Reisegruppe bei Siegsdorf aus dem Verkehr gezogen

Mongole ohne Führerschein zeigt sich beratungsresistent

Siegsdorf - Obwohl ihm erst vor ein paar Tagen sein mongolischer Führerschein von der Polizei abgenommen wurde, setzte sich ein 45-jähriger Chinese erneut hinter das Steuer. Bei der Beifahrerin fand man hingegen nur gefälschte Papiere:

Am Mittwochnachmittag war der vollbepackte ältere Audi A4 mit deutschen Kennzeichen an der Autobahnausfahrt Siegsdorf von den Schleierfahnder aus dem Verkehr gezogen worden. Schnell war klar, dass die Überprüfung der asiatischen Reisegruppe einige Zeit in Anspruch nehmen würde.

Zunächst konnte der Chauffeur weder einen Führerschein noch einen Reisepass vorlegen. Die als Identitätsnachweis mitgeführte Aufenthaltsgestattung berechtigte den Chinesen nur zum Aufenthalt in Baden Württemberg; nicht aber in Bayern, geschweige denn, wie sich anhand von aufgefundenen Quittungen herausstellte, zum „Urlauben“ im Nachbarland Österreich

Keine deutsche Fahrerlaubnis

Die Fahnder konnten ermitteln, dass der aus der chinesischen Provinz Innere Mongolei stammende Mann keine erforderliche deutsche Fahrerlaubnis besaß. Sein Führerschein wurde vor wenigen Tagen in Baden-Württemberg von der Polizei eingezogen.

Nachdem es auch bei den mitreisenden Damen - zwei mongolische Staatsbürger im Alter von 30 und 40 Jahren - ausländerrechtlichen Klärungsbedarf wegen fehlender „Grenzübertrittspapiere“ gab und ein Ersatzfahrer gesucht wurde, schauten sich die Beamten auch das persönliche Gepäck genauer an. 

Der dabei aufgefundene mongolische Führerschein der Beifahrerin entpuppte sich - nach eingehender Dokumentenprüfung - als Fälschung. Dass sich aufgrund der umfangreichen Tatvorwürfe die Weiterreise verzögerte war vorhersehbar. Andererseits konnte erst durch die Vermittlerrolle einer hinzu gezogenen Dolmetscherin ein Ersatzfahrer organisiert werden.

Wiederholungstäter

Obwohl der bereits zweimal ertappte Fahrer vor seiner Entlassung eindringlich über die Folgen einer erneuten „Schwarzfahrt“ hingewiesen wurde, zeigte er sich nur wenige Stunden danach als hochgradig „belehrungsresistent“. 

Kurz vor Mitternacht saß der Arbeitslose - auf Höhe des Autobahndreiecks Brunnthal bei München - schon wieder hinter dem Steuer und wurde von Kollegen der Münchner Schleierfahndung kontrolliert. Die Folge:Dritte Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis innerhalb von nur wenigen Tagen, sowie die Beschlagnahme seines fahrbaren Untersatzes.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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