Umfangreicher Aktions- und Infotag

„Lebenswertes Ruhpolding - 5G frei“ startet mit Bürgerbegehren

An 9 Standorten konnten sie mit 14 sachkundigen Mitgliedern der Bürgerinitiative sprechen und sich informieren.
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An 9 Standorten konnten sie mit 14 sachkundigen Mitgliedern der Bürgerinitiative sprechen und sich informieren.

Ruhpolding - Rund 180 Bürger haben das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative „Lebenswertes Ruhpolding - 5G frei“ bereits unterschrieben.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Im Rahmen des deutschlandweiten Protesttags gegen 5G, den das Bündnis verantwortungsvoller Mobilfunk Deutschland (BVMDe) ausgerufen hatte, startete die Bürgerinitiative „Lebenswertes Ruhpolding - 5G frei“ am vergangenen Samstag erfolgreich mit ihrem Bürgerbegehren. Rund 180 Bürger haben bereits unterschrieben, um eine gesundheitsverträgliche Mobilfunkversorgung für das gesamte Gemeindegebiet zu erreichen. Das ist mehr als ein Drittel der erforderlichen Anzahl, so dass die Bürgerinitiative sicher ist, ihr Ziel zu erreichen. Sollte das Bürgerbegehren das erforderliche Quorum von 10% der Wahlberechtigten erreichen, muss die Gemeinde innerhalb von 3 Monaten einen Bürgerentscheid durchführen. Dann wird über die Frage entschieden, ob die Bürger dafür sind, dass die Gemeinde ein Mobilfunk-Vorsorgekonzept aufstellen lässt und dies in der Bauleitplanung verankert. Dies ist der einzige Weg eine rechtssichere Regelung für die Mobilfunkversorgung zu erreichen. Die Bürgerinitiative ist nicht gegen Mobilfunk. Jeder Bürger soll entsprechend versorgt werden. Es geht um eine sinnvolle und gesundheitsverträgliche Nutzung. Dabei spielt es eine Rolle, wofür 5G gebraucht wird. Bisher gibt es nur für Unternehmen sinnvolle Anwendungen und solange die möglichen Gesundheitsgefahren dieser Technologie nicht geklärt sind, wehren sich viele Bürger gegen die Installation, vor allem auf höheren Frequenzen.

Die Ruhpoldinger Bürger zeigten sich sehr interessiert am Thema 5G und den gesundheitlichen Aspekten. An 9 Standorten konnten sie mit 14 sachkundigen Mitgliedern der Bürgerinitiative sprechen und sich informieren. Erstaunlich war selbst für die Aktivisten/innen der hohe Zuspruch aus der Bevölkerung. Auch die Themen „Klimawandel“, „Überwachungsmöglichkeiten“ und „Gefahr für die Demokratie“, waren spannende Gesprächsthemen.

Der Baubiologe Stefan Windstoßer aus Bad Reichenhall führte derweil in zahlreichen Häusern, Wohnungen und Geschäften Kurzmessungen zur Strahlenbelastung (EMF) durch und erläuterte die Ergebnisse.

Der Aktions- und Infotag war mit dem Landratsamt abgestimmt. So waren die Polizeikontrollen nur Routineangelegenheit.

Pressemitteilung Bürgerinitiative „Lebenswertes Ruhpolding - 5G frei“

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