Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Ruhpolding

18 Fragen an Justus Pfeifer (CSU/VRB)

Will in Ruhpüolding Bürgermeister werden: Justus Pfeifer (CSU).
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Will in Ruhpüolding Bürgermeister werden: Justus Pfeifer (CSU).

Ruhpolding - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Ruhpolding wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Justus Pfeifer (CSU/VRB).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Justus Pfeifer


2. Partei

Christlich Soziale Union (CSU)/Vereinigung Ruhpoldinger Bürger (VRB)

3. Alter

Jahrgang 1989

4. Wohnort

Ruhpolding (seit Geburt)

5. Geburtsort

Rosenheim

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

(noch) keine

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Ich bin seit meiner Jugend Mitglied in der Jungen Union und durfte irgendwann den JU-Ortsvorsitz in Ruhpolding übernehmen. Dadurch wurde ich dann auch im Kreis aktiv und trat schließlich auch in die CSU ein. Eins kam zum anderen und so wurde ich 2014 von den Ruhpoldingern in den Gemeinderat gewählt und darf seit einigen Jahren auch im Kreistag die Zukunft unserer Heimat mitgestalten. Ich glaube, wir können noch mehr für unsere Heimat bewegen. Deshalb möchte ich Bürgermeister in Ruhpolding werden und mich auch weiterhin im Kreistag engagieren.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Da gibt es viele. Woodrow Wilsons, der 1918/1919 das Selbstbestimmungsrecht der Völker in den Fokus rückte, Helmut Kohl als Kanzler der Einheit oder Hans- Dietrich Genscher als Außenminister. Auf lokaler Ebene hat Alois Glück sehr viel für unsere Heimat erreicht oder unser Altlandrat Leonhard Schmucker, der enorm viel für Ruhpolding, aber auch für den ganzen Landkreis Traunstein bewegt hat.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich hatte das Glück, in unserem Ruhpoldinger Tal aufwachsen zu dürfen und eine schöne Kindheit zu genießen. Sei es in den verschiedenen Vereinen, im kirchlichen Bereich oder mit Freunden und Familie. Ruhpolding ist für mich und alle anderen Ruhpoldinger mehr als nur ein Wohnort, Ruhpolding ist ein Stückweit Lebensgefühl. Ruhpolding ist für uns Heimat. Für diese Heimat möchte ich mich gerne als Bürgermeister einsetzen.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Ich bin die Hälfte meines Lebens in der Kommunalpolitik tätig gewesen und bringe durch mein Studium der Staatswissenschaften (M.A.) sowie meiner Erfahrung als Berufsoffizier im fliegerischen Dienst gutes Handwerkszeug für den Job als Bürgermeister mit. Ich möchte für Ruhpolding anpacken! Meine parteiübergreifende Kandidatur mit Unterstützung von 2/3 aller aktuellen Gemeinderäte zeigt auch, dass ich verschiedene Lager und Interessen über Parteigrenzen hinweg zusammenbringen kann. Ich denke, darum geht es doch im Grunde auch in einem Dorf: das Beste für alle gemeinsam zu bewirken.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Die Vereine will ich bei der Jugendförderung und der Durchführung von Veranstaltungen besser unterstützen, sie von Bürokratie entlasten. Langfristig wollen wir ein "Haus der Vereine und Generationen" für Musikschule, Jugendtreff, Trachtenprobe und andere Gruppen etablieren. Für Rettungszentrum und Bauhof braucht es eine getrennte Lösung. Ich wünsche mir, dass sich unsere Familien in Ruhpolding wohlfühlen. Beste Kinderbetreuung und ausgezeichnete Schulbildung sind dafür die Grundlage, hier braucht es ein Gesamtkonzept. Ein Neubau des Kindergartens ist aus meiner Sicht besser als der geplante Anbau. Die Schule will ich digitalisieren und modern ausstatten. Als Bürgermeister will ich Mittelstand, Einzelhandel und Landwirtschaft stärken. Um den Leerstand im Ortszentrum zu bekämpfen, wollen wir beim Mietpreis neue Geschäfte in den ersten drei Jahren finanziell unterstützen. Ich werde zudem aktiv für einen Drogeriestandort in Ruhpolding werben. Zudem will ich das Kurhaus auf Vordermann bringen und die Rauschbergbahn mit dem Landkreis und den Nachbargemeinden sanieren. Gemeinsam wollen wir eine Bürgercard einführen, mit der unsere Bürger Attraktionen wie Vita Alpina, Eishalle oder die neue Dorflinie vergünstigt nutzen können. Ich will das ungenutzte Potential Ruhpoldings als Bürgermeister wecken. Die Zeit ist reif, bitte unterstützen Sie mich dabei!

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Bezahlbarer Wohnraum scheint mir mitunter das drängendste Problem zu sein. Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum für heimische Familien und Mitbürger mit geringerem Einkommen. Dazu will ich das staatliche Förderprogramm "Wohnungspakt Bayern" und den Ausbau von Dachgeschossen nutzen. Damit können wir bereits versiegelte Flächen sinnvoller und effektiver nutzen als bisher und auch Wohnraum für den kleinen Geldbeutel schaffen. Ich will kein neues großes Neubaugebiet. Bauland für junge Ruhpoldinger Familien sollte in Form von Ortsabrundungen oder in Baulücken ausgewiesen werden. Das Verbot von neuen Zweitwohnungen konnte ich bereits als Gemeinderat mit VRB und CSU umsetzen, nun muss es aber auch konsequenter durchgesetzt werden.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

  • einen Drogeriemarkt nach Ruhpolding holen 
  • die Bürgercard einführen (Vergünstigungen für Ruhpoldinger. So z.B. im Vita Alpina, Eishalle, ÖPNV etc.) 
  • Tourismus, heimische Betriebe und Einzelhandel unterstützen, Leerstand bekämpfen

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

siehe Punkt 13

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Als Tourismusort ist unser Naturraum unser Kapital. Insofern ist es selbstverständlich, dass wir Ruhpoldinger bereits seit Generationen - insbesondere unsere (Alm)Bauern - versuchen, diesen Naturraum zu erhalten und zu bewahren. Unsere Gemeinde sollte hier aber ebenfalls mit gutem Beispiel vorangehen. Daher will ich die Dachflächen von Schule, Turnhalle, Vita Alpina und Eishalle nutzen, um regenerative Energien in Form von Photovoltaik zu fördern und die CO2 Bilanz unserer Gemeinde zu verbessern. Gleichzeitig müssen wir unser altes Heizkraftwerk sanieren, um unsere Abnehmer effektiver und emissionsarm zu versorgen.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Aufgrund unserer kleingliedrigen Landwirtschaft liegen wir in Ruhpolding weit unter den Grenzwerten der Düngemittelverordnung. Insofern ist das bei uns kaum

ein Thema. Kürzlich wurden wir sogar für unsere Blühwiesen ausgezeichnet. Ich denke das zeigt, wie nachhaltig, behutsam und zukunftsorientiert unsere Landwirte und Almbauern mit unserem Naturraum in Ruhpolding umgehen.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Bitte gehen Sie am 15. März zur Wahl oder nutzen Sie die Briefwahl. Jede Stimme zählt. Die Zeit ist reif...

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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