Sessellift am Unternberg fährt wieder

+
Nach einer rund vierwöchigen Reparatur nimmt der Sessellift auf den Unternberg am heutigen Samstag wieder seinen Fahrbetrieb auf.

Ruhpolding - Nach einer rund vierwöchigen Zwangspause nimmt der Sessellift auf den Unternberg am morgigen Samstag wieder seinen Fahrbetrieb auf.

Der Getriebeschaden ist nach Angaben von Stephanie Hecht von der Ruhpolding Tourismus GmbH behoben. Die Bahn fährt wie gewohnt täglich von 9.30 bis 17 Uhr.

Die Untern- bergbahn war über vier Wochen lang außer Gefecht gesetzt: Ein Schaden im Getriebe hatte den Betreiber, die Gemeinde, am 21. Juli gezwungen, den Betrieb einzustellen.

Die Kommune beauftragte eine Firma, den Doppelsessellift wieder zum Laufen zu bringen - was alles andere als einfach war. Das Getriebe musste zur Reparatur in die Schweiz gebracht werden. Die Arbeiten gingen dann jedoch schneller voran als erwartet. So ist die Reparatur nun früher als geplant zu Ende gegangen. Denn ursprünglich hatte der Betreiber angenommen, dass der Sessellift erst Ende des Monats wieder seinen Betrieb aufnehmen kann.

Auch die Gaststätte an der Gipfelstation öffnet am heutigen Samstag wieder ihre Tore. Sie war in den vergangenen vier Wochen geschlossen. Der Schaden an der Bahn hatte sie in Mitleidenschaft gezogen: Mit dem Sessellift kommt Tag für Tag das Trinkwasser hinauf zur Gaststätte. Und als die Bahn nicht mehr ging, war die Versorgung nicht mehr gewährleistet - womit die Wirtsleute zusperren mussten.

Teure Reparatur

Die Gaststätte war zum Leidwesen vieler Wanderer geschlossen. Sie gingen zu Fuß auf den Berg und waren überzeugt, dass die Wirtschaft, wie zum Beispiel auch allen Wanderkarten zu entnehmen ist, ganzjährig - und damit natürlich auch im Juli und August - geöffnet ist. Oben mussten sie dann jedoch feststellen, dass die Alm zu war. Unten am Ausgangspunkt der Wanderung hatten gut sichtbare Hinweise, dass sie geschlossen ist, gefehlt.

Die Kosten für die Reparatur der Bahn kann die Gemeinde Ruhpolding, wie am gestrigen Freitag zu erfahren war, noch nicht genau beziffern. Anzunehmen sei jedoch, so die Auskunft, dass sie wohl mehrere zehntausend Euro betragen werden. Die Rechnung der beauftragten Firma liege noch nicht vor.

Hinzu kommt, dass dem Betreiber durch den Stillstand der Bahn in der Urlausbzeit hohe Einnahmen entgangen sind: Im Juli und August - gerade an sonnigen Tagen - lösen viele Gäste Karten und fahren dann hinauf auf den Unternberg.

pü/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser