Unternberg droht erneut das "Aus"

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Ruhpolding - Die Bilanz der Lifte am Unternberg sieht nach wie vor nicht gut aus. Dem Skiberg droht erneut das "Aus". Die Verantwortlichen haben sich jetzt eine letzte Frist gesetzt.

Die Geschäftsführung der Schlepplifte am Unternberg hat nach zwei Jahren Bilanz gezogen. Das Gremium, bestehend aus sechs Vereinen aus Ruhpolding und der Region, musste zur Kenntnis nehmen, dass der Skibetrieb am Unternberg nach wie vor nicht die Umsätze verzeichnen kann, die notwendig sind um den Liftbetrieb dauerhaft zu sichern. Zu wenige Skifahrer nutzen die Möglichkeit schnell mal Ski zu fahren. Die Qualität der Pisten ist hervorragend und wird von allen Seiten hochgelobt. Der Lift war im vergangenen Winter an 86 Tagen in Betrieb. Viele Skiclubs, Einheimische und Gäste aus der Region nutzten die stets hervorragenden Bedingungen um Training, Rennen und Freizeit am Unternberg zu genießen. Leider sind die Umsätze, die durch den Rennsport generiert werden, zu gering. Die Anzahl der „normalen“ Skifahrer ist zwar deutlich angestiegen und auch die touristischen Gäste fahren wieder vermehrt am Unternberg, doch auch diese Zahlen reichen nicht aus.

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Der Unternberg war, ist und bleibt mittelfristig ein Subventionsbetrieb. Damit diese „Last“ nicht auf wenigen Schultern verteilt wird, wurde der Verein zur Unterstützung des Skiliftbetriebs – UdS e.V. gegründet. Die Mitgliedschaft kostet 50 Euro pro Jahr und gewährt einen Nachlass auf den Liftkartenpreis von 50%. „Dies scheint bei den Menschen draußen nicht richtig angekommen zu sein“, so Herbert Fritzenwenger jun., scheidender Geschäftsführer der Skibetriebe Ruhpolding GmbH & Co Betriebs KG. „Ca. 240 Mitglieder im Förderverein reichen bei Weitem nicht aus. Erst wenn wir 2000 Fördermitglieder haben, dann ist die notwendige Basis für den dauerhaften Betrieb geschaffen. Wenn alle die die vom Tourismus und dem Sport leben nicht erkennen oder daran glauben, dass der Unternberg wichtig für Ruhpolding und die Region ist, dann muss man dies schweren Herzens zur Kenntnis nehmen“, so Fritzenwenger weiter.

Das verantwortliche Gremium der Skibetriebe Unternberg Verwaltungs GmbH hat sich zusammen mit der Skibetriebe Ruhpolding GmbH & Co Betriebs KG nun eine Frist bis zum 30. Juni gesetzt, um nach Lösungen zu suchen. Unter Leitung des kommissarischen Geschäftsführers Franz Ringsgwandl jun. soll nun das bestehende Konzept verbessert werden. Ein wesentlicher Baustein ist und bleibt aber die Mitgliedschaft im Förderverein. Nur wenn viele Menschen einen vergleichsweise kleinen Beitrag leisten, dann kann der Unternberg gerettet werden. Informationen zur Mitgliedschaft erhalten Sie unter www.ski-unternberg.de.

Pressemitteilung Skibetriebe Unternberg Verwaltungs GmbH

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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