1720 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet

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Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goëss (rechts) und seine BRK-Kollegen erfuhren viel Dankbarkeit für ihren Einsatz im „Bayernpark“.

Siegsdorf - Rund einen Monat lang waren etwa 200 Asylbewerber auf der ehemaligen Ferienanlage "Bayernpark" untergebracht. Das BRK zieht nun Bilanz.

Einen Monat lang waren 200 Asylbewerber aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Nigeria und dem Sudan im Siegdorfer Ortsteil Hörgering untergebracht. Nun mussten die Flüchtlinge die ehemalige Ferienanlage „Bayernpark“ wieder verlassen, um ihre dezentralen Quartiere zu beziehen. Damit geht auch für zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Kreisverband Traunstein, ein nicht alltäglicher Einsatz zu Ende. Nahezu rund um die Uhr standen sie den Asylbewerbern im letzten Monat mit einer ambulanten Sanitätsstation zur Seite.

Die Helfer des BRK lernten viel dazu

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Insgesamt wurden während der vier Wochen 117 der 200 Asylbewerber von den BRK-Helferinnen und –Helfern medizinisch versorgt, viele davon auch mehrfach. 1720 Arbeitsstunden leisteten die Rotkreuzler im „Bayernpark“ ehrenamtlich, das Gros (1005) übernahm dabei die BRK-Bereitschaft Siegsdorf. Deren Leiter wurde von Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goëss exemplarisch gelobt: „Paul Thullner war jeden Tag vor Ort und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass organisatorisch alles perfekt gelaufen ist.“

„Für uns war das ein ganz neuer Einsatz“, schilderte Goëss. „Wir haben zum Teil seltene Krankheitsbilder kennengelernt und auch die Sprachbarriere war eine Herausforderung.“ Zu den Aufgaben der Rotkreuzler in Hörgering zählten neben der Sicherstellung des Sanitätsdienstes auch die medizinische Erstversorgung bei Notfällen, die Erfassung von körperlichen Beschwerden und die Organisation von Arztbesuchen, die Steuerung der Medikamentenausgabe sowie der permanente Austausch mit Regierungsvertretern und Ärzten.

Die Stimmung in der Anlage war sehr friedlich

Als positiv empfunden hat Goëss die Unterbringung der Asylbewerber in einzelnen Wohneinheiten. „Das hat zu einem vergleichsweise entspannten Aufenthalt für die Flüchtlinge geführt und dafür gesorgt, dass Krankheiten selten übertragen wurden.“ Auch sei die Stimmung in der Anlage sehr friedlich gewesen. „Mir sind keinerlei Zwischenfälle bekannt“, so Goëss.

Die in Hörgering gemachten Erfahrungen können die BRK-Helferinnen und –Helfer im Übrigen gut gebrauchen, denn einige von ihnen stehen bereits vor einem ähnlichen Einsatz. In einer ehemaligen Diskothek in Mühldorf werden ebenfalls 200 Asylbewerber vorübergehend einquartiert. „Da helfen wir mit Personal und Material“, berichtete Goëss.

Pressemeldung Bayerisches Rotes Kreuz

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