Wahlveranstaltung der SPD Ruhpolding

"Wasserversorgung West" im Mittelpunkt

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Bürgermeister Claus Pichler (stehend) erläuterte den Zuhörern die Wasserversorgung West.

Ruhpolding - Die Anwohner des Ortsteils Brand waren zur Ortsteilversammlung der SPD in den Gasthof "Bärn-Stub'n" eingeladen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Die Anwohner des Ortsteils Brand waren zur Ortsteilversammlung der SPD in den Gasthof "Bärn-Stub'n" eingeladen. Bürgermeister Claus Pichler und der Ortsvorsitzende Johannes Hillebrand setzten dabei die Wasserversorgung West und den öffentlichen Personennahverkehr in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen.


"Im Ortsteil Brand tut sich momentan viel", sagte der Ortsvorsitzende bei der Begrüßung der recht zahlreich erschienenen Zuhörer. Anschließend hatten die anwesenden Gemeinderatskandidaten der SPD die Gelegenheit, sich mit kurzen Worten vorzustellen und ihre Ziele gekannt zu geben. Hillebrand selbst war es vorbehalten, über den öffentlichen Personennahverkehr, der auf neue Beine gestellt wurde, zu berichten. Dieses Thema sei nicht von der SPD allein ins Rollen gebracht worden, vielmehr sei es die Idee des Gemeinderates und der Verwaltung gewesen.Die "alte Dorflinie" hätte Schwächen gehabt, sagte er, so zum Beispiel sei die Taktung zu lang gewesen und einige Ortsteile nicht angefahren worden. Mehrere Gesichtspunkt hätten daher zu einer Umorganisation geführt, um auch die Einheimischen zur vermehrten Nutzung zu bewegen. Sei es vorher nur ein Bus gewesen, so würden nun zwei Busse mit "Euro 6 - Norm" im Stundentakt verkehren. Und das Schöne dabei sei, dass diese Ortlinien bis zum Sommerfahrplan für alle kostenlos zur Verfügung stehen. Hernach sollen die Tickets zu einem sehr günstigen Preis angeboten werden, so würde dann eine Fahrt einen Euro kosten und das Tagesticket sei für drei Euro zu haben. Kinder bis 16 Jahre würden kostenfrei befördert werden, genauso wie die Gäste mit der "Chiemgau Karte". Abschließend warb der Ortsvorsitzende dafür, dass auch die "Brander" vermehrt dieses Angebot nützen.

"Vor zwölf Jahren schon haben wir überlegt, was für die Bewohner von Brand wichtig ist", sagte Bürgermeister Claus Pichler zu Beginn seiner Ausführungen. Damals sei die dezentrale Wasserversorgung im Mittelpunkt gestanden. "Jetzt hat sich verändert, was man in diesen Jahren nicht absehen konnte", so der Rathauschef. Der neue Leiter des Gesundheitsamtes lege nun beispielsweise großen Wert auf die Wasserkontrolle und die Bayerische Staatsregierung "hat uns das Messer auf die Brust gesetzt". Es sei festgelegt worden, die öffentliche Wasserversorgung bis 2020 fertigzustellen. Danach gäbe es keine Fördergelder mehr. "Das Gebot der Stunde ließ uns die Wasserversorgung West in Angriff nehmen".


Es sei zu einer "positiven Arbeit an und mit den Bürgern" gekommen. Diese Arbeiten seien von der bauausführenden Firma bisher sehr zufriedenstellend durchgeführt worden. Im Zuge des Baues der Wasserversorgung sei auch die Straßensanierung erfolgt und der Breitbandausbau einhergegangen. An Förderungen seien 50 Prozent in Aussicht gestellt. Mit der neuen Wasserleitung habe jetzt Brand mehr Versorgungssicherheit, was auch den Brandschutz betreffe. "Unter dem Strich gibt es eine verbesserte Grundversorgung mit qualitativ hochwertigem Wasser" sagte er und ergänzte: "Diese Pflichtaufgabe der Gemeinde hat oberste Priorität". Im Vorfeld seien sehr viele Gespräche mit den Grundstückeigentümern wegen der Leitungsdurchführung notwendig gewesen. "Das waren große, reizvolle und konstruktive Verhandlungen", resümiert das Gemeindeoberhaupt. Das alles gehe aber nur, "wenn wir das alles solide finanzieren".

Auch auf die Schuldenlast der Gemeinde ging er ein. Er sei froh, dass die Schulden "jetzt wieder in ein ruhigeres Fahrwasser kommen". Es gelte, mit angemessenen Mitteln etwas zu schaffen, darum sei er dem Gemeinderat und der Verwaltung dankbar. Mit einem Blick in die Zukunft sagte Pichler, dass man neben den Pflichtaufgaben der Gemeinde noch "zusätzliche Hausaufgaben" zu erfüllen habe. Dazu müsse der neue Gemeinderat mutig voranschreiten.

Bei der anschließenden Aussprache hob ein Anlieger die "hervorragende Arbeit" der Wasserbaufirma hervor, kritisierte aber die Firmen, die es nicht schaffen würden, rechtzeitig Stromanschlüsse fertigzustellen. Auch an der Planung bei den Firmen würde es seiner Ansicht nach fehlen, denn zusätzliche und erneute Grabungsarbeiten müssten durchgeführt werden. Der Redner sprach auch noch den Wegfall des beliebten Grillplatzes an der sogenannten "Staudigl Hütte" an, der ein schöner Platz für Familien gewesen sei. "Ist es besser, wenn sich die Jugendlichen jetzt in den Traunauen aufhalten?", warf er die Frage auf.

Dazu antworte der Bürgermeister zunächst, dass es unglaublich ärgerlich sei, was die angesprochenen Baustellen beträfe. "Das hat uns alle geärgert". Momentan herrsche leider ein "Großkonzerndenken", aber bei der Konzessionsvergabe sei man an Richtlinien gebunden. Johannes Hillebrand konnte zum Thema des Grillplatzes, der 1985 von der Orts-SPD ins Leben wurde, sagen, dass er sehr gut angenommen worden sei. Doch Nachbarschaftsbeschwerden hätten einen Ausbau mit einer Funkenflugschutzüberdachung zunichte gemacht.Selbst mehrere Ortsbegehungen hätten kein positives Ergebnis von Seiten des Nachbarn gebracht. Darum habe er die "Reißleine gezogen und den Platz aufgegeben". Bürgermeister Pichler merkte an, dass dies im Rathaus die Arbeit belastet habe. "Der Beschwerdeführer stand ständig auf der Matte", aber die Problematik sei nicht im Guten zu lösen gewesen.

Ein Weiterer hinterfragte, ob es nach dem Auflösen der Freibank einen Ersatz geben werde, was der Rathauschef mit einem klaren "ja, es wird eine Lösung geben", beantworten konnte. Ein weiterer Anlieger fragte, wann die Wasserversorgung auch in den Ortsteil Gruttau kommt. Dazu bekam er die Antwort: "Alles muss im Jahre 2020 fertig sein". Auch die Problematik eines Gewerbegebietes wurde angesprochen. Hierzu sagte Hillebrand, dass dies bereits ein langes Thema in Ruhpolding sei. Dazu sei zunächst ein neuer Flächennutzungsplan für den Ort von Nöten, aber die Stellungnahme der Regierung von Oberbayern sei niederschmetternd gewesen. Bürgermeister Pichler schilderte die vielfältigen Versuche, um ans Ziel zu kommen. Die Immissionsschutzvorschriften hätten sich geändert, dazu kämen zum Beispiel noch neue Anbindungsvorschriften, die beinahe nicht zu lösen seien. "Von Verschlafen kann also keine Rede sein".

Pressemitteilung SPD Ruhpolding

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