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Nach Lawinenabgang am Hochgern

Großeinsatz für Bergwacht und Polizei: Abgestürzte Frau (41) und fünf Hunde gerettet

Bergwacht Marquartstein Lawineneinsatz Hochgern
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Am Freitagnachmittag kam es an der Hochgern Ostseite zu einem Lawineneinsatz, bei dem eine Frau schwer verletzt wurde. Auch ihre Hunde mussten gerettet werden.

Ruhpolding – Die Bergwacht Ruhpolding und Marquartstein sowie der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ waren am Freitag (10. Dezember) am Hochgern gefordert, nachdem dort eine Lawine abging. Eine 41-Jährige konnte schwer verletzt gerettet werden.

Update, 14.35 Uhr - Erneute Hunderettung bei der Bergwacht Marquartstein

Die Mitteilung im Wortlaut:

Am Freitagnachmittag kam es an der Hochgern Ostseite zu einem Lawineneinsatz, bei dem eine Frau schwer verletzt wurde. Ursache für die Lawine, war eine große Zusatzbelastung bei Lawinenwarnstufe 2.

Die Frau war wohl zu nahe an der Gipfelschneide gegangen. Am Gipfel brach die dort befindliche Schneewechte plötzlich ab und die Frau stürzte in der Folge in sehr steiles, felsdurchsetztes Gelände, wo sie eine Lawine auslöste und wurde mit der kleinräumigen Lawine etwa 200 Höhenmeter hinuntergespült.

Nachdem die Bergung von der Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 14 in Zusammenarbeit mit der Bergwacht Ruhpolding erfolgt war, begann der Einsatz für die Bergwacht Marquartstein.

Einsatzkräfte fuhren mit dem Bergwacht-Quad, das im Winter auf Raupenbetrieb umfunktioniert ist, bis kurz vor das Hochgern-Haus.

Die Frau war mit vier eigenen Hunden und einem Hund einer Bekannten unterwegs gewesen. Die fünf Hunde waren nach dem Unfall völlig panisch im Gipfelbereich des Hochgern herumgelaufen und mussten irgendwie ins Tal gebracht werden. Die Bergwacht Marquartstein musste zuerst beim Rettungsfahrzeug die Schneeketten montieren und fuhr dann mit zwei Bergrettern zur Agersgschwendt-Alm.

Zwei weitere Einsatzkräfte fuhren mit dem Bergwacht-Quad, das im Winter auf Raupenbetrieb umfunktioniert ist, bis kurz vor das Hochgern-Haus. Auf Grund der Schneeverwehungen musst von dort zu Fuß bzw. mit den Ski weiter aufgestiegen werden. Zwei Alpinpolizisten, die zur Unfallaufnahme am Gipfel abgesetzt wurden konnten bereits drei Hunde mitnehmen.

Die anderen zwei Hunde wurden zusammen mit dem Begleiter nach einem anstrengenden Aufstieg bei schweren Windböen am Gipfel aufgenommen und ins Tal gebracht. Einer der Hunde war so erschöpft, dass er mit dem Raupenfahrzeug transportiert werden musste, und an der Agersgschwendt-Alm ins Rettungsfahrzeg verfrachtet wurde.

Aufgrund der derzeitigen starken Winde kommt es zu großen Schneeverwehungen und Schneewechten im Kammbereich. Diese können oft schwer erkannt werden und stellen eine große Gefahr dar.

Pressemitteilung Bergwacht Marquartstein

Update, 20.26 Uhr - Pressemitteilung der Polizei

Am 10. Dezember gegen 11.15 Uhr war eine 41-jährige Frau aus dem Landkreis Traunstein mit ihrem Begleiter und mehren Hunden mit Schneeschuhen am Hochgern unterwegs. Am Gipfel brach die dort befindliche Schneewechte plötzlich ab und die Frau stürzte in der Folge in sehr steiles, Fels durchsetztes Gelände etwa 200 Höhenmeter ab.

Durch den Sturz und die abgebrochene Wechte wurde die Frau teilverschüttet und konnte durch Winken auf sich aufmerksam machen. Die Frau konnte in einem ersten Überflug durch den Rettungshubschrauber Christoph 14 gesichtet und im Anschluss rasch geborgen werden. Im Anschluss wurde diese schwer verletzt ins Klinikum Traunstein verbracht. Parallel wurde durch die Bergwacht Ruhpolding eine Absuche des Lawinenkegels vorbereitet da zunächst nicht klar war, ob weitere Personen beteiligt waren. Dies konnte nach kurzer Zeit ausgeschlossen werden.

Da sich auf dem Gipfel des Hochgern noch die Hunde der verletzten Frau befanden, shuttelte die Bergwacht Marquartstein den Begleiter der Frau in Richtung Hochgernhaus um die Hunde in das Tal zu bringen. Zudem wurden die Hunde parallel dazu durch zwei Alpinpolizisten vom Gipfel in Richtung Hochgernhaus gebracht. Im Anschluss konnten die Hunde durch die Bergwacht nach Marquartstein ins Tal verbracht werden.

Am Einsatz waren die Bergwacht Ruhpolding, die Bergwacht Marquartstein, sowie ein Bergwachthundeführer direkt beteiligt. Ebenfalls wurden die Bergwachten Traunstein und Inzell alarmiert. Zudem war der Rettungshubschrauber Christoph 14 zur Bergung der Verletzten, das BRK, sowie die Polizeihubschrauber Edelweiß 3 und 6 zum Transport von Einsatzkräften im Einsatz.

Der Alpinunfall wurde durch drei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe Grassau aufgenommen und wurden durch die PST Ruhpolding in der gemeinsamen Einsatzleitung unterstützt.

Besonders hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit zwischen Bergwacht und Polizei.

Pressemitteilung der Alpinen Einsatzgruppe Grassau

Erstmeldung:

Eine 41-jährige Frau löste am Freitag (10. Dezember) am Hochgern eine Lawine aus, nachdem sie zuvor vom Gipfel durch eine steile Rinne abgestürzt ist. Wie die Bergwacht Ruhpolding auf Facebook berichtet, kam die Dame aus dem Landkreis Traunstein einige hundert Meter tiefer teilverschüttet und schwer verletzt zum Liegen.

Die 41-Jährige konnte durch den Rettungshubschrauber „Christoph 14“ per Winde aufgenommen und gerettet werden. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Personen von der Lawine verschüttet wurden, startete die Bergwacht Ruhpolding einen Lawineneinsatz. Glücklicherweise stellte sich allerdings heraus, dass keine weiteren Personen betroffen oder verletzt waren.

aic/Bergwacht Ruhpolding

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