Schüler pflanzen 120 Bäume im Stadtwald

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Alle Kinder durften einen Baum pflanzen und ihre Namen auf ein Holzschild schreiben. So kann jeder Schüler „seinen“ Baum beim nächsten Ausflug in den Traunsteiner Stadtwald wiederfinden.

Traunstein - Die Stadt Traunstein fördert und unterstützt die Umwelterziehung an Grundschulen: Schüler durften 120 Bäume im Stadwald pflanzen.

Umwelt-, Natur- und Klimaschutz stehen auf dem Stundenplan der Traunsteiner Schulen ganz weit oben. Wie die Theorie in der Praxis umgesetzt wird, konnten die dritten Klassen der Ludwig-Thoma-Grundschule und der Volksschule Kammer letzte Woche im Traunsteiner Stadtwald lernen. Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Arbeitskleidung und Werkzeugen pflanzten die Schüler hinter dem Forsthaus in Froschham 120 Kiefern-, Tannen- und Ahornsetzlinge für den Waldlehrpfad, der häufig von Schulklassen besucht wird. Sogar Studenten der Fortwirtschaft kommen regelmäßig nach Traunstein, um sich über die Waldbewirtschaftung im Stadtwald zu informieren. Stadtförster Gerhard Fischer ging den Schulkindern mit dem Spaten zur Hand und erklärte ihnen die Unterschiede der über 20 Baumarten, die im Traunsteiner Stadtwald heimisch sind.

Auf einem Waldrundgang konnten die Kinder den Forstarbeitern der Stadt Traunstein beim Baumfällen zuschauen und sich an mehreren Stationen über die Artenvielfalt im Stadtwald informieren. Was mit morschen, alten und abgestorbenen Bäumen passiert, erklärte die Diplom-Biologin Beate Rutkowski in einem Vortrag zum Thema „Totholz“. Über 1400 Käferarten und 30 Ameisenarten seien direkt an diesen Lebensraum gebunden. Dr. Ute Künkele berichte den Kindern über die Vielfalt der Pilzarten, die zwischen Inn und Salzach heimisch sind. Schon nach kurzer Suche rund ums Forsthaus lagen Maronen, Rotfußröhrlinge, Reizker und Täublinge im Korb. Anhand der gefundenen Exemplare lernten die Kinder, wie man Röhren- von Lamellenpilzen unterscheidet. „Das ist das Grundwissen für jeden Schwammerlsucher“, sagte die Biologin. Mehr als ein kleiner Überblick sei in der kurzen Zeit aber nicht möglich, da in den heimischen Wäldern über 2700 verschiedene Pilzarten wachsen.

Über den interessanten und praxisnahen Einblick, den die Schüler im Traunsteiner Stadtwald bekamen, freute sich auch die Lehrerin Sonja Kirchmaier, die als Umwelt- und Klimaschutzbeauftragte der Ludwig-Thoma-Grundschule den Ausflug vorbereitet hatte. Sie sei dankbar, dass die Stadt Traunstein die Umwelterziehung an den Schulen durch die Führungen im Stadtwald tatkräftig unterstütze. „Vor allem die Bedeutung des Waldes für den Klimaschutz und die Artenvielfalt ist heute sehr gut deutlich geworden. Ich bin sicher, die Kinder sehen den Wald jetzt mit anderen Augen“, so Frau Kirchmaier.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

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