Autobahnmeisterei Siegsdorf berichtet über die Gründe

Schnee sorgte für Verkehrschaos auf der A8: „Dann hat man ein Problem“

Der Winterdienst hat derzeit viel zu tun. Doch sobald sie selbst fest sitzen, werden die Probleme immer größer.
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Der Winterdienst hat derzeit viel zu tun - besonders auf den Autobahnen. Doch sobald sie selbst fest sitzen, werden die Probleme immer größer.

Vielerorts hört es derzeit gar nicht auf mit dem Schneefall. Dieser sorgte am Montagabend, 25. Januar, besonders auf der A8 für ein Verkehrschaos. Der Winterdienst ist allerdings gut vorbereitet. Probleme gibt es aber trotzdem.

Siegsdorf - „Wir als Autobahnmeisterei haben ganz klare Vorgaben, die unsere Vollbesetzung zur Betreuung der Autobahn betrifft. In diesem Fall waren bereits fünf Fahrzeuge vor dem Schneefall unterwegs. Das größte Problem sind allerdings die Verkehrsteilnehmer, die ihre Geschwindigkeit nicht an den Witterungsverhältnissen anpassen“, schildert Thomas Berschl, stellvertretender Dienststellenleiter in Siegsdorf, gegenüber chiemgau24.de.

Schnee sorgt für Verkehrschaos auf der A8 - Winterdienst gut vorbereitet

Von diesen Verkehrsteilnehmern gab es am Montagabend viele, was für ein Verkehrschaos auf der A8 sorgte. Zum Stillstand würde der Winterdienst nur kommen, wenn es einen Unfall gibt. „Dann muss der Verkehr angehalten werden und somit auch unsere Räumfahrzeuge“, so Berschl. Hinzu kommen Fahrzeuge, die entweder mit uralten Reifen oder sogar Sommerreifen die Steigungsstrecken passieren. „Dann hat man natürlich ein Problem“, erklärt der stellvertretende Dienststellenleiter.

An der Organisation lag es nicht, denn die Autobahnmeisterei ist gut vorbereitet. „Wir waren voll besetzt, alle Fahrzeuge im Einsatz, die Leute sind rund um die Uhr gefahren. Wir haben sogar nach dem ersten Unfall auf sieben Fahrzeuge aufgerüstet. Mehr geht nicht und wäre auch völlig ausreichend“, so die Einschätzung vom Verantwortlichen. Sobald es einen Unfall gibt, stockt der Verkehr und kommt irgendwann zum Stehen. Für einen schweren Lastwagen reicht in diesem Fall die kleinste Steigung, um hängen zu bleiben.

Kettenreaktion ausgelöst

All dies führt zu einer Kettenreaktion, bei der es ganz schwierig ist, wieder raus zukommen. „Der Winterdienst steht im Stau, auf der nicht geräumten Straße hat man so ganz schnell an jeder Steigung Fahrzeuge, die stecken bleiben. Bei einem solchen Schneefall schmeißt uns das dementsprechend zurück“, erklärt Berschl. Fünf Minuten Stehzeit würden oft schon ausreichen.

Im Gebiet der Autobahnmeisterei würde es dazu sehr viele Steigungen geben, die dazu größtenteils keine Standspur haben. „Dann kommen wir auch durch keine Gasse mehr durch und sind eingesperrt. Dann verliert man ein komplettes Winterdienstfahrzeug“, so Berschl. Die Kettenreaktion, die mit dem ersten Unfall gegen 17.30 Uhr begonnen hat, konnte erst gegen 3 Uhr morgens aufgelöst werden.

Berschl: „Wir haben keine Angst vor dem Schnee“

Die Umlaufzeiten seien bei den zehn Mitarbeitern in den fünf Fahrzeugen im Streckenbereich zwischen der Grenze am Walserberg und dem Bernauer Berg eigentlich so gering, dass es keine Probleme geben würde. „Natürlich sind bei diesem Schneetreiben die Fahrbahnen immer weiß. Der Schnee muss ja schließlich auch erst einmal daliegen, damit man ihn wegzuräumen kann“, so Berschl.

Auch in den kommenden Tagen ist weiterhin starker Schneefall gemeldet. Auch am Dienstag gab es zahlreiche Unfälle in der Region. Dennoch blickt der stellvertretende Dienststellenleiter optimistisch in die Zukunft. „Wir haben keine Angst wenn es weiterhin schneit. Normalerweise gibt es aus unserer Sicht kein Problem, wenn sich die Verkehrsteilnehmer den Umständen anpassen und entsprechend ausgerüstet sind“, so der abschließende Appell.

jz

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