Umstrukturierung der Polizeidienststelle

"Sichtbare Präsenz in Ruhpolding und Inzell erhöhen!"

Landkreis Traunstein/Ruhpolding - Mit einem am 1. März beginnenden Probebetrieb wird das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bei Dienststellen im südöstlichen Landkreis Traunstein organisatorische Veränderungen vornehmen.

Polizeipräsident Robert Kopp zu den Maßnahmen: „Unser Ziel ist mehr sichtbare Polizei 'auf der Straße'. Die Umwandlung der Polizeiinspektion Ruhpolding zu einer Polizeistation und die damit verbundenen organisatorischen Veränderungen werden uns den flexibleren Einsatz unserer Beamtinnen und Beamten ermöglichen“.

Weniger Verwaltung – Stärkung originärer Polizeiaufgaben 

Durch die Herabstufung der Dienststelle Ruhpolding wird kein Personal aus der Region abgezogen, es wird jedoch damit ein effektiverer Einsatz der im Raum Traunstein und Ruhpolding Dienst verrichtenden Beamtinnen und Beamten möglich. 

Arbeitsintensive Verwaltungstätigkeiten werden bei der Polizei in Ruhpolding entfallen. Die Vorhaltung eines Geschäftszimmers ist dort nicht mehr vorgesehen; künftig werden beispielsweise die Budgetverwaltung oder Kassenarbeiten von der Polizeiinspektion Traunstein vorgenommen. Auch gerichtliche Vorführdienste übernehmen zukünftig Traunsteiner Beamte. 

Gleichzeitig wird der Personalkörper der Polizeiinspektion Traunstein gestärkt, was zu einem insgesamt flexibleren und effektiveren Einsatz der Beamtinnen und Beamten im südöstlichen Landkreis führt. Originäre Polizeiaufgaben, z. B. die Durchführung präventiver Streifendienste, erfahren somit insgesamt eine Steigerung. Gerade in Zeiten der Verunsicherung bei der Bevölkerung ist eine verbesserte Wahrnehmung der Polizei von signifikanter Bedeutung.

Polizeistation Reit im Winkl – Organisatorische Anbindung an die PI Grassau 

Die bisher der Polizeiinspektion Ruhpolding nachgeordnete Polizeistation Reit im Winkl wird zukünftig organisatorisch an die Polizeiinspektion Grassau angebunden. Was die jeweiligen Anfahrtstrecken und -zeiten nach Reit im Winkl anbelangt, ergeben sich dadurch keine Nachteile.

Ein erfahrener Beamter übernimmt die Leitung 

Die Leitung der Polizeidienststelle in Ruhpolding übernimmt Polizeihauptkommissar Thomas Huber. Der 48-jährige Beamte ist dort bereits seit 2005 als Dienstgruppenleiter tätig und mit den Gegebenheiten sowie polizeilichen Erfordernissen vor Ort bestens vertraut. 

Die Erreichbarkeit der Polizei ist immer gewährleistet 

Bereits seit einigen Jahren kommen in Ruhpolding dienstbetrieblich angepasste Öffnungszeiten zur Anwendung. Allein im vergangenen Jahr machten die Beamtinnen und Beamten der Polizeiinspektion davon an mehr als 300 Tagen Gebrauch. Für den nun beginnenden Probebetrieb ist zunächst eine vor-Ort-Erreichbarkeit von 06.30 bis 16.30 Uhr sowie freitags bis einschließlich sonntags von 08.00 bis 18.00 Uhr vorgesehen

Die Zeiten ergeben sich aus bisher vorliegenden Erfahrungswerten aus der Praxis. Danach werden sowohl die Außensprechanlage als auch die telefonische Erreichbarkeit zur Polizeiinspektion Traunstein umgeleitet. Bei Bedarf können die Erreichbarkeiten in Ruhpolding während des Probebetriebes lagespezifisch angepasst werden. Die Streifentätigkeit im Zuständigkeitsbereich der Station Ruhpolding übernimmt außerhalb der Präsenzzeiten die personell gestärkte Polizeiinspektion Traunstein. 

Dazu der Leiter der Polizeiinspektion Traunstein, Polizeioberrat Rainer Wolf:

„Für die Bevölkerung im Raum Ruhpolding und Inzell wird sich im Prinzip nichts ändern. Außerhalb der dienstbetrieblich angepassten Öffnungszeiten der Polizei in Ruhpolding, werden wir von Traunstein aus eine Streife für diesen Bereich vorhalten, um sowohl konkrete Sicherheitsstörungen zu beseitigen, als auch präventiv im Einsatz zu sein. Bei größeren Einsatzlagen werden Kräfte aus der gesamten Region, also beispielsweise von den Operativen Ergänzungsdiensten und umliegenden Dienststellen zusammengezogen. Dies war bisher schon so und wird sich auch zukünftig nicht ändern.“

Die Umorganisation erfolgte unter Einbindung der Beteiligten 

Die Planungen zur Organisationsänderung sind unter enger Einbindung der Angehörigen der Polizeiinspektion Ruhpolding sowie des Personalratsgremiums erfolgt. Neun Beamte werden in der Endphase der Umstrukturierung Dienst in Ruhpolding verrichten, die weiteren Beschäftigten werden demnächst, überwiegend ihren Wünschen entsprechend, ihren Dienst bei umliegenden Dienststellen antreten. 

Bereits seit einigen Monaten steht das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wegen des zum 1. März beginnenden Probebetriebs mit den betroffenen Gemeinden Ruhpolding, Inzell und Reit im Winkl in Kontakt. 

In einer Informationsveranstaltung am 16. Februar in Ruhpolding, erhielten nun die Bewohner der Region Informationen aus erster Hand, durch den Präsidenten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass durch den Probebetrieb ein flexiblerer und effektiverer Einsatz der Polizei, sowohl im täglichen Dienstbetrieb als auch bei besonderen Einsatzanlässen erzielt werden kann. Mit der Organisationsmaßnahme sollte es gelingen, die sichtbare Polizeipräsenz im Raum Ruhpolding und Inzell zielorientiert zu erhöhen, was in erster Linie der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Region zugutekommen wird“.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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