Neue Bilder von der Großbaustelle

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Traunstein - Die mit Abstand größte Erdbaumaßnahme in der Region ist die Ortsumgehung Traunstein - und sie schreitet mit Riesenschritten voran. Jetzt mit neuen Bildern!**Video**

Bei Ettendorf steht schon seit dem Vorjahr das Anschlussbauwerk der neuen Staatsstraße an die B 304 neu, und auch die Straßen hin zu dieser Brücke sind schon im Werden: Die neue Staatsstraße 2105 ist asphaltiert, die neue B 304 nach Norden ist inzwischen als Kiesstraße bis zur Kreisstraße TS 1 Rettenbach-Traunstein gebaut, und vor allem ist natürlich der Tunnelbau in vollem Gange.

Aktuelle Fotos vom Abschnitt Nord

Bauarbeiten zur Bahnunterführung. Die Eisenbahnschienen wurden extra verstärkt und mit Messsonden ausgestattet

Ettendorfer-Tunnel Abschnitt Nord

Die Nordumfahrung im August

Die Nordumfahrung im Bau

Ein neuralgischer Punkt: Die Bahnlinie liegt nur knapp vier Meter über der Tunneldecke. Hier sind aufwändige statische Vorbeugemaßnahmen notwendig.

"Es wird an allen Ecken und Enden gebaut", sagt Sebald König, der Leiter des Staatlichen Bauamtes Traunstein, in einem Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung über die 53 Millionen Euro teure Maßnahme. Allein der Tunnel soll 27,5 Millionen Euro kosten. Am Tunnel-Portal Süd, am Fuß des Hallabrucker Bergs, gehen laut König die Arbeiten gut voran: Die Arbeiter seien schon gut 55 Meter im Berg drinnen. Dieser südliche Tunnelabschnitt wird rund 130 Meter lang in bergmännischer Bauweise aufgefahren.

Die B304 nördlich vom Tunnel

B304 nördlich vom Ettendorfer Tunnel

Bei Weibhausen wurde die gefährliche S-Kurfe entschärft

TS 2105 bei Weibhausen

Der Ettendorfer Tunnel im Juli

Ettendorfer Tunnel

Am Nordportal des Tunnels nördlich der Ettendorfer Kirche ist die Anschlagwand für den Baubeginn soweit vorbereitet, dass die Arbeiten für diesen 360 Meter langen bergmännischen Tunnelabschnitt auch hier beginnen könnten. Wann dies geschieht, steht laut König noch nicht fest. "Dies hängt von der Disposition der Firma ab, die momentan noch alles am Südportal konzentriert." Tunnelbauer ist die Firma Baresel aus Stuttgart.

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Zwischen den beiden bergmännischen Tunnelabschnitten im Norden und im Süden wird der mittlere Tunnelabschnitt in offener Bauweise errichtet. Die offene Baugrube im Bereich der Hochkreuzstraße ist schon weitestgehend ausgehoben. Bei der Georgistraße nördlich von Ettendorf entsteht derzeit ein 16 Meter tiefer Rettungsschacht. Hier sind in den letzten Wochen bereits die Bohrpfähle hergestellt worden. Nächstes Jahr wird ausgebaggert.

Im Oktober beginnen laut König im Bereich der Gartenstraße die Bohrungen für den so genannten Rohrschirm, der notwendig ist, weil hier zwischen der Tunneldecke und der Eisenbahnlinie Salzburg-München gerade mal eine Überdeckung von gut drei Metern besteht. Das ist, wie König sagt, ein technisch besonders schwieriger Bereich. Der Schwellenrost der Bahn ist deswegen im März bereits verstärkt worden, links und rechts neben jeder Schiene verläuft eine zusätzliche schwere Eisenbahnschiene. Mit einem aufwändigen Vermessungsprogramm lassen sich hiermit bereits kleinste Störungen erkennen.

Von dem Brückenbauwerk nördlich von Ettendorf ist die Anschlussstraße zur Staatsstraße 2105 in Richtung Waging bereits asphaltiert. Hier werden dann auch die Materialmassen des nördlichen Tunnelabschnittes abtransportiert. Insgesamt fallen im gesamten Tunnel rund 120.000 Kubikmeter Aushubmaterial an.

Die nächsten großen Meilensteine sind das Brückenbauwerk über die Kammerer Straße, mit dem heuer noch begonnen werden soll, und dann nächstes Jahr die große, 380 Meter lange Trauntalbrücke.

All diese vielen Maßnahmen sollen, davon wird derzeit ausgegangen, bis Ende 2012 fertig sein. Ende 2011 rechnet man mit dem Ende der Tunnelbauarbeiten.

edh/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © Max Karpf

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