Neue Gemeinderätin vereidigt

Surbergs Bürgermeister bedankt sich für die Bewältigung des Schneechaos

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Als Nachrückerin für Claudia Spohn vereidigte Bürgermeister Josef Wimmer Dr. Andrea Grote als neue Gemeinderätin.

Surberg - Bürgermeister Josef Wimmer sprach Dank der Gemeinde an die zahlreichen Helfer während des Schneechaos aus. Dr. Andrea Grote wurde als neue Gemeinderätin vereidigt.

Seine besten Wünsche zum Neuen Jahr und für eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit verband Bürgermeister Josef Wimmer in der ersten Sitzung des Surberger Gemeinderats mit einem großen Dank an alle Helfer bei der Bewältigung des Schneechaos' zu Jahresbeginn. Nachdem der Gemeinderat in seiner Dezembersitzung formell die Niederlegung des Amtes von Gemeinderätin Claudia Spohn festgestellt hatte, vereidigte der Bürgermeister Dr. Andrea Grote als Nachrückerin für die Liste „Bündnis 90/Die Grünen“. 

Wimmer stellte fest, es seien die große Schneemassen gefallen, wie sie in einem so kurzen Zeitraum noch nicht gefallen seien. Es sei eine Extremsituation für den gemeindlichen Bauhof gewesen, zumal noch ein großer Lastwagen mit Getriebeschaden ausgefallen sei. Je länger das Schneechaos gedauert habe, desto mehr hätten Bürger dem Winterdienst gedankt, dass er die Schneemassen bewältigt habe. Ungut sei gewesen, dass immer wieder Anwohner den Schnee zurück auf die Straßen geworfen hätten, nachdem der Schneepflug vorbei gefahren sei. „Dies ist nicht zulässig“, betonte er. 

Die Feuerwehr habe sich ab dem 6. Januar zunächst um umgestürzte Bäume gekümmert und ab dem 11. Januar begonnen, Dächer abzuräumen. Dabei sei sie von Feuerwehren aus dem Landkreis Freising unterstützt worden. „Einige Gebäude waren durchaus ganz gewaltig gefährdet“, meinte das Gemeindeoberhaupt. Sein besonderer Dank galt dem Ersten Kommandanten Stefan Burghartswieser, dem Zweiten Kommandanten Bernhard Wimmer sowie dem Zweiten Bürgermeister Michael Wimmer, der die Gebäude in statischer Hinsicht begutachtet habe. „Ich darf mich bei allen, den Mitarbeitern des Bauhofs, den beteiligten Feuerwehrkräften, aber auch bei allen Bürgern, die sofort bereit waren, mitzuhelfen und die Situation zu bewältigen, bedanken“, so Wimmer. 

Den zweiten Bauabschnitt des Kanalsanierungskonzepts stellte Lisa Pfann vom Ingenieurbüro HPC AG in Übersee vor. Aufgrund der Eigenüberwachungsverordnung Bayern sei die Gemeinde verpflichtet den Kanal zu prüfen und zu befahren, betonte der Bürgermeister. Diese vorgeschriebenen Kamerabefahrungen und Dichtigkeitsprüfungen seien Grundlage für das Kanalsanierungskonzept. Laut Pfann wurden in den Bereichen Hallabruck, Ettendorf, Oed, Lauter, Surtal und Surberg rund5800 Meter Rohrleitungen mit den dazu gehörigen Schächten überprüft. Den jeweiligen Zustand erläuterte sie dem Gemeinderat anhand von Lageplänen. Als Optionen nannte sie Einzelreparaturen oder „Linersanierungen“, bei denen ein neues Rohr in das alte Kanalrohr eingeschoben und verfestigt wird. Die Gesamtkosten für die Sanierung des betroffenen Kanals bezifferte sie auf rund511 000 Euro, wobei der größte Kostenpunkt auf den Bereich Surberg mit etwa 272 000 Euro fällt. Ungefähr 239 000 Euro entfallen dann noch auf Surtal und die restlichen untersuchten Bereiche. Der Bürgermeister erklärte, man müsse sich einen Zeitplan überlegen und schauen, was man bereits im Haushalt 2019 übernehmen könne. Anschließend gab Franz Gruber vom Ingenieurbüro HPC AG nähere Informationen darüber, welche Maßnahmen die Gemeinde Surberg ergreifen könnte, um die Einleitung von Regenwasser in die Kläranlage Traunstein zu vermindern. 

Keine Einwände hatten die Gemeinderäte gegen den Abbruch eines Wohnhauses und die Neuerrichtung eines Einfamilienhauses mit Garage in Hufschlag. Der Bürgermeister sagte dazu, das Bauvorhaben liege innerhalb des im Zusammenhang bebauten Ortsteils Hufschlag und füge sich in die Eigenart der näheren Umgebung ein. Durch die Lage des Grundstücks an der Ortsstraße und den Anschluss an den gemeindlichen Mischwasserkanal sei die Erschließung gesichert, sodass das gemeindliche Einvernehmen erteilt werden könne. 

Ohne Debatte wurde auch der Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage im Bereich des Bebauungsplans „Hallabruck-Vorderfeld“ genehmigt. Der Antragsteller beantrage die Vorlage im Genehmigungsfreistellungsverfahren, weil er alle Festsetzungen des Bebauungsplans einhalte und die Erschließung gesichert sei, so Wimmer. 

Ferner fasste das Gremium den Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Gemeindeverbindungsstraßen nach Hinterleiten, Fuchsreut und in Buchbichl. Die Kostenschätzung für alle drei Baumaßnahmen belaufe sich 110 000 Euro, sagte er. Die dafür notwendigen Haushaltsmittel sollen im Haushalt 2019 bereit gestellt werden. 

Der Bürgermeister gab bekannt, dass für den Umbau des Trachtenraums der Trockenbau zum Angebotspreis von rund 10 650 Euro und der Einbau der Holzdecke zum Angebotspreis von etwa 18 350 Euro an die Zimmerei Eckart in Surberg vergeben worden ist. Den Bodenbelag verlegt die Firma Hamberger GmbH in Stephanskirchen zum Angebotspreis von rund 20 700 Euro. Die Vergabe der Türen erfolgte an die Schreinerei Heehr in Teisendorf zum Angebotspreis von knapp 8500 Euro.

Bjr

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