Nach über 6 Jahren keine Lösung

Streit um Skateplatz in Ruhpolding

Ruhpolding - Im Februar 2013 wurde der erste Antrag zum Bau eines Skateplatzes in Ruhpolding beim 1. Bürgermeister Claus Pichler eingereicht, sechseinhalb Jahre später steht immer noch keine einzige Skaterrampe. Unbegreiflich ist dies für die Junge Union in Ruhpolding. 

Pressemeldung im Wortlaut:

Der Wunsch einen Treffpunkt für Jugendliche zu schaffen, wurde durch Mitglieder der JU und vielen Eltern vor inzwischen mehr als 6 Jahren in Form eines Skateplatzes initiiert. Durch viele und anstrengende Etappen konnte das Projekt nur durch das Engagement der Initiatoren Susann Kintscher, Christian Merkel und der JU Vorstandschaft weitergetragen werden. 

Im Sommer 2013 wurde im Gemeinderat offiziell dem Projekt zugestimmt und die Umsetzung beschlossen. Das Projekt schlief jedoch ein, weil die Platzsuche sich schwieriger als erwartet gestaltet hat, allerdings sollte dies doch kein Hindernis für ein bereits vom Gemeinderat beschlossenes Projekt darstellen. Erst ein erneuter Beschluss des Gemeinderates im September 2017, der durch die Unterschriftenaktion (581 gesammelte Unterschriften) der Initiatoren mit Unterstützung der Jungen Union, zwingend notwendig war, belebte den Bau des Skateparks erneut. 

Allerdings war diese Phase bis heute eine Zerreißprobe. Eine Unterstützung der Gemeinde bei der Platzsuche zog sich erneut sehr in die Länge, sodass das Engagement der Ehrenamtlichen weit über ihre eigentliche Tätigkeit hinaus überspannt wurde, doch damit nicht genug. 

Nachdem im Februar 2019 ein Planungsbüro vom Bauausschuss beauftragt wurde, fanden mehrere Sitzungen im Rathaus statt, in denen wiederum die ehrenamtlichen Engagierten, Angebote von verschiedenen Firmen für Skaterampen einholten und den hauptberuflichen Gemeindemitarbeitern vorstellten. 

„Für uns ist es völlig unverständlich, dass Gemeindemitarbeiter Aufgaben Ihres Tätigkeitsbereiches auf Freiwillige abtreten, die sich in Ihrer Freizeit dafür einsetzen, dass in Ruhpolding so etwas realisiert wird“, so Ortsvorsitzender Bernhard Braun. 

Die Frage für die Haftung war ebenfalls lange offen, vom Bürgermeister wurde mehrmals die Idee in den Raum geworfen, es könne sich doch die Junge Union oder einer der Initiatoren darum kümmern. 

Des Weiteren wurde eine zusätzliche finanzielle Unterstützung, neben der bereits vorhandenen Spendengelder, durch die Gemeinde von Seiten des Bürgermeisters lange verwehrt. Erst mittels Aufnahme in den Haushalt durch den Gemeinderat, konnte eine finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde sichergestellt werden.“, so Braun weiter. 

Wenn für ein Projekt der Größenordnung Skatepark nach 6 ½ Jahren keine Lösung gefunden wurde, die Unterstützung und Motivation der Gemeinde so gering ist, wie sieht das bei einem deutlich größeren Projekt aus? Es wäre so wichtig einen Treffpunkt u.a. für diejenigen zu generieren, die nicht die Möglichkeit besitzen durch eine Vereinsmitgliedschaft sich an einem anderen Platz zu treffen. Und warum müssen Ehrenamtliche Angebote einholen, Fragen der Gemeinde mit den Firmen klären oder sollten die Haftung übernehmen? 

Dies sind nur wenige der Fragen, die wir uns als Junge Union Ruhpolding stellen. Kann das der richtige Weg sein, etwas für Ruhpolding und seine Menschen zu bewegen?

Die Pressemeldung der Jungen Union Ruhpolding

Rubriklistenbild: © picture alliance / Wolfram Kastl/dpa

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