Landratsamt prüft zweiten Tekturplan

So geht es jetzt mit dem Schwarzbau weiter

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Die (umfassenden) baulichen Veränderungen an diesem Einfamilienhaus sind immer noch nicht genehmigt. Derzeit prüft das Landratsamt einen überarbeiteten Tekturplan ergebnisoffen.
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Ruhpolding - Die Haltung der Gemeinde ist eindeutig, nun prüft das Landratsamt den zweiten Tekturplan des Schwarzbaus. Wie es im Falle einer Ablehnung weitergeht:

Der Schwarzbau in Ruhpolding beschäftigt weiter die Behörden. Gegenwärtig liegt ein zweiter, überarbeiteter Tekturplan beim Landratsamt Traunstein. Wie bereits in seiner ersten Fassung enthält der Plan große Änderungen im Vergleich zum ursprünglichen Bauplan - Änderungen, die die Bauherrin, eine leitende Mitarbeiterin des Staatlichen Bauamts, bereits hat bauen lassen. Der Ruhpoldinger Gemeinderat hatte in seiner Sitzung Anfang August eine eindeutige Position: Einstimmig lehnten die Räte den zweiten Tekturplan ab und reichten ihn an das Landratsamt - die Genehmigungsbehörde - weiter.

Der Fall könnte bald die Gerichte beschäftigen

Dort wird die Tektur derzeit geprüft. Eine Vorentscheidung ist die ablehnende Haltung der Gemeinde allerdings nicht. Wie das Landratsamt gegenüber unserer Redaktion mitteilte, werde die Tektur ergebnisoffen geprüft. Wann die Entscheidung der Behörde feststeht, konnte seitens des Landratsamts nicht prognostiziert werden.

Eines steht jedoch fest: Ein langes Hin und Her zwischen Bauherrin und Landratsamt wird es nicht geben. Zwar hatte die Bauherrin die Gelegenheit, einen überarbeiteten, zweiten Tekturplan vorzulegen. Grundsätzlich sei eine erneute Tektur zum gleichen Fall aber nicht möglich, so das Landratsamt. Sollte die Behörde die nun vorliegende Tektur also ablehnen, handelt es sich um eine endgültige Entscheidung - und die Angelegenheit könnte vor Gericht landen. Falls ein Antragssteller mit der Ablehnung einer Tektur nicht einverstanden sei, könne er vor das Verwaltungsgericht ziehen, so die Erläuterung des Landratsamts.

Weil die Änderungen am Gebäude bereits gebaut sind, stellt die Angelegenheit einen Sonderfall dar. Im Falle einer Ablehnung der Tektur müsste das Landratsamt prüfen, welche weiteren Schritte unternommen werden. Zum weiteren Vorgehen möchte sich die Behörde äußern, sobald sie eine Entscheidung über die Tektur getroffen hat.

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