Pressemitteilung SPD Ortsverein Ruhpolding

"Mit Erfahrung die Zukunft gestalten"

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Sie standen im Fokus der Wahlveranstaltung: Von links Bürgermeister Claus Pichler, der Moderator des Abends, Hans Holzner sen., Landratskandidat Sepp Konhäuser und der SPD-Ortsvorsitzende Johannes Hillebrand.

Ruhpolding - "Mit Erfahrung die Zukunft gestalten". So lautete das Motto der Auftaktveranstaltung im Wahljahr 2020 des SPD-Ortsvereins im Ruhpoldinger Kurhaus.

Claus Pichler geht nach zwei Amtsperioden zum dritten Mal als Bürgermeisterkandidat ins Rennen, Sepp Konhäuser kandidiert erneut zum Landrat und 20 Kandidatinnen und -kandidaten, davon sechs amtierende Gemeinderäte, wollen sich als Kommunalpolitiker bewerben. Vor diesem Hintergrund versprach der Abend interessant und informativ zu werden, zu dem der Ortsvorsitzende Johannes Hillebrand die interessierten Bürgerinnen und Bürger begrüßen konnte.


Etwas mehr Zuhörer hätte die Wahlveranstaltung schon verdient gehabt. Oder war es ein Zeichen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger mit der bisherigen Arbeit des Rathauschefs und des Gemeinderates zufrieden war? Jedenfalls war es Hans Holzner sen. letztlich vorbehalten, als Moderator durch den Abend zu geleiten, der vom "Ruhpoldinger Tanzl-6-er" musikalisch begleitet wurde. Zweck des Abends sei es, die Zuhörer mit dem personellen Angebot der SPD bekannt zu machen. Er verschwieg dabei nicht, dass den Sozialdemokraten im Gemeinderat ein Platz an die Vereinigung Ruhpoldinger Bürger (VRB) durch den Fraktionswechsel einer Gemeinderätin "abhandengekommen ist". Vor der Vorstellung der Gemeinderatskandidaten meinte Holzner, dass die Liste der SPD offen sei, das bedeute, die Bewerber müssten nicht Parteimitglied sein. Man brauche den "Sachverstand von außen", sagte er und wenn der Wahlkampf vorüber und der Gemeinderat konstituiert sei, sollte die Parteizugehörigkeit sowieso keine Rolle mehr spielen. "Der ideale Gemeinderat müsste eigentlich so zusammengesetzt sein, dass er ein Spiegelbild der Gesamtbevölkerung ist", meinte der Moderator ohne Seitenhiebe in Richtung anderer politischer Gruppierungen. Danach stellten sich die Kandidaten einer ausgewogene Kandidatenliste persönlich vor und gaben ihre angestrebten Ziele bekannt.

130 Jahre habe die SPD im Landkreis die Politik mitbestimmt, betonte der Landratskandidat Sepp Konhäuser. Diese habe immer eine wichtige Rolle, vor allem nach dem Krieg, gespielt. "Viele Sozis haben dabei Geschichte geschrieben", wusste er zu berichten. Gerade in der Kommunalpolitik sei man nahe am Volk. Das könne auch er, der 30 Jahre im Gemeinderat und 24 Jahre im Kreistag sitze, bestätigen. Dazu kämen noch seine Erfahrungen als stellvertretender Landrat, auf die er mit einer Amtszeit von 18 Jahren, davon zwölf Jahre als erster Stellvertreter, habe. Zur Landkreispolitik meinte Konhäuser, dass die hohe Verschuldung von 70 Millionen Euro Anfang 2000 jetzt auf 40 Millionen Euro abgebaut werden konnten. Besonders stolz zeigte er sich, dass das Zukunftsthema „Campus Chiemgau“ nach Traunstein gebracht werden konnte. Froh sei er zudem, dass es auf Betreiben der SPD gelungen sei, die Wohnbaugesellschaft vor acht Jahren nicht zu verkaufen. Weiters ging er auf das Gesundheitswesen ein und meinte, man müsse aufpassen, dass Krankenhäuser unter 300 Betten nicht geschlossen werden. Zudem sprach er noch Themen zum öffentlichen Personennahverkehr, zum Tourismusverband und zum Sozialbereich an. Schließlich hinterfragte er noch kritisch die Fehler der Bundes-SPD und meinte zum Abschluss seiner Ausführungen, dass der Landkreis eine starke SPD auf Kreisebene brauche, genauso wie in den Gemeinden.


