Wollen Sie die "Fünferpfanne" kaufen?

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Das Gebäude der ehemaligen "Fünferpfanne" an der Salinenstraße soll verkauft werden.
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Traunstein - Die Stadt will die ehemalige "Fünferpfanne" an der Salinenstraße verkaufen. Derzeit sind dort noch rund zehn obdachlose Menschen untergebracht. Was mit ihnen passieren soll:

Verkauft werden soll das komplette Ensemble an der Salinenstraße 23, inklusive des denkmalgeschützten Salzmühlstadls. Das Gebäude der ehemaligen "Fünferpfanne" hat dabei eine Grundfläche von rund 700 Quadratmetern und erstreckt sich über zwei Stockwerke. Der dahinterliegende Salzmühlstadl ist erdgeschossig und nochmal 370 Quadratmeter groß. Soweit zu den Immobilien. Doch die Stadt hat auch einige Auflagen für die Käufer des Ensembles:

Bei der Veräußerung der Liegenschaft sind neben dem Angebotspreis auch die Referenzen zum Umgang mit historischen Gebäuden, und die Zuverlässigkeit bei der Auswahl des Bieters von Bedeutung. Zudem muss sichergestellt sein, dass die Planung und die Umsetzung von einem in denkmalpflegerischen Fragen vertrauten und erfahrenen Architekten bearbeitet werden. Beide Gebäude sind zu erhalten und unter Beteiligung des Landratsamtes für Denkmalpflege zu sanieren. Der Erwerber hat sich zur Sanierung beider Gebäude bis zum 31.12.2018 zu verpflichen.

Doch wie teuer ist eigentlich das Ensemble? Pressesprecherin Carola Westermeier meint dazu: "Ein Mindestgebot gibt es in dem Sinne nicht – entsprechend des Haushaltsrechts darf aber grundsätzlich nicht unter Verkehrswert verkauft werden."

Die ehemalige "Fünferpfanne" in Traunstein

Auf dem Grundstück daneben soll bald ein Salinenpark entstehen - die Verträge dafür sind bereits unterzeichnet. Auch im Hinblick auf die Landesgartenschau 2022, sollen in der Stadt mehr Grünflächen und Parkanlagen geschaffen werden. Ist das der Grund für den Verkauf, um auch das Gebäude der "Fünferpfanne" aufzuhübschen? "Überlegungen zum Verkauf der Gebäude ("Fünferpfanne" und Salzmühlstadel) gibt es schon seit längerer Zeit. Es bedurfte schlichtweg einiger Bearbeitungs- und Vorbereitungszeit. Es besteht entsprechend kein Zusammenhang mit der geplanten Schaffung eines Salinenparks auf dem Franz-Eyrich-Hallenareal."

Bleibt noch die Frage nach einer neuen Unterkunft für die rund zehn Obdachlosen, die noch in dem Gebäude wohnen. "Derzeit werden sie – in Zusammenarbeit mit den Sozialverbänden – anderweitig untergebracht, in einer neu geschaffenen Obdachlosenunterkunft in einem Gebäude am Karl-Theodor-Platz oder – das ist ja auch immer das vorrangige Ziel – in (städtischen) Mietwohnungen", so Westermeier.

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