Kurz vor Kriegsende

Gedenken an das SS-Massaker von Surberg

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Surberg - Am 3. Mai vor 70 Jahren erschossen SS-Männer noch 61 Gefangene. Und das, obwohl die Amerikaner angekommen waren. Dieser Schandtat wurde am Sonntag gedacht.

Am 3. Mai vor 70 Jahren ist die Stadt Traunstein von US-Truppen von der Nazi-Herrschaft befreit worden. Im nahen Surberg haben SS-Schergen an einem Waldrand dagegen noch ein Massaker an KZ-Häftlingen verübt.

61 Gefangene aus verschiedenen KZs wurden nach einem Todesmarsch von ihren Bewachern in Surberg erschossen. Deswegen gab es am Sonntagmittag eine Gedenkfeier am Ort der grausamen Tat. Die Veranstaltung seit drei Jahrzehnten statt.

Surbergs Bürgermeister Josef Wimmer und der stellvertretende Landrat Josef Konhäuser hielten Reden, berichtet die Bayernwelle. Konhäuser sprach dabei von einer "Spur des Grauens", die sich durch den Landkreis zog und warnte vor einem zunehmenden Rechtsradikalismus, deren Tendenzen auch in der Region zu erkennen seien.  

Fast zeitgleich zum Massaker wurde damals die Stadt Traunstein kampflos von Bürgermeister Georg Seufert an die US-Truppen übergeben worden. Das Stadtoberhaupt ist damals mit einigen Getreuen den Amerikanern an der Blauen Wandstraße mit einer weißen Fahne entgegen gefahren. Verfolgt von Nazis, die eine friedliche Übergabe verhindern und den Bürgermeister aufhängen wollten. Zur gleichen Zeit haben Widerstandskämpfer verhindern können, dass Brücken über die Traun in der Stadt von der SS gesprengt wurden.

Quelle: Bayernwelle Südost

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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