Schwarzbau bleibt Schwarzbau

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In der Diskussion geht es um dieses Haus in Ruhpolding.
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Ruhpolding - Zuletzt sah es so aus, als dürfe die Bauherrin ihr Einfamilienhaus - inklusive aller Änderungen - ohne weiteres fertigstellen. Doch nun kamen neue Einwände dazu:

Die Querelen um den Bau eines Einfamilienhauses gehen weiter: Nachdem zuletzt das Landratsamt der Gemeinde eine Abfuhr bezüglich der Baueinstellung erteilt hat, wurde nun doch der Antrag der Bauherrin auf nachträgliche Genehmigung abgeschmettert. "Besonders kann keine Abweichung hinsichtlich der Änderung der Dachüberstände, sowie keine Befreiung in Bezug auf die Änderung der Höhenlage - mit damit verbundener Überschreitung der seitlichen Wandhöhe - erteilt werden," heißt es aus Kreisen des Landratsamtes. Zur Erläuterung: bei einer Baukontrolle wurde erst vor kurzem zusätzlich festgestellt, dass das Gebäude 1,40 Meter zu hoch ist.

Angefangen hatte alles damit, dass die Bauherrin - die eine leitenden Position beim staatlichen Bauamt bekleidet - nachträglich einen Tekturplan bei der Gemeinde eingereicht hatte. Dieser enthielt gravierende Abweichungen zum eigentlichen Bauplan des Hauses. Unter anderem war darin ein freistehender Aufzugsschacht und ein Gerüst für die Überdachung des Balkons enthalten. Zudem wurde auf die Dachüberstände verzichtet. Das Problem an der Sache: Die Änderungen - wie Balkon-Überdachung und der Aufzugsschacht - waren zu diesem Zeitpunkt schon gebaut.

Der Bauausschuss der Gemeinde lehnte den Tekturplan ab und wandte sich mit einem Antrag auf Baueinstellung an das Landratsamt. Der Antrag wurde allerdings abgelehnt. "Insbesondere in Anbetracht des bereits komplett fertiggestellten Daches und den weitgehend fertiggestellten Bauarbeiten an der Gesamtanlage ist eine Baueinstellung nicht mehr geboten", so die Begründung. Nach ihrem Sinn und Zweck setze die Verfügung der Baueinstellung nämlich voraus, dass das Bauvorhaben noch nicht vollendet ist. Damit sah es zunächst so aus, als dürfe die Bauherrin ihr Einfamilienhaus - inklusive aller Änderungen - ohne weiteres fertigstellen. Doch nun folgte die Absage vom Bauamt: Nach derzeitigem Stand der Prüfung könne man keine Genehmigung für die Änderungen erteilen. Damit bleibt, was als Schwarzbau begann, auch weiterhin ein Schwarzbau.

Die Bauherrin muss die Antrags- und Planunterlagen jetzt aktualisieren und bis spätestens 2. Juli bei der Gemeinde Ruhpolding einreichen.

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