Starkbierfest  - "a Riesengaudi"

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Traunstein - Starkbierzeit in Traunstein: Rund 200 Gäste wollten sich das köstliche Gebräu und das Derblecken nicht entgehen lassen.

Die Stadtmusik Traunstein unter der Leitung von August Spiel sorgte für eine gute Stimmung. An die 200 Gäste konnte Bernhard Sailer begrüßen, Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke mit Frau, zweiter Bürgermeister Hans Zillner mit Gattin, Stadtpfarrer Sebastian Heindl, Stadträte, sowie Landtagsabgeordneter Kurt Steiner , Verkehrsminister Peter Ramsauer , Otti Fischer Schauspieler, Miss Chiemgau Susanne Hausschmid, Bayerische Bierkönigin Franziska Zierl, Altbürgermeister Fritz Stahl , Wolfgang Wörner , Schorsch Maier und viele andere.

Starkbierfest Hofbräuhaus

Die Starkbierzeit hat ihren Ursprung im 17. Jahrhundert. Das Starkbier als "flüssige Fastenspeise" nährte die brauenden Mönche, brach jedoch die strengen Fastregeln nicht. Im 18. Jahrhundert wurde es in München üblich, den bayerischen Kurfürsten zum alljährlichen Anstich des Starkbiers einzuladen und ihm den ersten Krug Bier auszuschenken. Mit Mandat vom 31.März 1751 gestattete Kurfürst Maximilian III. ausdrücklich den öffentlichen Bierausschank. Das Starkbier labte nun jedermann. Aus dieser Zeit stammt auch die Tradition der Starkbierfeste und deren Ablauf: Die Veranstaltung beginnt mit dem Anzapfen und der eigentlichen Bierprobe. Die erste Maß, die früher dem Kurfürsten zustand, wird seit den 60er Jahren dem politischen Oberhaupt gereicht. Es wird allerdings nicht erwartet, das er die "klassische" Probe durchführt: das Fastenbier galt als stark genug, wenn eine Bank, über die das Bier verschüttet worden war, beim Aufstehen an der Lederhose kleben blieb.

Höhepunkt der Veranstaltung ist das Derblecken, ein politisches Kabarett, in dem heute der Traunsteiner Lindl (A.Fuchs) das örtliche Geschehen, witzige Begebenheiten und den einen oder anderen Tritt ins "Fettnäpfchen" der anwesenden Polit- und Lokalprominenz mit dem typisch bayerischen hintergründigen Humor berichtete und kommentierte. Das Derblecken geht auf die Begrüßung der Gäste durch ihren Wirt zurück, der früher noch alle Dorfbewohner persönlich kannte und mit den im Ort kursierenden Geschichten und Gerüchten bestens vertraut war. Vom humorvollen und selbstbewussten Lindl der von seinem Sockel am Stadtplatz herunter stieg, wurden die Politiger mit den Traunsteins Geschichten "n`aufgeschossen".

Max Karpf

Rubriklistenbild: © kaf/re

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