"Die Zeit ist reif!"

Justus Pfeifer (CSU) will Bürgermeister in Ruhpolding werden 

Justus Pfeifer soll Bürgermeister für die CSU in Ruhpolding werden.
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Justus Pfeifer soll Bürgermeister für die CSU in Ruhpolding werden.

Ruhpolding - Bei der Aufstellungsversammlung der CSU wurde Justus Pfeiffer zum Bürgermeisterkandidaten von CSU und VRB gewählt. Dieser stellte ein umfassendes Program vor.

Pressemeldung im Wortlaut:


„Die Zeit ist reif!“ Unter diesem Motto begrüßte die CSU über 100 interessierte Ruhpoldinger zur Aufstellungsversammlung der CSU-Gemeinderatsliste zur Kommunalwahl im März 2020 (wir berichteten). Der parteiübergreifende Bürgermeisterkandidat (CSU/VRB), Justus Pfeifer, der seit dem Wechsel von Gemeinderätin Birgit Schmid (von der SPD zur VRB) nunmehr von zwei Drittel  der Gemeinderatsmitglieder in seiner Kandidatur als neuer Bürgermeister unterstützt wird, eröffnete die Veranstaltung und leitete zu den Grußworten über. 

Die CSU habe als „treibende Kraft“ in der vergangenen Wahlperiode viel bewegt und trotz Gegenwind wichtige Gemeindeprojekte zusammen mit der VRB auf den Weg gebracht. Für die Gemeinde wäre es seiner Ansicht nach wichtig, künftig nicht immer nur zu reagieren, sondern zu agieren. 


Tourist zahlt gerne fünf Euro statt drei Euro für Honig, wenn er aus Ruholding kommt

Als Beispiel nannte er den Investitionsstau im Bereich des Kurhauses sowie dessen Sanitäranlagen. Ein Problem, das nicht erst seit gestern bestehen würde. Im Bereich Tourismus müsse man die bereits getätigten Privatinvestitionen und das Motto „Qualität statt Quantität“ weiterhin vorantreiben und unterstützen. Hierbei ginge es auch darum, die Regionalität stärker miteinzubinden. 

Der Tourist zahle gerne fünf Euro anstatt drei Euro für das Glas Honig, wenn er wisse, dass der Honig von Ruhpoldinger Bienen gesammelt wurde. Daher sei ihm eine stärkere Vernetzung und Vermarktung regionaler Produkte in Zusammenarbeit mit dem Tourismus ein Anliegen. 

Intensiver um heimische Familienbetriebe kümmern

Neben dem Tourismus müsse man sich aber auch intensiver um das Gewerbe und die heimischen Familienbetriebe kümmern. Hier müsse man in Zusammenarbeit mit den Betrieben Möglichkeiten suchen, den Standort Ruhpolding zu sichern und einen weiterenWegzug von mittelständischen Betrieben zu verhindern. Dazu soll neben einem Wirtschaftsempfang und der aktiven Auseinandersetzung mit den Sorgen der Gewerbetreibenden auch eine jährliche Arbeitssitzung des Gemeinderats zum Thema „Gewerbe“ stattfinden. 

Leerstand in Ortszentrum soll bekämpft werden

Mit einer Unterstützung von 20% des Mietpreises im ersten, 10% im zweiten und 5% im dritten Jahr sollen Neueröffnungen von Geschäften im Ortszentrum unterstützt werden und der Leerstand bekämpft werden. Dies sei ebenso ein Gewinn für die Geschäfte, die in den letzten Jahren „durchgehalten“ haben, da die Belebung der Leerstände auch mehr potentielle Kunden in die bestehenden Geschäfte treibe. „Eine Win-Win-Situation für alle Einzelhändler“ so der parteiübergreifende Bürgermeisterkandidat.

Keine Sozialwohnungen und keine Zweitwohnungen in Ruhpolding

Im Bereich der Wohnraumproblematik verwies Pfeifer auf das von der CSU eingeführte Verbot von Zweitwohnungen. Es könne nicht sein, dass in den Zweitwohnungen elf Monate die Rollläden geschlossen seien, während junge Ruhpoldinger Familien verzweifelt bezahlbaren Wohnraum suchen. Ebenso wollen er und sein Team günstigen Wohnraum in Ruhpolding schaffen und nicht, wie von anderen Parteien gefordert, Sozialwohnungen bauen. Dies sei der falsche Weg, schließlich wolle man nicht künstlich Sozialfälle aus dem nördlichen Landkreis in eine Ruhpoldinger Sozialwohnung zugewiesen bekommen. 

Bestehende Gebäude noch weiter ausbauen

Mit dem Förderprogramm des Wohnungspakt Bayern wäre die Schaffung von günstigem Wohnraum hingegen gezielter möglich, um für den Ruhpoldinger Gesellen, den Lehrling oder den Geringverdiener Wohnraum zu schaffen. Ob das, so wie vom Rathaus momentan bevorzugt, direkt am Zaun der Kläranlage sein muss, hinterfragte er jedoch kritisch. Generell solle man in Ruhpolding Wohnraum besser und effizienter nutzen als bisher. „Wir müssen versuchen, dass wir die bereits bebauten Flächen gezielter und nachhaltiger nutzen. Dabei ist auch die Nutzung der oberen Stockwerke, insbesondere der Ausbau des Dachgeschosses ein wichtiger Punkt, um Wohnraum zu schaffen ohne dabei weitere Flächen zu versiegeln“ so Pfeifer in seinem Grußwort. 

Pfeiffer: Ruhpolding braucht einen Sozialarbeiter

Im Bereich Soziales sei ihm die Einstellung eines Sozialarbeiters ein wichtiges Anliegen. Es gebe einige ältere und alleinstehende Mitmenschen, die mit zunehmendem Alter leider keine Angehörigen mehr im Ort hätten. Das hätte zur Folge, dass im ein oder anderen Fall der Brief von der Bank ungeöffnet im Regal landen würde. Der Seniorenbeauftragte der Gemeinde Hans Holzer mache hier zwar einen sehr guten Job, brauche aber professionelle Unterstützung, um Personen, die unverschuldet in eine soziale oder finanzielle Schieflage geraten sind, zu unterstützen und zu beraten.

Dafür sei der langjährige Aufbau von Vertrauen die wichtigste Grundlage. Zudem könne ein Sozialarbeiter einen Blick auf den neu geschaffenen Skatepark werfen und die Jugendarbeit bei der Betreuung des Jugendtreffs unterstützen. Im Bereich „Gemeindepersonal“ würde ebenso eine Baustelle bestehen. 

Gemeinde muss wieder ein attraktiver Arbeitgeber werden

„Wir müssen als Gemeinde wieder ein attraktiver Arbeitgeber werden und unser Personal in einigen Bereichen entlasten“ so Pfeifer. „Obwohl wir nach wie vor sehr gutes Personal beschäftigen, haben uns viele gute Mitarbeiter in den letzten Jahren verlassen“. Diesen Trend wolle er umkehren. Den Tiefpunkt hätte man in der vorletzten Gemeinderatssitzung erlebt, in der ein potentielles Förderprogramm zum Ausbau des Mobilfunknetzes zurückgenommen werden musste, da die Verwaltung die notwendigen Verwaltungsaufgaben aus Personalmangel nicht abarbeiten konnte. Ein Zustand, der laut Pfeifer nicht tragbar sei. 

Die Rettungsorganisationen brauchen mehr Platz

Ebenso fehle im Rathaus die Perspektive in Bezug auf die Zukunft der Rettungsorganisationen. Der Platzmangel der Rettungsorganisationen sei allgegenwärtig, konkrete Vorschläge zur Lösung des Problems gebe es im Rathaus jedoch nicht. Aus Sicht der CSU gebe es zwei Möglichkeiten: Entweder versuche man die drei Standorte des Bauhofs an anderer Stelle zusammenzuführen, um somit Platz für die Rettungsorganisationen zu schaffen oder man versuche an geeigneter Stelle eine neue Rettungswache zu etablieren.

Welche der beiden Möglichkeiten letztendlich am meisten Sinn mache, hänge von den Fördergeldern ab. Nach momentaner Einschätzung gebe es aber wohl mehr Fördergelder für den Bau einer Rettungswache als für den Bau eines neuen Bauhofs.

Bürgercard für Rupoldinger Bürger

Um dem Bürger etwas zurückzugeben, wolle die CSU nach erfolgreicher Wahl eine Bürgercard einführen, die, ähnlich wie die Chiemgau-Card für Touristen, Vergünstigungen für den Ruhpoldinger Bürger vorsieht. Diese soll für unter 20€ (gratis für FFW und Übungsleiter, sowie für Rentner Ü-65 und Jugendliche U-16) erhältlich sein und zunächst in den Gemeindebetrieben (Vita-Alpina, Eishalle, etc.) umgesetzt werden. 

Im weiteren Verlauf könne man sich eine Kooperation mit privaten Anbietern vorstellen, um den Eintritt für Einheimische bei verschiedenen Attraktionen um den ein oder anderen Euro zu vergünstigen und zugleich die Nutzung durch Ruhpoldinger zu steigern. Zudem wird man mit der Bürgercard die neue Buslinie im Dorf für einen Euro pro Tag nutzen können und gratis im Gemeindegebiet parken dürfen. 

Das sind die Kandidaten für die kommende Gemeinderatswahl

Nach der Skizzierung des CSU-Wahlprogramms wies Pfeifer darauf hin, dass ein Bürgermeisterkandidat nur so stark sein könne, wie das Team, das ihn unterstützt und mit ihm arbeitet. Daher sei er besonders stolz ein hoch motiviertes und kompetentes Team für Ruhpolding vorstellen zu können. Er beendete sein Grußwort mit den Worten „packen wir´s gemeinsam für Ruhpolding an, die Zeit ist reif!“. 

Reihung der CSU-Gemeinderatsliste: 

1. Justus Pfeifer 

2. Xaver Utzinger 

3. Bernhard Braun 

4. Angelika Birmoser 

5. Andreas Hallweger 

6. Simon Geierstanger 

7. Ludwig Schuhbeck 

8. Katrin Süssmann 

9. Ralf Gstatter 

10. Martin Fritzenwenger 

11. Alexander von Haugwitz 

12. Markus Hofmann 

13. Michaela Hillebrand 

14. Walter Hasslberger 

15. Martina Seidl 

16. Horst Plenk 

17. Thomas Schuhbeck

18. Dominik Zeller 

19. Michael Bachl 

20. Wolfgang Heigermoser

Pressemeldung CSU Ruhpolding

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