Mit einem Rückblick auf die zurückliegende Zeit als Bürgermeister begann Claus Pichler seine Rede. "Ich bin sicher noch derselbe, insofern ich immer noch Herz und Verstand gebrauche, weltoffen und bürgernah agiere". Inzwischen habe sich ein reicher Schatz an Erfahrungen bei ihm angesammelt und er habe immer noch den Ehrgeiz, zukunftsorientiert für den Ort etwas gestalten zu wollen. „Auch heute bringt fast jeder Tag neue Erfahrungen und so hat mich die Arbeit in vieler Hinsicht in den letzten 12 Jahren verändert und weitergebracht“. Er sei ein Mensch, der sehr mühsam und hartnäckig Ziele verfolgen könne. "Nichts kommt von selbst und nur wenig ist von Dauer", zitierte er Willy Brandt. Es sei für ihn selbstverständlich, dass es immer um die Sache gehen müsse, "hart, aber fair oder noch besser, hart, aber herzlich".

In sachlichen Auseinandersetzungen müsse es tolerant zugehen und ein breit angelegter demokratischer Meinungsbildungsprozess sei ihm sehr wichtig, sagte der Rathauschef.Berechenbar und transparent müsse die Gemeindepolitik sein, "mit anderen Worten: ehrlich und offen". Was er sage, soll auch stimmen, fügte er an und er möchte für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger glaubwürdig sein und bleiben. "Diese Grundsätze gelten für mich nach wie vor - auch wenn die letzten Jahre diesbezüglich nicht immer leicht waren". Schließlich ging er noch auf die erreichten Ziele in den letzten Jahren ein, von der Hotelansiedlung und der Stützung der Kleinvermieter, die sportlichen Großveranstaltungen als Wirtschaftsfaktor, die Ortskernsanierung und die Sanierung und den Umbau des Bahnhofes. Auch die Sanierung des Waldstadions, die aufwändige Wasserversorgung West und die Haushaltskonsolidierung ließ er nicht außer Acht. Besonders freue es ihn, dass meistens sehr hohe Zuschüsse dafür bereitgestellt wurden.

Von den gegenwärtigen Themen nahm Pichler die Bürgernähe und die Ausstattung der Feuerwehr, sowie den Hochwasserschutz und die Bereiche Energie und Umwelt ins Visier. Gerade zum letzten Punkt konnte er mitteilen, dass die Gemeinde das Biomasseheizwerk ab April in Eigenregie übernehmen und im kommenden Jahr die Erdgasleitung bis an den Ortsrand verlegt werde. "Eines meiner größten Ziele ist es, dass Ruhpolding der umweltfreundlichste Urlaubsort in den Alpen wird". Auch auf Kinder und Jugend ging er ein. Hierbei betonte er, dass sich die Aufgaben in der Kinder- und Jugendbetreuung grundlegend verändert hätten. Dabei sprach er die gesamte Bandbreite von den Kleinsten in der Kinderkrippe über den Kindergarten bis hin zur Schule an. Hier konnte er zum Beispiel berichten, dass künftig in den Einrichtungen "Spatzennest" und Kindergarten St. Irmgard durch eine Umstrukturierung zwei kombiniert Einrichtungen entstehen sollen, in denen die Kinder bis zur Einschulung verbleiben. Mit weiteren Sachbereichen, wie Tourismus und Mittelstand als wirtschaftliche Lebensadern, Wohnungsbau und der Zukunftsvision zu einem „Haus der Generationen“ im sogenannten "Alten Pfarrhof" und im daneben liegenden ehemaligen Kindergarten St. Franziskus, ging ein umfangreicher und interessanter Abend zu Ende. Pichler schloss mit den Worten: "Wie gesagt, es brauchte dieses Mal keine lange Überlegung - ich habe sehr viel Erfahrung sammeln dürfen und will dies auch in einer dritten Amtszeit umsetzen. Die Arbeit für und in der Gemeinde braucht auch Kontinuität im personellen Bereich".

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