Siegsdorf will hunderttausende Euro in Kauf investieren

Warum der Gemeinde dieses Haus so wichtig ist

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In erster Linie will die Gemeinde das Haus kaufen, um den Gehsteig neben dem Haus anzupassen und so die Kurve für die Autofahrer zu entschärfen.
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Siegsdorf - Das denkmalgeschützte Haus an der Traunsteiner Straße steht zum Verkauf - und die Gemeinde will zuschlagen: Was genau man in Siegsdorf nun vor hat. 

Eigentlich hätte sich bereits ein privater Käufer für die ehemalige Bäckerei gefunden - doch auf der Gemeinderatssitzung am Montag fiel der Entschluss, das Vorkaufsrecht der Kommune zu nutzen: "Wenn wir es nicht kaufen, bin ich mir sicher, dass wir jahrelang eine Bauruine dort haben", so die Bedenken von Alex Klammer. 

Konkret geht es der Gemeinde um den Gehsteig vor dem Haus und dem Aichergraben-Bach, der direkt angrenzt. Beide gehören zum Grundstück des Hauses. Den Gehsteig will die Gemeinde anpassen um die Kurve für die vom Berg herunterkommenden Autos zu entschärfen, das Bachgebiet soll saniert werden - geht das Haus dagegen in private Hände, sieht die Gemeinde in diesen beiden Dingen dagegen Stillstand. 

Um welchen Preis es geht blieb natürlich geheim. Matthias Landler verriet nur so viel: "Wenn wir das Gebäude kaufen und die Dinge herrichten lassen, liegen wir sicher bei insgesamt 500.000 Euro." Es gab aber auch kritische Stimmen, so zum Beispiel von Lothar Seissiger: "Ortsplanerisch würde es vielleicht Sinn machen, um die Kurve zu entschärfen, aber finanziell sehe ich keine Vorteile. Dieser Preis ist es nicht wert und der Käufer könnte uns dann wiederum überbieten."

Zwei Gemeinderäte stimmten gegen das Vorhaben, das Vorkaufsrecht zu nutzen.

xe

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