Großkontrolle am Donnerstag

Polizei kontrolliert Reisebusse neben A8 bei Siegsdorf

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Siegsdorf - Am Donnerstagnachmittag, des 6. Juni, fand an der Autobahn BAB A8 München-Salzburg, auf einer nahegelegenen Kontrollstelle, eine großangelegte Kontrollaktion des grenzüberschreitenden, gewerblichen Personenverkehrs statt. Dabei mussten 25 Fahrzeuge bzw. deren Fahrer beanstandet werden. Zur Sicherstellung der zu erwartenden Straf- und Bußgeldverfahren wurde ein Gesamtbetrag von rund 8.000 Euro einbehalten.

Pressemeldung im Wortlaut:

Innerhalb von sieben Stunden kontrollierten etwa 65 Einsatzkräfte von 21 verschiedenen Dienststellen insgesamt 42 Fahrzeuge im grenzüberschreitenden Personenverkehr. Da der Personenverkehr auf der BAB A8 hauptsächlich von ausländischen Linien betrieben wird, wurden auch nur drei Fahrzeuge mit deutscher Zulassung kontrolliert. Gemeinsam mit der Regierung von Oberbayern, dem Hauptzollamt Rosenheim, Vertretern der Landespolizeidirektionen Salzburg und Kärnten, Polizeikräften der Bundespolizei sowie aus den Polizeipräsidien München, Schwaben Nord, Niederbayern, Oberbayern Nord, Oberbayern Süd und der Bayerischen Bereitschaftspolizei, wurde die Überprüfung von 38 Reisebussen und vier Kleintransportern durchgeführt.

Bilder der Großkontrolle bei Siegsdorf am Donnerstag

Die Beanstandungsquote von über 60 Prozent zeigt die Notwendigkeit solcher behördenübergreifenden Kontrollaktionen sehr deutlich: Insgesamt waren 25 der kontrollierten Fahrzeuge bzw. deren Fahrer zu beanstanden, wobei drei Beanstandungen bei den Kleintransportern und den zum Teil mitgeführten Anhängern festgestellt wurden. Bei vielen Bussen bzw. Kleintransportern waren mehrere Übertretungen gleichzeitig festzustellen. Neben Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten sowie die Genehmigungsverfahren wurden auch technische Mängel an Lenkung, Bremsen, Bereifung, Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie zollrechtliche Verfehlungen festgestellt.

Für neun Fahrzeuge war die Reise an der Kontrollstelle beendet. Gutachter vor Ort monierten bei sechs Reisebussen so gravierende Mängel, dass an eine Weiterfahrt nicht mehr zu denken war. An drei Bussen wurden schadhafte oder unzureichende Bereifung bzw. massiver Ölverlust an der Lenkung sowie defekte Bremsleitungen bemerkt. Besonders erschreckend war der Umstand, dass bei drei Busfahrern die Fahrerlaubnisse abgelaufen waren und sie somit ohne die notwendige Fahrerlaubnis Personen durch Europa fuhren.

Bemerkenswert war dabei der Fall eines dänischen Reisebusses. Dessen Firma schickte, um die Weiterfahrt der asiatischen Reisegruppe zu ermöglichen, einen Ersatzfahrer. Bei dessen Eintreffen musste dann aber festgestellt werden, dass seine Fahrerlaubnis ebenfalls abgelaufen war. Letztlich blieb den Businsassen sowie weiteren circa 100 Personen von beanstandeten Bussen nichts anderes übrig, als auf Ersatzfahrzeuge bzw. Taxis auszuweichen. Die Betreuung und Versorgung der Reisenden und der Kontrollkräfte erfolgte dankenswerter Weise von Einsatzkräften des Malteser Hilfsdienstes e.V. Traunstein.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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