Stadtpolitik beim Arbeitskreis erörtert

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Traunstein - Aktuelle Stadtpolitik war das Thema beim Treffen des Arbeitskreises Senioren im Café "Intreff". Was alles zur Sprache kam:

Den Bericht der Stadtratsfraktion eröffnete 3. Bürgermeisterin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner mit dem Thema Photovoltaik, das mehrmals auf der Tagesordnung der Stadtratsfraktion gestanden habe. Sie lobte, dass die Stadt Traunstein unter Oberbürgermeister Fritz Stahl jahrelang als erste und einzige Stadt im Landkreis kostendeckende Einspeisevergütungen gewährt habe. Anschließend seien auf vielen städtischen Gebäuden Photovoltaikanlagen errichtet worden, ebenso auf vielen privaten Hausdächern in der Stadt, vor allem in den neuen Baugebieten und im Gewerbegebiet Kaserne. Aktuell solle eine solche Anlage auf der Hans-Dierl-Turnhalle entstehen. Es gebe aber auch Dächer, wo man keine PV-Anlagen wolle.

Die Fraktion habe sich aus rein städtebaulichen Gründen gegen eine PV-Anlage auf dem Rathausdach ausgesprochen. Schließlich habe man bei der Sanierung des Rathauses viel Mühe darauf verwendet, den Neubau in das Altstadt-Ensemble einzubinden. Eine PV-Anlage würde das historische Bild beeinträchtigen. Auch die Rathaus-Nachbarn mussten seinerzeit deutliche Einschränkungen bei ihren Bauvorhaben hinnehmen, um das historische Stadtbild nicht zu stören. Die SPD-Fraktion habe erreicht, dass der Bau der geplanten Anlage auf dem Dach der Schule Haslach auf das Jahr 2012 vorgezogen wird, wenn die Finanzierung gesichert ist. Außerdem befürworte es die Fraktion, dass in Wolkersdorf eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit 46000 qm Fläche Sonnenstrom erzeugen soll, berichtete die Stadträtin. Sie betonte, dass PV-Anlagen nur ein Baustein der erneuerbaren Energien sind, ebenso wie Windkraft und Wasserkraft. Ein weiterer ganz wichtiger Baustein, die Energieeinsparung, werde dank der sehr umsichtigen Hausverwaltung bei den städtischen Gebäuden von jeher praktiziert, wie man auch der Haushaltsplanung 2012 wieder entnehmen könne, hob Wiesholer-Niederlöhner hervor. „Ein modernes Stadion mit Funktionsgebäude statt zweier alter Sportanlagen, dazu eine zeitgemäße Leichtathletikanlage für den Vereins- und Schulsport – das bekommen wir alles zusammen in Traunstein, wenn das neue Sportzentrum Empfing verwirklicht wird“, betonte die Fraktionsvorsitzende Ingrid Bödeker.

Traunstein als Große Kreisstadt und Schulstadt habe damit endlich angemessene sportliche Möglichkeiten anzubieten. Auf Anfrage von Sepp Huber ging sie auf einen weiteren wichtigen Aspekt ein, die städtebauliche Entwicklungsmöglichkeit durch die Bebauung des Triftstadions. Mit fast 100 Wohneinheiten schafft die Stadt neuen Wohnraum in zentraler Lage, für junge Familien ebenso wie für Senioren. Es sei dort nämlich ein eigenes Wohnprojekt für Senioren geplant, so die Stadträtin. Sowohl das neue Sportzentrum als auch das neue Wohngebiet erhöhen die Attraktivität von Traunstein auch für Neubürger, sagte Bödeker. „Für den Ausbau der Klosterkirche als Kunst- und Kulturzentrum gilt das genauso“, ergänzte Stadtrat Konrad Obermaier. Die SPD-Fraktion begrüße ausdrücklich das geplante Verfahren, mit dem das große Projekt verwirklicht werden soll, nämlich Vorbereitung und Betreuung durch ein erfahrenes Architekturbüro, betonte Obermaier. Man werde in Abschnitten planen und bauen müssen, um die Finanzierung sicherzustellen.

Dabei dürfe man nicht vergessen, dass hohe Fördermittel zu erwarten seien, die über die Hälfte der Bausumme ausmachen. Eine Sanierung der Klosterkirche stehe ohnehin an, da wäre es schade, wenn man die Chance nicht ergreifen würde, die Nutzungsmöglichkeiten deutlich zu verbessern, so Obermaier. Ernst Holl fragte nach der Fußgängerüberführung über die Salzburger Straße beim neuen Kreisverkehr.

Waltraud Wiesholer-Niederlöhner erinnerte daran, dass die SPD-Fraktion sich schon in der letzten Sitzungsperiode des Stadtrats zusammen mit der heimischen Bundestagsabgeordneten Bärbel Kofler für den Bau und die Finanzierung durch den Bund eingesetzt habe. Ein sicherer Überweg sei dort absolut notwendig. Sie hoffe, dass noch eine einvernehmliche Lösung mit den Nachbarn wegen der notwendigen Fläche erreicht werden könne.

Pressemitteilung SPD Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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