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Pfeifkonzert für Gesundheitsminister

Etwa 500 Gäste beim ersten Pflegekongress des Vereins „Proud to Care e.V.“ in Ruhpolding

Rund 500 Teilnehmer waren am Samstag (2. Juli) beim Pflegekongress des Vereins „Proud to Care e.V.“ in Ruhpolding.
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Rund 500 Teilnehmer waren am Samstag (2. Juli) beim Pflegekongress des Vereins „Proud to Care e.V.“ in Ruhpolding.

Wie Chantal Ostermann, Vorstandsvorsitzende des Träger-übergreifenden Vereins „Proud to care e. V.“, am Samstag (2. Juli) im Festzelt am Speedwaystadion in Ruhpolding bei ihrer Begrüßung sagte, veranstaltete der Verein zum ersten Mal einen Pflegekongress. Dieses Mal unter der Motto „Pflege meets Ruhpolding 2022“.

Ruhpolding – Dass dieser in Ruhpolding stattfand, kommt nicht von ungefähr, denn der Pflegemanager und Leiter der örtlichen Seniorenresidenz „SenVital“, Ugur Cetinkaya, hatte nicht nur die Idee dazu, sondern beteiligte sich auch um die Ausrichtung und Organisation. Etwa 500 Pfleger, im Pflegebereich und der Medizin Engagierte, Vertreter der Politik und Influencer aus der Pflegebranche waren der Einladung gefolgt.

Als besonderen Gast konnte Ostermann den Bayerischen Minister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek Willkommen heißen. Sie wertete dessen Anwesenheit als große Wertschätzung gegenüber den Pflegenden, die ihn ihrerseits mit großem Applaus begrüßten. Nur eine kleine Gruppe hatte ihm bei seinem Eintreffen vor dem Zelt ein schrilles Trillerpfeifenkonzert bereitet.

Ein Dank ging weiter an Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer sowie den Landtagsabgeordneten Klaus Steiner für die Unterstützung. Chantal Ostermann nahm dann die Gelegenheit wahr, den Verein „Proud to Care e.V.“ vorzustellen, der vor einem Jahr als Träger-übergreifender Verein gegründet wurde. Zusammengefasst haben sich die Initiatoren zum Ziel gesetzt, gemeinsam für den Bereich der Pflege einen Imagewandel in unserer Gesellschaft zu erreichen, ein neues Selbstbewusstsein bei den Mitarbeitern in der Pflege zu schaffen, das „Wir-Gefühl“ innerhalb der Branche zu stärken, um so mehr Menschen und Auszubildende für diesen Beruf zu begeistern.

„Darauf kann man wirklich stolz sein!“

Denn, es sei grandios, was in der Kranken- und Altenpflege für etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland geleistet werde, um diesen ein langes, lebenswertes Leben zu ermöglichen und zu erhalten. „Darauf kann man wirklich stolz sein und sollte diesen Stolz auch mit breiter Brust nach Außen tragen!“ Deshalb auch der Name des Vereins: „Proud to Care – stolz sein zu Pflegen“. Den Worten schlossen sich die Teilnehmer mit euphorischem Applaus uneingeschränkt an.

Ugur Cetinkaya freute sich besonders darüber, dass es offenbar gelungen ist, eine so große Zahl von Interessierten, aus der ganzen Bandbreite im Pflegebereich zu bewegen, den Kongress zu besuchen, um sich hier auszutauschen und „Brücken zu schlagen!“. Sehr wichtig sei für ihn, dass auch bedeutende Influencer dabei sind, die immerhin etwa eine Million Menschen permanent erreichten. Ein Dankeschön richtete er an alle die mitgeholfen haben, diesen Kongress vorzubereiten und durchzuführen sowie allen, die sich finanziell an der Durchführung beteiligt haben.

Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer zeigte sich stolz über die große Teilnehmerzahl, dankte den Organisatoren im Namen der Gemeinde Ruhpolding. Ein großes Dankeschön wolle er auch im Namen aller Bürgern allen in der Pflege Beschäftigten. Vor kurzen habe er über dem PC einer Pflegedienstleiterin den Satz gelesen: „Pflegekraft, weil Superheld keine anerkannte Berufsbezeichnung ist“ – für Pfeifer eine treffend formulierte Feststellung, wenn man sich die Herausforderungen, aber auch die Missstände und Defizite im Bereich der Pflege anschaue.

Fachvorträge und umfangreiches Rahmenprogramm

Im weiteren Verlauf des Kongresses gab es interessante Fachvorträge von Experten und Influencern zu Themen wie Social Media in der Pflege, Pflegende und Politik, Medizin und Pflege, Personaleinsatz in der Pflege, Netzwerkarbeit in der Pflege, Gestaltung von Fachgesprächen, Zusammenarbeit von Ärzten mit Pflegekräften und eine Podiumsdiskussion unter der Headline: „Mehr Stolz und Stärke für die Pflege der Zukunft“.

Bevor es mit „Resident DJ der Münchner Clubszene & Live Acts“ ans Feiern ging, wurde abschließend noch der mit 2500 Euro dotierte Innovationspreis 2022 vergeben. Mit diesem „Proud to Care-Award“ soll eine Idee prämiert werden, die Menschen für die Pflege begeistern und motivieren kann, die den Arbeitsalltag der Pflegenden erleichtert und die Pflegebranche stärkt. Gewonnen hat Patrick Meier, der ein Portal für Pflegekräfte entwickelt hat, um den richtigen Arbeitgeber zu finden.

Als Ausklang des Kongresses konnten die Teilnehmer am Sonntag (3. Juli) bei einer Wanderung die Bergwelt rund um Ruhpolding kennenlernen.

wb

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