Stadtverband fördert die Sportvereine

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Traunstein - Die Stadt Traunstein fördert das Sport- und Freizeitangebot in den Traunsteiner Sportvereinen im aktuellen Haushaltsjahr mit 42.000 Euro. Und so werden die Zuschüsse aufgeteilt:

Wie die Zuschüsse aufgeteilt werden, beschlossen die Vereinsvertreter in der Jahreshauptversammlung des Stadtverbands der Sportvereine Traunstein im Schützenheim in Haslach. Veränderungen ergeben sich weder an der Gesamthöhe der Zuschüsse, noch am Verteilungsschlüssel. Vorsitzender Stefan Namberger zeigte sich erfreut, dass die Stadt Traunstein trotz der nicht ganz einfachen Haushaltslage die Sportförderung im bisherigen Umfang beibehalten hat: „Wir sind froh, dass die Zuschüsse für die Vereine nicht gekürzt wurden.“ Er könne nur jedes Jahr wieder unterstreichen, dass die Sportvereine aus dem Rathaus immer volle Unterstützung erhielten. Das gelte nicht nur in finanzieller, sondern auch in jeder anderen Hinsicht.

Von den 30 Mitgliedsvereinen des Stadtverbandes haben 24 Vereine Meldeformulare für Zuschüsse eingereicht. „Die anderen gehen leider leer aus, aber das ist ihre eigene Schuld“, bedauerte Namberger. Insgesamt kann der Stadtverband wieder 42.000 Euro an die Sportvereine ausbezahlen. Mit fast 16.000 Euro entfällt der größte Einzelposten auf die Übungsleiterstunden. Jede der 20.000 Übungsleiterstunden, die im vergangenen Jahr geleistet wurden, honoriert der Stadtverband mit 80 Cent. Für die Jugendarbeit bekommen die Traunsteiner Sportvereine rund 10.000 Euro und für Betrieb und Unterhalt der Sportanlagen rund 7700 Euro. Wie Namberger anmerkte, haben die Vereine, die von den Zuschüssen profitieren, zusammen fast 7000 Mitglieder, von denen 2200 Jugendliche sind.

In seinem Bericht betonte der Vorsitzende, dass in der Stadt Traunstein hervorragender Sport geboten werde und man auf ein erfolgreiches Sportjahr zurückblicken könne. Zwar habe die Teilnehmerzahl der Sportlerehrung nicht ganz den Rekord des Jahres 2009 erreicht, aber die Resultate und Erfolge der Traunsteiner Sportler seien auf dem gleichen Niveau geblieben. Das belegten zahlreiche Deutsche und Bayerische Meistertitel sowie die erfolgreiche Teilnahme von Traunsteiner Sportlern an Welt- und Europameisterschaften. Unter anderem ehrte der Stadtverband den Traunsteiner Langläufer Tobias Angerer für die Bronzemedaille bei der Nordischen Ski-WM in Oslo. Ein weiterer Höhepunkt für den Stadtverband war die Jubiläumsfeier zum 60-jährigen Bestehen, das vor einem Jahr am gleichen Wochenende wie das Sportlertreffen mit den Partnerstädten stattfand.

Eine sehr gute Resonanz sei bei der Stadtmeisterschaft im Schießen zu verzeichnen gewesen. „Das ist die Stadtmeisterschaft, die von den Bürgern am besten angenommen wird“, so Namberger. Leider würden sich die zwei kleinsten Schützengesellschaften in Traunstein nicht mehr in der Lage sehen, eine Stadtmeisterschaft auszurichten. Er bitte deshalb die vier größeren Schützenvereine, in Zukunft in kürzeren Abständen als Ausrichter aufzutreten, um die Veranstaltung wie gewohnt im jährlichen Turnus beibehalten zu können. Ausrichter der nächsten Stadtmeisterschaft ist von 24. bis 30. Oktober die SG „Edelweiß“ Haslach.

