Großeinsatz der Rettungskräfte in Ruhpolding

Brandalarm in Asylunterkunft: Feuerwehr rettet vier Personen aus Obergeschoss

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Ruhpolding - Die brennende Schaumstoffauflage einer Sitzbank und in Flammen aufgegangene Vorhänge in der Asylbewerberunterkunft in der Brandstätter Straße führten am Samstagvormittag zum Großeinsatz der Feuerwehren im südlichen Landkreis. Vier Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft wurden von der Feuerwehr aus dem verrauchten Gebäude gerettet, zwei zogen sich eine leichte Rauchgasvergiftung zu und wurden ins Krankenhaus gebracht.

Update, Sonntag 9.38 Uhr: Pressemitteilung der Feuerwehr

Gegen 9.20 Uhr wurde Alarm für die Feuerwehr Ruhpolding und die Wehren aus Inzell, Eisenärzt, Siegsdorf und Traunstein ausgelöst. Im Erdgeschoss war in einem Gemeinschaftsraum eine Schaumstoffauflage in Brand geraten und dadurch fingen Vorhänge Feuer. Wie es dazu kommen konnte ist noch unklar und wird von der Polizei Ruhpolding ermittelt. 


Bei Eintreffen der ersten Löschmannschaften der Feuerwehr Ruhpolding wurde zunächst mitgeteilt, dass alle 14, in dem Gebäude lebenden Asylbewerber das Haus verlassen haben. Während der Brand im Erdgeschoss gelöscht wurde, kontrollierten andere Feuerwehrler mit Atemschutzgeräten alle Räume und retteten vier Bewohner, die sich noch im Obergeschoss aufgehalten haben aus dem Gebäude und vor dem giftigen Brandrauch, der sich ausgebreitet hatte. Zwei Bewohner der Unterkunft hatten Brandrauch eingeatmet und wurden vom BRK-Rettungsdienst noch vor Ort behandelt und schließlich von der Besatzung eines Rettungswagens ins Krankenhaus gebracht. 

Gegen 9.45 Uhr, weniger als 30 Minuten nach der Alarmierung, war der Brand gelöscht. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte eine Ausbreitung des Feuers im Gebäude und damit Schlimmeres verhindert werden. Insgesamt waren nach Angaben von Kreisbrandrat Christof Grundner und Kreisbrandinspektor Georg König, die die Einsatzleitung der Feuerwehr Ruhpolding unterstützten, 120 Feuerwehrfrauen und –männer im Einsatz, zudem 18 Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes. Das BRK war mit mehreren Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug, dem Einsatzleiter Rettungsdienst und der Schnell-Einsatz-Gruppe Trauntal vor Ort.


Die Feuerwehr setzte Belüftungsgeräte ein und blies den Brandrauch aus dem Gebäude, zudem wurden Schadstoffmessungen durchgeführt. Vorerst ist die Asylbewerberunterkunft nicht bewohnbar. Die Bewohner wurden vorübergehend in der alten Schule in Ruhpolding untergebracht, am Samstagnachmittag zu anderen Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis Traunstein gebracht. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach Schätzungen der Feuerwehr auf mindestens 10.000 Euro

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Erstmeldung

Samstagvormittag kam es gegen 9.20 Uhr zu einem Brand in einer Asylunterkunft in Ruhpolding. Aus noch unbekannten Gründen hatte es im Erdgeschoss der Unterkunft zu brennen angefangen. Laut Aussage der Feuerwehr Ruhpolding waren wohl ein Vorhang und ein Polster von einem Möbel in Brand geraten. Die Ursache ist noch nicht bekannt. 

Durch die starke Rauchentwicklung musste die Feuerwehr mit schwerem Atemgerät zu dem Brand vordringen. Im ersten Stockwerk befanden sich noch vier Personen, welche die Feuerwehr befreite. In dem Gebäude befanden sich insgesamt 14 Personen. Eine Person musste mit einer leichten Rauchgasintoxikation mit dem Rettungswagen in das nächste Krankenhaus verbracht werden. 

Großeinsatz der Rettungskräfte am Samstag in Ruhpolding

Großeinsatz der Rettungskräfte am Samstag in Ruhpolding
 © FDL/AKI
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Die Feuerwehr konnte durch ihr schnelles Eintreffen und Handeln Schlimmeres verhindern. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Im Einsatz waren die Feuerwehren Ruhpolding, Eisenärzt, Inzell, Siegsdorf und Traunstein mit rund 80 Mann. 

Die Polizei Ruhpolding nahm den Brand auf; die Pressemitteilung zum Einsatz soll im Laufe des Samstags kommen.

mh/FDL/AKI

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