Streik bringt Kliniken in Bedrängnis

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Bad Reichenhall/Traunstein - Die Kliniken Südostbayern AG wird in Bad Reichenhall, Traunstein und Trostberg in der dritten Woche bestreikt. Sollte der Streik noch länger dauern wird es kritisch.

"Der Schaden für die Kliniken Südostbayern AG wird von Tag zu Tag mehr", berichtet Vorstand Stefan Nowack. "Er liegt jetzt schon deutlich im sechsstelligen Bereich." Und das ist nur der finanzielle Schaden.

Die Kliniken vor allem im Berchtesgadener Land haben schwer gegen die Salzburger Übermacht anzukämpfen. Wenn ein "normaler" Patient in Bad Reichenhall derzeit nicht behandelt wird, geht er eben nach Salzburg. Das befürchtet zumindest der Kliniken-Vorstand. Und dann wird es mit der Positionierung gegenüber dem österreichischen Nachbarn noch schwieriger.

"Die Patienten, deren Operationen verschoben worden sind, zeigten zwar überwiegend Verständnis, aber wenn die OP zum dritten mal verschoben wird, ist das auch vorbei", befürchtet Nowack. Ob Fälle verloren gehen, könne man natürlich erst nach dem Streik feststellen, aber die Befürchtung sei da. Außerdem seien die sogenannten Fallzahlen bereits erheblich zurückgegangen.

"Ich habe für den Streik wenig Verständnis", betont Nowack. "Der Tarifkonflikt wird sicher nicht in Bad Reichenhall entschieden." Außerdem gebe es in einem Krankenhaus noch andere Angestellte wie beispielsweise die Pflegekräfte, die unter gleichen Bedingungen arbeiten.

Für den Kliniken-Vorstand ist das Schlimmste, dass er zu den Tarifverhandlungen und somit einem Streikende nichts beitragen kann. Sollte der Streik kommende Woche weitergehen, müsse er sich aber einmischen und an die Vernunft der Ärzte appelieren. "Die Kliniken kommen in schwere Bedrängnis, wenn der Streik noch länger andauert", so Nowack. Vor allem den Patienten, könnten die Ärzte das nicht zumuten.

red-bgl24/cz

Rubriklistenbild: © dpa

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