Südspange für Verkehr freigegeben

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Traunstein - Der zweite Abschnitt der Südspange Traunstein wurde am Donnerstagnachmittag nach mehr als einjähriger Bauzeit für den Verkehr freigegeben.

„Der nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit fertig gestellte zweite Abschnitt der Südspange wird die Innenstadt von Traunstein und insbesondere den Ortsteil Haslach vom übergeordneten Verkehr spürbar entlasten und somit die Situation für die lärmgeplagten Anwohner erheblich verbessern“ sagte Oberbayerns Regierungspräsident Christoph Hillenbrand bei der Verkehrsfreigabe. Mit im Gepäck hatte er auch einen weiteren Förderbescheid der Regierung in Höhe von 200.000 Euro für die Stadt Traunstein.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke freute sich über die neue Straße, mit der „ein zentrales Verkehrsprojekt für die positive Weiterentwicklung der Stadt Traunstein seinen Abschluss findet.“ Der heutige Tag sei für die Stadt Traunstein ein Grund zum Feiern. Die Straße habe auch für das regionale Verkehrsnetz vor Allem für den Tourismus und die Unternehmen im Landkreis Traunstein Bedeutung. Er bedankte sich für die seinerzeitige Weitsicht der früheren Oberbürgermeister Rudolf Wamsler, des anwesenden ehemaligen Stadtoberhaupts Fritz Stahl und den vielen anwesenden Stadträten. Das Projekt sei auch möglich gewesen, weil es eine hohe Akzeptanz für die Maßnahme von Seiten der Grundstückseigentümer und Anwohner gegeben habe. „Ich bin froh, dass die Bürger in Traunstein erkennen, dass ein gut ausgebautes Straßennetz für sie kein Nachteil ist, sondern nur Vorteile bringt“ so das Stadtoberhaupt.

Für den neuen Kreisverkehr hat der Traunsteiner Künstler Rolf Wassermann eine drei Meter hohe Stele gestaltet, ein „gelungenes Beispiel für Kunst im öffentlichen Raum“ wie der Oberbürgermeister fand (wir berichten noch ausführlich über das Kunstprojekt).

Fotos der Eröffnung

Eröffnung Südspange

Regierungspräsident Christoph Hillenbrand wies darauf hin, dass der Verkehr im Zentrum von Städten oft enorme Probleme verursache. „Deshalb ist dieses Projekt nötig.“ Er wies darauf hin, dass der Wettstreit der Kommunen um die Fördermittel zunehme. „Viele bayerische Kommunen drängen sich an den Förderhahn.“ Dies hätte dazu geführt, dass die Fördersätze gesenkt wurden, Traunstein hätte aber noch höhere Förderungen erhalten. Sein Plädoyer für ein optimal ausgebautes Straßennetz: „Nur mit leistungsfähigen Straßen können wir am globalen Wettbewerb teilnehmen.“

Der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser freute sich über den 2. Bauabschnitt, hoffte aber noch auf einen Dritten, in dem die Chiemseestraße an das jetzt fertig gestellte Projekt angebunden werden solle. Dies sei nötig, um die überlastete Wegscheidbrücke zu entlasten. Massive Kritik übte er an der „Bürgerallianz grenzenlos“ und wies darauf hin, dass man im Landkreis weiter die Verkehrswege optimieren wolle. Dies finde sich auch in dem Programm „Bildung und Infrastruktur“ wieder. Er verwahrte sich gegen Kritik der Bürgerinitiativen: „Wir tun etwas für den Umweltschutz. Wir bauen unsere Region nicht zu.“ 149.000 Fahrzeuge seien im Landkreis angemeldet, 15.500 davon in der Stadt Traunstein. „Der Verkehr muss bewältigt werden“ so der stellvertretende Landrat, der die Südspange als nachhaltiges Projekt zur Entlastung des Verkehrs insbesondere für die Anlieger in Haslach bezeichnete.

Fotos der Bauarbeiten

Bauarbeiten an der Südspangenverlängerung

Martin Strasser von der Planungsgruppe Strasser & Partner führte die Zahlen zum jetzt fertig gestellten Straßenprojekt aus (siehe nebenstehenden Bericht) und freute sich darüber, dass man den Kostenrahmen eingehalten habe: „Das wird eine ziemliche Punktlandung“.

Die beiden Geistlichen, Stadtpfarrer Georg Lindl und sein evangelischer Kollege Pfarrer Sebastian Stahl schlugen in ihrer Straßensegnung eine Brücke zu den Straßen als geistliches Sinnbild für Menschen, die auf dem Weg zu Gott seien und mahnten auch im Straßenverkehr Tugenden für einen reibungslosen Straßenverkehr an. Rücksichtnahme und aufeinander Acht geben seien auch auf dieser neuen Straße nötig, damit die Straße zu keinem Unfallschwerpunkt in der Stadt werde. Die Straße sei „Mittel zum Zweck“ für Menschen, die sich oft auf dem Weg zu ihrem zu Hause beziehungsweise auf dem Weg zu ihrer Familie befinden würden. „Dann können auch 9000 Quadratmeter Asphalt zum Segen werden.“

awi

Rubriklistenbild: © Karpf

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