Geschäftsführer will Abrisse und Neubauten am Gipfel und im Tal

Kühne Pläne: So will er den Rauschberg umkrempeln

+
  • schließen

Ruhpolding/Inzell - Rund 17 Millionen Euro sollen investiert werden: Am Rauschberg wird nach den Plänen von Roland Schnaitmann nicht nur die Bahn neu gebaut, auch auf dem Gipfel wird sich einiges tun.

Er hält an seinen Plänen fest: Im März 2019 will Roland Schnaitmann mit dem Neubau der Bahn beginnen, im Dezember 2019 soll dann alles fertig sein. Das 17 Millionen Euro schwere Vorhaben hat der Geschäftsführer der Rauschbergbahn GmbH am Montag dem Inzeller Gemeinderat vorgestellt. 

Was genau geplant ist

Rauschbergbahn-Geschäftsführer Roland Schnaitmann am Montag vor dem Inzeller Gemeinderat. 

Die Rauschbergbahn soll an gleicher Stelle neu gebaut werden, heißt konkret: Tal- und Bergstation werden abgerissen und modern ersetzt, in die Kabinen sollen bis zu 55 Fahrgäste passen - im Gegensatz zu den jetzigen 20er-Gondeln. Das Rauschberghaus am Gipfel wird abgerissen und der Grund renaturiert. Die großangelegte Gastronomie mit rund 300 Plätzen allein im Inneren (doppelt so viele wie jetzt) und einer Panoramaterrasse wird dann direkt an die Bergstation der Bahn gebaut.

Zeichnung des Neubaus der Bergstation auf ein Foto des Gipfels. 

"Damit sich das finanziert, brauchen wir natürlich auch eine Steigerung der Fahrgastzahlen", so Schnaitmann. 80.000 Fahrgäste hatte man bisher jährlich, künftig sollen es 130.000 werden. Durch die neue Bahn könnten stündlich bis zu 450 Personen auf den Gipfel gebracht werden, aktuell sind es gerade mal 120. Die erfolgreiche Rauschbergweihnacht in der Adventszeit sei so ein Beispiel, wo es deutliche Schwierigkeiten mit der Kapazität der Bahn gegeben hätte.

Woher die 17 Millionen Euro kommen

Die bisherigen Gondeln haben eine Kapazität von 20 Personen - bis zu 55 sollen in die neuen passen.

Eine mündliche Zusage für Förderungen durch die Regierung von Oberbayern hat Schnaitmann bereits: 4,5 Millionen Euro soll der Freistaat hinzuschießen. Jeweils gut sechs Millionen Euro sollen einerseits durch Kredite finanziert werden, andererseits von den Gesellschaftern stammen - die sucht der Geschäftsführer momentan. Laut Schnaitmann ist die Brauerei Wieninger so gut wie mit dabei, auch die Gemeinde Ruhpolding wird sich beteiligen und Adelholzener zeigt wohl ebenfalls Interesse. 

Fotos von Umbauarbeiten 2012

Neues Seil für die Rauschbergbahn

Die Pläne wurden auch schon dem Landratsamt vorgestellt. Das bestand zwar auf der ein oder anderen Korrektur, die Kubatur der Bergstation musste beispielsweise verkleinert werden, doch das Projekt sei laut Schnaitmann nun soweit, dass ein Bauantrag gestellt werden könne. 65 Jahre alt wird die Rauschbergbahn heuer. Würde man alles beim alten belassen, fiele laut Roland Schnaitmann allein bis 2020 rund 1,5 Millionen Euro an Instandhaltungsaufwand an.

xe

Zurück zur Übersicht: Ruhpolding

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser