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Surberger Grünen stellen ihre Ziele vor

Europaabgeordneter zu Gast bei den Surberger Grünen

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v.l.n.r.: Dr. Andrea Grote, Gisela Sengl, Martin Häusling, Elke Scheil

Surberg - Landratskandidatin Gisela Sengl und die Surberger Grünen stellen ihre Ziele für eine ökologische und zukunftsorientierte Kommunalpolitik vor, Martin Häusling spricht zur regionalen Relevanz europäischer Agrarpolitik.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Martin Häusling weiß, wovon er spricht, denn der Europaparlamentarier und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA ist gelernter Agrartechniker und seit mehr als dreißig Jahren Biolandwirt. Die Zentrale der Agrarpolitik liege in Brüssel und formuliere aktuell für die dringend notwendige Agrarreform einen Strategieplan, dessen Maßnahmen aus grüner Sicht zu unkonkret seien, viel zu kurz griffen und den Rotstift dort massiv ansetzten, wo die finanziellen Mittel zur Verwirklichung der dringlichen Klimaschutzmaßnahmen gebraucht würden. Dies erklärte der aus Nordhessen stammende Politiker bei seinem Vortrag "Zukunft Landwirtschaft - was hat die Region mit Europa zu tun?" am Sonntag, 1. März, im Lauterer Wirtshausstüberl dem interessierten Publikum. Häusling betonte, dass über Flächengrößen definierte Direktzahlungen an Landwirte, wie in der so genannten ersten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) festgelegt, nicht zielführend seien. Dass es darum gehen müsse, Landwirte für ihre Umweltleistungen zu entlohnen, unterstrich auch Gisela Sengl, Landtagsabgeordnete und Landratskandidatin der Grünen: "Honoriert werden muss ein Landbau, der nachweislich Verbesserungen für die Luft- und Bodenqualität sowie den Wasser-, Arten- und Tierschutz erbringe. Dies leistet eine ökologische Erzeugung unserer Lebensmittel." Die unumgängliche Entfernung von einer Intensivnutzung mit Agrarchemie bedeute aber laut Sengl nicht, dass in jedem Fall der direkte, wenn auch erstrebenswerte Schritt in die Biolandwirtschaft getan werden müsse - auch in der konventionellen Landwirtschaft gäbe es viele gangbare und auch geförderte Maßnahmen für eine lohnens- und belohnenswerte umweltverträgliche Lebensmittelerzeugung. Dies müsse kommunalpolitisch aufgegriffen und bearbeitet werden.


Den hohen Stellenwert des politischen Engagements in unseren Gemeinden unterstrichen auch die Kandidatinnen und Kandidaten der Surberger Grünen, als sie sich und die Motivation für ihre Kandidatur vorstellten.

Transparenz zu schaffen und ausführliche Informationen zu Fragen und Problemen bereitzustellen, die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde betreffen, formulierte Dr. Andrea Grote als eines der Hauptziele ihres Engagements als Gemeinderätin.Darf sie ihr Amt nach der Kommunalwahl fortführen, werde sie für die Einrichtung einer Bürgersprechstunde plädieren. Einen Referenten für die Unterstützung bürokratischer Fragen gerade auch im Rahmen eines landwirtschaftlichen Wandels hält sie für eine sinnvolle Bereicherung.


Elke Scheil, die auf langjährige Erfahrungen als Gemeinderätin zurückblickt, ist es wichtig, dass Entscheidungen im Gemeinderat zur Entwicklung Surbergs immer auch mit Blick auf die Erfüllung von Klimazielen und Umweltverträglichkeit gefällt werden müssen. Sie sehe in der Nutzung erneuerbarer Energiequellen eine wichtige Aufgabe. Ihr besonderes Interesse gelte den Bedürfnissen der Senioren, denen ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter durch ein neues Wohnkonzept zu ermöglichen sei, wie auch der Jugend in unserer Gemeinde, für die sie sich einen Neustart des Jugendtreffs wünscht.

Die große Betroffenheit über die globale Vermüllung unseres Planeten schilderte Hans Brunner als seine Hauptantriebsfeder für sein Engagement für grüne Ideen und seinen Wunsch, sich auf lokaler Ebene für den Umweltschutz einzusetzen.

Wie glaubwürdig sind nun die konservativen Parteien, die sich die grünen Ideen und Konzepte auf die Fahnen schreiben? Diese Frage stellte Andreas Wimmer und strich die langjährige Arbeit und Expertise der Grünen in Umweltfragen heraus. Mit der Bedingung, dass der Radweg von Surberg Richtung Oberteisendorf nur unter Wahrung des Artenschutzes realisiert werden sollte, illustrierte er die Interessen, die er als grüner Kandidat der anstehenden Kommunalwahl vertreten möchte.

Grünes Denken bestimme sein Handeln bereits seit vielen Jahren, erzählte Kilian Wimmer. So habe er sich mit ökologischen Anforderungen beim privaten Hausbau intensiv auseinandergesetzt. In eine nachhaltige Qualität zu investieren, um Folgekosten etwa für Energieverluste zu vermeiden sei ein wichtiges Kriterium gewesen. Dieses vorausschauende Planen und Investieren, etwa auch bei der Sanierung öffentlicher Gebäude, möchte er auch in seine mögliche Arbeit als Gemeinderat einbringen.

Alfred Steinmaßl, der eine zunehmende Politikverdrossenheit wahrnimmt, verlieh seinem Wunsch Ausdruck, dass er als Gemeinderat den Menschen die Kommunalpolitik wieder näherbringen möchte.

Im Anschluss an den Vortrag standen Martin Häusling und Gisela Sengl für Fragen des Publikums zur Verfügung. Kritik der anwesenden Landwirte, der Markt für Biolebensmittel sei gesättigt, wiesen die Referenten entschieden zurück. Der Bedarf sei belegbar und brauche nun den Mut und die Kreativität der konventionellen Landwirte, den Schritt von der industriellen zur ökologischen Landwirtschaft zu wagen. Konsens mit den anwesenden Landwirten im Publikum bestand darüber, dass selbstverständlich der Verbraucher gefragt ist, die landwirtschaftlichen Produkte unserer Region wertschätzend anzunehmen. Große Zustimmung fand die Forderung, dass gerade kommunale Einrichtungen ihr Einkaufsverhalten auf die Region ausrichten sollten.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Surberg

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