90 Pferde bei Georgiritt

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Tracht und Tradition waren beim Georgiritt in Ruhpolding einmal mehr Trumpf.

Ruhpolding - Kürzer als in den vergangenen Jahren fiel diesmal der Georgiritt in Ruhpolding aus. Das Wetter besserte sich von Minute zu Minute. *Neue Fotos*

Rund 200 Pferde waren erwartet worden, "nur" zirka 90 konnten die vielen hundert Besucher am Sonntag bestaunen. "Schade", meine eine ältere Besucherin, "schon vorbei?", fragte sie, als sie das letzte Pferd passiert hatte.

Liebevoll geschmückte Festwägen begleiteten den prächtigen Kirchenzug vom Ortszentrum nach St. Valentin im Ruhpoldinger Ortsteil Zell. Dort gab es einen kurzweiligen Gottesdienst unter freiem Himmel. Es blieb trocken, später rissen die zunächst noch dichten Wolken sogar auf und die Sonne kam hervor.

Georgiritt in Ruhpolding

Kanonenschüsse eröffneten bereits um 6.30 Uhr den alten religiösen Brauch des Georgirittes in Ruhpolding. Die Pferdesegnung gilt auch als Erntedank zum meteorologischen Herbstbeginn Anfang September. Die Ursprünge des "Irgn-Ritts", wie er früher genannt wurde, reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück, als die Bauern und andere Pferdebesitzer um den göttlichen Segen für ihre Rösser baten.

Zum alten Votivritt kamen die Pferdebesitzer aus Ruhpolding und dem Traunsteiner Landkreis mit ihren Kaltblütern und Haflingern, aber auch Pinzgauern und Reitpferden. Auch die geschnitzte Figur des Heiligen Georg aus der Ruhpoldinger Pfarrkirche wurde mitgeführt. Dazu kamen einige Tiere der Gebirgstragtierkompanie 230 aus Bad Reichenhall, Musikkapellen und Schützenvereine sowie das Gestüt Brendlberg.

Neue Fotos aus Ruhpolding:

Ruhpolding feiert am Georgitag

Nach der Messe in St. Valentin, bei der Bauern, Pferdebesitzer und Reitvereine "dem Heiligen Georg zur Ehr" um den Segen ihres Schutzpatrones baten, zogen Tiere und Reiter wieder zurück ins Ortszentrum, wo sich der Zug langsam auflöste. Im an diesem Tag autofreien Ruhpolding hatten die Geschäfte geöffnet und etliche Stände luden zum Verweilen ein. Auf Initiative der Werbegemeinschaft Ruhpolding verwandelte sich das ganze Dorfzentrum zu einem Festplatz. An etlichen Stellen spielten Musikgruppen, mal modern, mal bayerisch angehaucht - auf alle Fälle aber "zünftig".

bit

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