Kommt Parteiwechsel des Landtagsabgeordneten? *Voting*

Ex-AfD-Mann Plenk bei Ruhpoldinger CSU willkommen

+
  • schließen

Ruhpolding - Die AfD wurde ihm zu radikal, da trat der Landtagsabgeordnete Plenk aus - nicht ohne dann bedroht zu werden. Nun ist er fraktionslos, doch die CSU würde ihn wohl aufnehmen.

Gleich nach seinem AfD-Austritt liebäugelte Markus Plenk öffentlich mit einem Übertritt zur CSU, wollte sich dann aber doch Zeit lassen und sitzt derzeit als fraktionsloser Abgeordneter im Bayerischen Landtag. Bei der CSU stehen die Türen für Plenk aber wohl offen. Falls Plenk beim heimatlichen Ortsverband der CSU in Ruhpolding einen Mitgliedsantrag stellt, würde man zustimmen, so der Ortsvorsitzende Justus Pfeifer gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt.

Auch ausgewiesene Plenk-Gegner in der CSU

Bei lokalen CSU-Politikern gab es dagegen auch schon deutlich kritische Stimmen gegen Markus Plenk. "Sollte Markus Plenk in die CSU-Fraktion eintreten, trete ich aus der CSU aus", so Trostbergs Parteivorsitzender Markus Fröschl Anfang April. Die Spitze der CSU nahm dagegen eher eine Mittelposition ein. Es brauche erstmal eine glaubwürdige Distanzierung von der Gesinnung der AfD, äußerte sich zum Beispiel Generalsekretär Markus Blume. Radikale oder vom Verfassungsschutz beobachtete Personen hätten in der CSU aber keinen Platz.

"Ich habe es satt, die bürgerliche Fassade einer im Kern fremdenfeindlichen und extremistischen Partei zu sein", begründete der 49-jährige Unternehmensberater und Biobauer Plenk Anfang April seinen AfD-Austritt. Er gilt als politisch eher gemäßigt und war neben Katrin Ebner-Steiner Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag. Weil kurz vor Plenk auch der Abgeordnete Raimund Swoboda aus der AfD austrat, ist sie inzwischen wieder zweitkleinste Fraktion im Landtag. 

Plenk stand nach AfD-Austritt unter Polizeischutz

Nach dem AfD-Austritt stand der Ruhpoldinger sogar unter Polizeischutz: "Ich habe sehr viele Hassmails und Drohungen bekommen. Bis zu Morddrohungen war alles dabei. Das zeigt, dass es im Dunstkreis von AfD-Sympathisanten einige Extremisten geben muss", so Plenk zum damaligen Zeitpunkt. Markus Plenk war Direktkandidat der AfD bei den Bayerischen Landtagswahlen im Kreis Traunstein. Er holte knapp 9,5 Prozent der Erststimmen und zog als Listendritter ins Parlament ein

Was meinen Sie?

xe

Zurück zur Übersicht: Ruhpolding

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT