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+++ Eilmeldung +++

Internationale Beziehungen

Medienbericht: Ukrainischer Botschafter Melnyk soll aus Deutschland abgezogen werden

Medienbericht: Ukrainischer Botschafter Melnyk soll aus Deutschland abgezogen werden

Waldbrand am Ochsenlahnerkopf bei Ruhpolding

Wie konnte das Feuer in dem unwegsamen Gelände ausbrechen?

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Am Montagabend kam es auf einem Berg bei Ruhpolding zu einem Brand.

Ruhpolding - Seit Montagabend kämpften zahlreiche Feuerwehrkräfte gegen Wurzelstockbrände am Ochsenlahnerkopf in schwer zugänglichem Gelände. Inzwischen ist das Feuer gelöscht, aber die Einsatzkräfte rätseln weiter über die Ursache:

UPDATE, Mittwoch, 7.10 Uhr - Brandursache unklar

Am Dienstagabend hieß es zur Erleichterung aller: "Feuer aus"! Nach harter Arbeit konnten Feuerwehr und Polizei die Arbeit am Ochsenlahnerkopf erfolgreich abschließen. Am Mittwochmorgen soll sicherheitshalber aber noch einmal ein Hubschrauber über das Gebiet fliegen und mit einer Wärmebildkamera sicherstellen, dass keine Glutnester über Nacht mehr aufgeflammt sind. Erst dann kann der Einsatz auch offiziell beendet werden.

Seit Montagabend war deswegen ein Großaufgebot der Floriansjünger und Polizei im Einsatz. Auch mehrere Hubschrauber waren vor Ort. Wie es zu dem Feuer in dem völlig unwegsamen Gelände kommen konnte, ist derzeit noch völlig unklar.  An den Brandstellen in 1450 Metern Höhe führen keine Wanderwege oder Bergpfade vorbei. Deshalb glaubt die Feuerwehr auch nicht an eine Entzündung durch eine Glasscherbe. "Vielleicht wurde der Schwelbrand im Wurzelwerk auch durch einen Blitz während eines Gewitters ausgelöst, der über Tage nur im Boden glimmte und sich erst später entfachte, Rauch aufstieg und deshalb sichtbar wurde", hieß es.

UPDATE, 20 Uhr - Brand ist gelöscht

Gute Nachrichten: Die Feuerwehr konnte den Brand am Dienstagnachmittag vollständig löschen, wie ein Sprecher sagte. Zuvor hatten Einsatzkräfte stundenlang Glutnester am Waldboden bekämpft.

Update, 12.30 Uhr - Pressesprecher Peter Volk schildert die Situation

Im Gespräch mit chiemgau24.de veranschaulichte Peter Volk, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein, die Lage am Einsatzort. Mittlerweile löschen die Hubschrauber nicht mehr selbst aus der Luft. Sie bringen aktuell tonnenschwere Wassercontainer an den Einsatzort. Von dort aus wurden Schlauchleitungen nach oben in das steile Gelände zu den Brandplätzen gelegt. Auch Löschrucksäcke kommen zum Einsatz. 

In zweier Teams, jeweils ein Feuerwehrhelfer und ein Bergwachthelfer, suchen die Wurzelstockbrände auf und bekämpfen diese. Peter Volk spricht von einer sehr anstrengenden und zeitintensiven Arbeit, da die Helfer den Boden zum Teil aufhacken oder aufgraben müssen um an die Glutnester zu gelangen. 

Es gibt keine offenen Flammen mehr. Es handelt sich um zahlreiche Wurzelstockbrände, welche unter dem Waldboden klimmen. Die Einsatzkräfte werden von einem Polizeihubschrauber, welcher mit einer Wärmebildkamera das Areal absucht, zu den jeweiligen Brandplätzen koordiniert.

Insgesamt 90 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Glutnester und Brandherde. Wie es scheint, ist ein Waldgebiet von etwa 30 Quadratmetern betroffen. Peter Volk ist positiv gestimmt und freut sich vermelden zu können, dass aktuell noch niemand verletzt wurde. 

Die aufwendigen Arbeiten werden sich allerdings den ganzen Tag lang hinziehen, betont Volk. 

Update, 8 Uhr - Pressemeldung der Feuerwehr

Ein Waldbrand am Ochsenlahnerkopf westlich des Staubfalls an der Grenze zu Österreich hielt am Abend des 20. Augusts Feuerwehr, Bergwacht und die Besatzungen zweier Polizeihubschrauber in Atem. Der Flächenbrand in einer Felsrinne - bewachsen mit Bäumen und Latschen - konnte aus der Luft mit Hilfe von Hubschrauber weitgehend gelöscht werden. Am Dienstag werden Bergwacht- und Feuerwehrmänner direkt an die Brandstelle gebracht, um Glutreste abzulöschen.

