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Wohnungsnot und steigende Preise

Wohnbauwerk zu Gast bei der Ruhpoldinger SPD

Ruhpolding - Die Knappheit von bezahlbarem Wohnraum ist eines der großen sozialpolitischen Themen der letzten Zeit und wohl auch der Zukunft. Wie es damit in Ruhpolding aussieht, wurde in der Rauschberger-Alm in Laubau in der letzten Monatsversammlung diskutiert.

Der Vorsitzende Johannes Hillebrand begrüßte dazu als Referenten die beiden Geschäftsführer des Wohnbauwerks, Hubert Haßlberger und Martin Heinemann, der auch geschäftsleitender Beamter der Gemeinde Ruhpolding ist.Martin Heinemann stellte das Wohnbauwerk vor. Es handelt sich um eine selbständige GmbH, deren Eigentümer die Gemeinde ist. Ihr Zweck ist laut Satzung die sichere und soziale Versorgung der Gemeinde mit Wohnraum. Daneben lässt die Satzung aber auch eine Vielzahl anderer Betätigungen rund um Wohnungen und Immobilien zu und ist sehr offen formuliert. Das Wohnbauwerk wird von zwei Geschäftsführern geleitet. Der Aufsichtsrat besteht aus acht Mitgliedern mit dem Bürgermeister als Vorsitzendem und sieben Gemeinderatsmitgliedern, die der Gemeinderat bestimmt.

Das Wohnbauwerk

Hubert Haßlberger erläuterte den Umfang des Wohnbauwerks anhand von Zahlen. Es verfügt zur Zeit noch über 56 Wohnungen. Zwei Häuser befinden sich bis 2020 noch in der Sozialbindung. Der Bestand mache, bezogen auf die Gesamtgemeinde, nur rund 1,5% des Wohnungsbestandes aus. Das sei zu wenig, um den Wohnungsmarkt beeinflussen zu können. Es gebe für das Wohnbauwerk noch einige Möglichkeiten, Wohnungen zu bauen, die aber noch im Fluss seien.

Aus dem Publikum wurde die Frage aufgeworfen, ob der Wohnungsbestand ausreichend in einem guten Zustand gehalten werde. Die Geschäftsführer betonten, dass Schäden so weit wie möglich unverzüglich beseitigt werden würden, sobald sie dem Wohnbauwerk bekannt werden. Bei den niedrigen Mieten sei aber die Bildung einer nennenswerten Rücklage für Instandsetzungen praktisch nicht möglich. Entsprechende Maßnahmen würden jeweils aus Einnahmen finanziert, die mit anderen Geschäftsfeldern erzielt würden.

Der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser sprach sich dafür aus, über das Wohnbauwerk günstigen Wohnraum zu schaffen. Voraussetzung dafür seien aber entsprechende Grundstücke. Die Schwierigkeiten, die sich dabei auftun, schilderte sehr drastisch Bürgermeister Claus Pichler. Das Bauland in Ruhpolding sei trotz des großen Gemeindegebiets äußerst begrenzt. FFH-Flächen, Biotope, Überschwemmungsgebiete und vieles mehr verhinderten seine Ausweisung. Auch der Ausgleich zwischen den modernen Ansprüchen an Wohnraum und der Bezahlbarkeit sei schwierig. Dazu kämen bürokratische Hürden, die sich beispielsweise wieder im Wohnungspakt Bayern auftun. Bei diesem Programm gibt zwar der Freistaat Bayern 30% Zuschuss, aber nur, wenn die Gemeinde selbst als Bauherr auftritt. Soll diese Aufgabe auf das Wohnbauwerk übertragen werden, ist dafür ein kompliziertes Abkommen erforderlich. Man sollte auch nicht übersehen, dass zusammenhängende Flächen für den Fremdenverkehr als Haupterwerbszweig reserviert bleiben müssten und die unverbaute Natur unser wichtigstes Kapital darstelle.

Der Vorsitzende Johannes Hillebrand bedankte sich bei den Referenten für die interessanten Ausführungen und beim Publikum für die engagierten Beiträge. Er versprach, dass die SPD am Thema Wohnungsbau dranbleiben werde.

Pressemitteilung SPD Ruhpolding

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