden, zeigten bei einem der wenigen Einsätze Wirkung. Ein Brand in einer Verkaufshütte konnte schnell und erfolgreich noch in der Anfangsphase mit einem bereitgehaltenen Feuerlöscher bekämpft werden. Die Feuerwehr musste nicht mehr eingreifen, sondern lediglich kontrollieren, ob das Feuer tatsächlich vollständig gelöscht war. In der Chiemgau-Arena besetzten je zwei Floriansjünger die drei, auf dem Gelände aufgestellten Löschcontainer. Im Ernstfall hätte die bereitstehende 20-köpfige Mannschaft der Feuerwehr Ruhpolding schnell agieren und mit der Brandbekämpfung beginnen können. Zusätzlich bereitgehalten wurde in der Chiemgau-Arena der Löschbuggy der Feuerwehr Übersee. Dieses geländegängige Kleinfahrzeug, das mit einer Druckluft-Schaumlösch-Anlage ausgestattet ist, leistete schon bei anderen Großveranstaltungen, zum Beispiel beim Chiemsee-Reggae-Festival, wertvolle Dienste. Mit dem wendigen Gefährt hätten die Feuerwehrler auch auf nicht asphaltierten Wegen schnell bis Einsatzort gelangen können.

Während der gesamten Weltmeisterschaft standen 13 Mann der Feuerwehr Ruhpolding rund um die Uhr im Gerätehaus bereit, um bei Bedarf in kürzester Zeit ausrücken, Brände löschen oder technische Hilfen leisten zu können. Diese ständige Besetzung wurde organisiert um rasche Hilfe bei Notfällen im Ort sowie im Championspark gewährleisten zu können, da sich während der WM mehr als dreimal soviel Menschen in Ruhpolding aufhielten als die Gemeinde hat.

Unterstützung durch die Feuerwehren Eisenärzt und Inzell erhielten die Ruhpoldinger Floriansjünger für die Einweisung der Besucher in die ausgewiesenen Parkplätze. Insgesamt wurden 35 Feuerwehrler der Nachbarwehren mit fünf Fahrzeugen dafür vorgehalten. Sie kontrollierten auch die „sensiblen“ Zufahrten zur Chiemgau-Arena, die als Rettungswege freigehalten werden mussten.

Kreisbrandinspektor Georg König würdigte bei der Einsatzschlussbesprechung die gute und kooperative Zusammenarbeit mit allen beteiligten Hilfsorganisationen, besonders mit dem Bayerischen Roten Kreuz und der Polizei, was unter anderem zum guten Gelingen und Erfolg der Biathlon-WM beigetragen habe. Als besonderer Vorteil habe sich die räumliche Nähe des Feuerwehr-Stützpunktes in der Chiemgau-Arena zur Leitung des Shuttledienstes des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO) erwiesen. Wurde zum Beispiel von den Feuerwehrkräften an den Pkw-Parkplätzen ein Bedarf an Bussen gemeldet, gab die Feuerwehr dies sofort an die RVO-Fahrdienstleitung weitergegeben, die den nächstgelegenen Bus zum betreffenden Parkplatz beorderte. Ebenso schnell reagierten die Feuerwehrler, wenn behinderte Fahrgäste an den Parkplätzen eintrafen. Die Floriansjünger verständigten den Einsatzleiter der Malteser, die den Transfer für Schwerbehinderte und Rollstuhlfahrer in die Chiemgau-Arena durchführten. Eine der wenigen technischen Hilfeleistungen, mit denen die Feuerwehr zu tun hatte, galt einem Rollstuhlfahrer, dessen Elektrogefährt sich auf einem holprigen Weg „festgefahrenen“ hatte. Die Floriansjünger befreiten den Mann samt Rollstuhl aus der misslichen Lage.

Kreisbrandinspektor Georg König hob hervor, dass alle, bei der Biathlon-Weltmeisterschaft eingesetzten Feuerwehrdienstleistenden ehrenamtlich tätig waren und ihren Urlaub und Freizeit einsetzten, um für die Feuerwehr-Sicherheitswachen und Ordnungsdienste bereit zu stehen. Dieses ehrenamtliche Engagement dürfe nicht unerwähnt bleiben und müsse geschätzt und gewürdigt werden, betonte König.

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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