Stimmungsvoller Ausklang des Trachtenjahres

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Fröhliches Musizieren im Trachtenverein.

Nußdorf - Der Trachtenverein Nußdorf/Chiemgau feierte einen besinnlichen Jahresabschluss. Dabei musizierten die Jüngsten wieder vorzüglich.

Eindrücke von der Abschlussfeier.

Bei der Jahresabschlussfeier des Trachtenvereins standen wieder einmal die Jüngsten im Mittelpunkt – die Buam und Dirndl der Kinder- und Jugendgruppe. Sie gestalteten die adventliche Feier mit Musik, Gesang und einem Theaterstück und stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass ihre Talente keineswegs nur im Plattln, Dirndldrahn und im Volkstanz liegen. Vielmehr zeigten die Buben und Mädchen, welche vielfältigen Talente sie besitzen. Die Vereinsmitglieder und Besucher im vollbesetzten Trachtlerheim waren begeistert und belohnten die rund dreistündige Darbietung mit viel Applaus.

Eröffnet wurde die Feier vom Bläser-Duo mit Stefan Osenstätter und Moritz Berger, von einem Klarinetten-Sextett und dem großen Chor der Trachtenkinder. Deren herzerfrischender, fröhlicher Gesang ließ wohl keinen der Zuschauer und Zuhörer ungerührt. Mit „Schaut`s no ausse“ besangen sie eine Schlittenfahrt. Mit großem Eifer, kräftig und stark, aber auch leise und zurückhaltend sangen die Buben und Mädchen unter der Leitung von Alfons Osenstätter auch „Der Winter kimmt, es is scho kalt“ und „Auf, auf, es ist scho Tag.“

Die Blockflöte ist für viele Kinder der Start zum Musizieren - das erste Instrument, das sie Spielen lernen. Dass auch ein 20-köpfiges Blockflöten-Orchester das Hinhören lohnt, bewiesen die Trachtenkinder mit dem Hirtenlied III und dem Barbara-Menuett. Nicht weniger beeindruckend die Querflötenmusik, begleitet von Harfen und Gitarren. Die Stubn-Musi beschenkte das Publikum mit einem „Deutschen Tanz“ und dem bekannten „Nikolo bum bum.“ „Heid schneibelt`s scho“ sangen Martina Schuster und Markus Osenstätter. Schmilzt die weiße Pracht, dann heißt es „Übers Bacherl“ zu springen. Das Ziach-Duo Markus Osenstätter und Andreas Niederbuchner tat dies musikalisch mit dem gleichnamigen Stück, begleitet von Christina Niederbuchner mit der Gitarre. Adventliche Erwartung verbreiteten die Kinder mit dem Gedicht „Der Bratapfel“ und einem Hirtenspiel. Mit „Es wird scho glei dumper“ – gesungen von allen Mitwirkenden und dem Publikum endete der musikalische Teil. Die Zuhörer belohnten die rund einstündigen, wohlklingenden Musik- und Gesangsdarbietungen mit viel Applaus.

Eindrücke von der Abschlussfeier.

Mit ihrem Lied „Es ist de liachte Zeit“ und der mutigen Aufforderung „Komm nur herein, wollen brav immer sein“ riefen die Kinder den Nikolaus auf die Bühne. Von ihm, dem Mann mit der Mitra, gab es fast nur Lob für die Kinder und Jugendlichen. Der Nikolaus erinnerte an die Anekdoten und Höhepunkte des Vereinsjahres. Mit Geschenken würdigte er die guten Leistungen bei den vielen Wettbewerben sowie das beständige Proben der jungen Trachtler.

Viel Beifall erhielt auch der Sketch „Der geflügelte Rebell“, mit der Jugendgruppe in Szene gesetzt von Hilde Zimmermann. Der Himmelsbote Nikodemus rebelliert. Er hält die Himmelswerkstatt für schlecht organisiert und die Engel für ungenügend ausgebildet. Das himmlische System und die Arbeitsabläufe seien veraltet, „ein Computer muss her!“ Von Petrus fordert er zudem einen eigenen Dienstschlitten, eine Gefahrenzulage, weil seine Flügel veraltet seien, Reisekosten, Flug- und Höhenzulage und, und, und…

Soviel Arroganz bestraft Petrus mit der Verbannung des Nikodemus auf einen irdischen Christkindlmarkt, wo er als Statue belacht und verspottet wird. Schnell ist der Rebell Nikodemus geheilt, bereut seine Hochnäsigkeit, befürchtet jedoch, nicht mehr in den Himmel zurück zu dürfen. Er verzichtet jedoch auf alle Forderungen und das versöhnliche Ende der Geschichte lässt Nikodemus in die himmlischen Sphären zurückkehren.

Jugendleiter Alfons Osenstätter erinnerte zum Abschluss, was die Buben und Mädchen im Jubiläumsjahr des Vereins geleistet haben. Eine erfolgreiche Jugendarbeit sei aber nur durch das Zusammenwirken vieler Mitstreiter und Helfer möglich. Er würdigte die großartige Unterstützung von Hildegard Zimmermann, Franz Niederbuchner, Monika Schuster, Silvia Osenstätter, Viktoria Schützinger und Christa Niederbuchner, sowie der Eltern und Großeltern. Aus der Jugendgruppe in die Aktivengruppe verabschiedeten sich Raphael Block, Christina Niederbuchner, Regina Niederbuchner, Andreas Osenstätter, Franzi Schützinger, Johanna Volk. Den Schlusspunkt der gelungenen Advents- und Jahresabschlussfeier bildete die Verabschiedung von Hilde Zimmermann, die ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Jugendleiterin nach 13-jährigem, sehr engagiertem Wirken beendete. Alfons Osenstätter und die rund 50 Kinder sangen „So schön war die Zeit“, was nicht nur die Hilde zu Tränen rührte. „Eine überaus erfolgreiche Ära geht zu Ende“ meinte Vereinsvize Andreas Osenstätter.

pv

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