Der Kassenbericht von Christa Fuchs machte deutlich, dass die Sportförderung der Stadt Traunstein nicht nur die wichtigste, sondern auch die einzige Einnahme des Stadtverbands ist. Das Vermögen beträgt aktuell rund 17.000 Euro. Oberbürgermeister Manfred Kösterke regte an, die Rücklagen aufzulösen und das Geld für die Arbeit der Vereine zur Verfügung zu stellen. „Die Zuschüsse der Stadt Traunstein sind nicht zum Horten bestimmt, sondern für die Vereine“, betonte Kösterke. Mit einem Teil der Summe könne der Stadtverband zum Beispiel die jungen Traunsteiner Sportler unterstützen, die nächste Jahr mit ihren Vereinen zum Sportlertreffen nach Gap fahren. Wie Kösterke in seinem Grußwort weiter sagte, werde im Sport „die beste Jugendarbeit auf der Welt“ geleistet. In den Traunsteiner Sportvereinen würden über 2200 Kinder und Jugendliche ausgezeichnet betreut, was für die Stadt Traunstein auch der Hauptgrund sei, den Sport in Traunstein zu fördern. „Von der Arbeit in den Sportvereinen kann unsere Stadt nur profitieren. Es ist gut zu wissen, dass das Vereinsleben so gut funktioniert wie hier in Traunstein“, würdigte der Oberbürgermeister den ehrenamtlichen Einsatz in den Traunsteiner Vereinen.

Neue räumliche Möglichkeiten für den Kegelsport in Traunstein wünschte sich in der Aussprache der Vorsitzende des Postsportvereins Dieter Mährle. In der Stadt fehle leider eine Kegelbahn für die Austragung von Wettbewerben und Meisterschaften, weshalb sein Verein schon seit Jahren nach Ruhpolding ausweichen müsse. Allerdings würden die Traunsteiner nicht nach Ruhpolding fahren und umgekehrt die Ruhpoldinger nicht in einen Traunsteiner Verein eintreten.

Neben den formalen Punkten standen in der Jahreshauptversammlung auch Ehrungen für verdiente Persönlichkeiten auf der Tagesordnung. Christian Kellner vom RTC Traunstein, mehrfacher Deutscher Meister im Motorradfahren, erhielt für seine sportlichen Erfolge die Kristallkugel des Stadtverbandes. Eine weitere Ehrung gab es für den Sportreferenten des Traunsteiner Stadtrates, Uwe Steinmetz, der vor kurzem seinen 70. Geburtstag feierte und zum 90. Mal den Traunsteiner Sportlerstammtisch veranstaltete. „Uwe Steinmetz lebt für den Sport in Traunstein und er ist selbst ein Stück Traunsteiner Sportgeschichte“, so Namberger. Als kleine Anerkennung bekam der bekennende Löwen-Fan Steinmetz ein Trikot seines Lieblingsvereins TSV 1860 München mit der Rückennummer 30 geschenkt – so viele Jahre unterstützte Steinmetz als 2. Vorsitzender die Arbeit des Stadtverbandes.

Mit einigen persönlichen Worten verabschiedete sich Reinhold Steiger von den Traunsteiner Sportvereinen, für die er 25 Jahre lang der erste Ansprechpartner in der Stadtverwaltung war. „Die Zusammenarbeit mit den Vereinen war nicht nur gut, sondern auch freundschaftlich“, betonte Steiger, der seit 1. April im Ruhestand ist. In all den Jahren bei der Stadt Traunstein überprüfte Steiger die Zuschussanträge der Vereine, bearbeitete die Vorschläge für Ehrungen, bereitete die Sportlerehrung und die Sportlertreffen mit den Partnerstädten vor. „Er war immer für jeden da“, würdigte Namberger die Arbeit von Steiger, dem er zum Abschied unter dem kräftigen Applaus der Sportfunktionäre einen Geschenkkorb überreichte. Als Nachfolgerin und neue „Frau für den Sport“ in der Stadtverwaltung wurde in der Versammlung Sabrina Haberlander vorgestellt und vom Stadtverband mit einem Blumenstrauß willkommen geheißen: In Zukunft betreut Sabrina Haberlander im Rathaus sämtliche Sportangelegenheiten. Für die Fragen und Wünsche der Vereine hat die junge Frau auch telefonisch unter 0861/65-254 immer ein offenes Ohr.

Pressemeldung Stadt Traunstein

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