Am frühen Montagabend gegen 19 Uhr wurde der Brand einer rund zehn Quadratmeter großen Fläche am Ochsenlahnerkopf entdeckt und zunächst die Feuerwehr Ruhpolding alarmiert. Da sich der Brandort in unzugänglichem Gelände befindet, konnten die Einsatzkräfte nicht bis an die Brandstelle vorrücken.

Deshalb wurden zwei Hubschrauber der bayerischen Polizei angefordert. Einer flog die Brandstelle mehrmals und ließ Wasser von einem Außenlastbehälter ab. Der zweite - ausgestattet mit einer Wärmebildkamera - kontrollierte die Brandstelle aus der Luft.

Unterstützt wurden die Besatzungen der Edelweiß-Maschinen von der Flughelfergruppe der Feuerwehr Bad Reichenhall. Die Hubschrauber konnten jedoch nur bis zum Einbruch der Dunkelheit eingesetzt werden.

Nach Auswertung der Bilder der Wärmebildkamera ging die Einsatzleitung davon aus, dass der Schwelbrand weitgehend gelöscht war. Um ganz sicher zu gehen, wurde jedoch beschlossen, am Dienstagmorgen ab 6 Uhr erneut zwei Hubschrauber einzusetzen. Sie werden Bergwacht- und Feuerwehrmänner mit einer Winde am Brandort absetzen.

Die Helfer werden versuchen, versteckte Glutreste ausfindig zu machen und abzulöschen. Dafür kommt die Feuerwehr Siegsdorf mit ihrem Waldbrandsatz zum Einsatz. Mit Löschrucksäcken - Wasserbehältern, die wie ein Rucksack getragen werden - wollen die Floriansjünger den Flächenbrand vollständig ablöschen.

Zur Stunde ist die Polizeihubschrauberbesatzung mit einem Bergwacht- und einem Feuerwehrmann auf dem Flug zur Brandstelle. Sie werden eine Erkundung durchführen und danach wird die Einsatzleitung über das weitere Vorgehen entschieden.

Weitere Informationen folgen.

Pressemitteilung des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein und der Kreisbrandinspektion Landkreis Traunstein

Update, 21. August, 6.50 Uhr 

Die Lage stellt sich aktuell unübersichtlich dar. Ein Sprecher der Polizei Ruhpolding konnte nur bestätigen, dass Hubschrauber bereits wieder im Einsatz sind. Man kann wohl davon ausgehen, dass diese den betroffenen Bereich des Berges abfliegen, um sich ein Bild von der Lage machen zu können. Wie es in den nächsten Stunden weitergehen könnte, ist noch offen. Zudem ist noch immer nicht klar, ob das Feuer auf dem Berg noch lodert.

Feuer in den Bergen bei Ruhpolding

Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger
Am Montagabend entfachte auf einem Berg bei Ruhpolding ein Brand. © FDL/ Lamminger

Erstmeldung:

Gegen 19 Uhr wurden Feuerwehr und Bergwacht zu einer unklaren Rauchentwicklung an einem Berg bei Ruhpolding alarmiert. Die Einsatzkräfte trafen sich beim Biathlonzentrum Ruhpolding. Von dort aus flog ein Polizeihubschrauber mit einem Mann der Bergwacht zur Brandstelle. Diese liegt oberhalb vom Staubfall zwischen Fischbachkopf und Angerertal auf etwa 1.500 Meter Seehöhe. 

Der Polizeihubschrauber konnte dreimal seinen Löschbehälter im österreichischen Heutal füllen und über dem Brandherd ablassen. Die circa 25 Quadratmeter große Brandfläche liegt in sehr steilem und unzugänglichem Gelände. 

Nach letztem Stand konnte der Hubschrauber das Feuer nicht löschen und musste aufgrund der einbrechenden Nacht seinen Einsatz beenden. Am Dienstagmorgen wird der Einsatz bei Bedarf fortgesetzt.

Erst vor gut einer Woche wurde am Schwarzenberg in Kiefersfelden im Bereich der Ramsauer Alm ein Feuer gemeldet. In der Folge musste sogar der Katastrophenfall ausgerufen werden. Neben rund 250 Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Bergwacht kämpften auch neun Helikopter gegen die Flammen. 

mz/FDL/ Lamminger