Sport- und Fitnesszentrum geplant

Traunstein - Den Bau eines Sport- und Fitnesszentrums plant in Traunstein ein Investor auf einem Grundstück, das in der Nähe der neu geschaffenen Verlängerung der Südspange liegt.

Mit seinem Vorhaben stößt er im Rathaus auf offene Ohren: Mit 19 zu vier Stimmen hat der Stadtrat beschlossen, einen Bebauungsplan aufzustellen. Wer der Investor ist, kam in der Sitzung nicht zur Sprache.

Das Bauvorhaben liegt in der Nähe der Straße von Haslach nach Axdorf, dem neuen Kreisverkehr und der Südspange - und zwar südlich einer Bäckerei. Der Investor beabsichtigt, einen 45 Meter breiten und 80 Meter langen Bau zu errichten. Die Wandhöhe: 7,5 Meter. Für das Gebäude ist ein Satteldach festgesetzt, das großflächig zur Energiegewinnung genutzt werden darf.

Mit dem Bebauungsplan, den die Stadt jetzt aufstellt, kommt sie auch der dort angesiedelten Bäckerei entgegen. So schafft sie die baurechtlichen Voraussetzung, dass sich der Betrieb einmal in einer Größenordnung von bis zu 35 Meter erweitern kann.

Die Ausgleichsfläche für die geplante Bebauung beträgt 5000 Quadratmeter. In Betracht kommt ein Stadtgrundstück in Lauter, das als naturnahe Streuobstwiese vorgesehen ist. Die Stadt muss das Grundstück veräußern, was derzeit geprüft wird. Aufgrund der Nähe der Wohnbebauung am Vachendorfer Ring sowie des Mischgebietes an der Sonntagshornstraße muss ein Schallschutzgutachten vorgelegt werden.

Rainer Schenk (Traunsteiner Liste) regte eine Dachneigung von bis zu 32 Grad an, um die Sonnenenergie auf dem Dach optimal ausnutzen zu können. Zu diesem Vorschlag äußerte sich der Leiter des Baurechtsamtes, Bernhard Glaßl, mit Blick auf die Tiefe des Gebäudes kritisch. Dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner (SPD) betonte: "Hier sind wir in jedem Fall dagegen. Das ist städtebaulich nicht vertretbar."

Schenk sagte dann, dass "die Zeit im Stadtrat noch nicht reif dafür" sei - was insbesondere Josef Häusler (CSU) in Rage brachte: "Wir werden hier als Stadträte verunglimpft und für blöd hingestellt." Schenk ruderte zurück und entschuldigte sich bei Häusler.

Der Stadtrat beschloss die Aufstellung des Bebauungsplanes mit 19 zu vier Stimmen. Dagegen waren Schenk, Wolfgang Lenz (UW) sowie Burgi Mörtl-Körner und Wilfried Schott (beide Bündnis 90/Die Grünen).

wz/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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