Nach Umstrukturierung der Polizei

"Können in und um Ruhpolding schneller und flexibler reagieren"

Ruhpolding - Mdl Klaus Steiner sprach nach der Umorganisation der Polizei im Raum Ruhpolding mit Polizeiexperten über Sicherheitskonzepte und Raumnöte:

Zu ersten Erfahrungsberichten nach der Umstrukturierung der Polizeiinspektion Ruhpolding am 1. März und zur aktuellen Raumnot der Kriminalpolizei in Traunstein traf sich der Traunsteiner Landtagsabgeordnete Klaus Steiner zu Gesprächen mit den Leitern der verschiedenen Dienststellen der Polizei in Traunstein und Ruhpolding. Als stellvertretender Bezirksvorsitzender des CSU-Arbeitskreises Polizei war Steiner bereits seit Jahren mit der Verbesserung der räumlichen und personellen Situation in Ruhpolding befasst.

"Mehr Polizei auf der Straße"

Infolge der Umwandlung der Dienststelle in Ruhpolding zur Polizeistation am 1. März wird diese von arbeitsintensiven Verwaltungsaufgaben und zeitaufwändigen Vorführdiensten entlastet. Diese werden von Kollegen der Polizeiinspektion Traunstein übernommen, die im Gegenzug personell verstärkt wird. Zusätzlich wird die Station Reit im Winkl der Polizeiinspektion in Grassau angegliedert. „Dadurch bekommen wir in Ruhpolding mehr Polizei auf die Straße und können bei besonderen Einsatzsituationen in und um Ruhpolding schneller und flexibler reagieren“, erklärte Polizeioberrat Rainer Wolf, Chef der Polizeiinspektion Traunstein.

Als wichtigste Neuerung stehe künftig südlich der Autobahn eine Streife zusätzlich rund um die Uhr zur Verfügung, so Wolf. Damit könne die Polizeipräsenz im Raum Ruhpolding und Inzell zielorientiert erhöht werden. Dies komme der Sicherheit der Bürger gerade in Zeiten der Verunsicherung zugute. „Unser Ziel ist mehr sichtbare Polizei auf der Straße“, ergänzte Ruhpoldings neuer Dienststellenleiter, Polizeihauptkommissar Thomas Huber. Bei größeren Einsatzlagen werden Kräfte aus der gesamten Region, also etwa von umliegenden Dienststellen und den Operativen Ergänzungsdiensten in Traunstein, hinzugezogen.

Veränderte Sicherheitslage: Mehr Personal notwendig

Unzufrieden zeigt sich Steiner mit der räumlichen Situation in Ruhpolding und sagte den Gesprächspartnern zu, an diesem Thema dran zu bleiben. „Leider ist der von mir seit Jahren nachhaltig unterstützte Neubau nicht zustande gekommen, weil es in Ruhpolding nicht gelungen ist, ein passendes Grundstück zu finden und einen Gebäudetausch mit den Staatsforsten zu vereinbaren.“

Eine große Herausforderung sehen Polizeioberrat Wolf und Hans-Peter Butz, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein, in den zusätzlichen Aufgaben für die Sicherheitskräfte. Dazu Klaus Steiner: „Mit über 41.300 Stellen hat die bayerische Polizei derzeit den höchsten Personalstand aller Zeiten und wir konnten durchsetzen, dass bis 2020 rund 2.000 neue Stellen zusätzlich geschaffen werden.“ Ihm und den anderen Polizeifachleuten in der Fraktion sei aber bewusst, dass die veränderte Sicherheitslage in Bezug auf Terrorgefahr, Extremismus und organisierter Kriminalität, den Zuwachs an Stellen zwingend erforderlich machen und dass auch weiter zusätzliches Personal eingestellt werden muss.

Steiner: "Gebäude in Traunstein platzt aus allen Nähten"

Kripochef Butz verwies auf die deutliche Zunahme der Cyberkriminalität und den Aufgabenzuwachs beim Staatsschutz durch die verstärkte Zuwanderung, die in auch Traunstein erhebliche Kräfte bindet. „Räumlich platzt das Gebäude in Traunstein aus allen Nähten und eine Erweiterung des Labors für die Spurensicherung ist dringend notwendig“, stellte Steiner nach einer Besichtigung fest.

Entlastung verspricht sich der Abgeordnete durch einen baldigen Neubau für die „Operativen Ergänzungsdienste“ in Traunreut. „Ich bin dran, dass wir wenigstens mit einem Teil der Baumaßnahme beginnen können und bin dazu mit dem Innenministerium und dem Präsidium in Kontakt“.

Pressemitteilung MdL Klaus Steiner

Rubriklistenbild: © dpa

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