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Jubiläumswochenende des Sportvereins Surberg

Wegen Corona: 50. Jubiläum mit einem Jahr Verspätung gefeiert

Die Kreisbeauftragte Inn-Salzach des Bayerischen Fußballverbands (BFV), Carmen Gardill, übergab dem Vorsitzenden des SV Surberg, Josef Sczhneider, und dem stellvertretenden Abteilungsleiter der Fußballer, Wolfgang Niedworock (rechts), im Auftrag des BFV eine Ehrenurkunde, einen Verbandswimpel und zwei Fußbälle.
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Die Kreisbeauftragte Inn-Salzach des Bayerischen Fußballverbands (BFV), Carmen Gardill, übergab dem Vorsitzenden des SV Surberg, Josef Schneider, und dem stellvertretenden Abteilungsleiter der Fußballer, Wolfgang Niedworock (rechts), im Auftrag des BFV eine Ehrenurkunde, einen Verbandswimpel und zwei Fußbälle.

Wegen Corona mit einem Jahr Verspätung, dafür aber mit einem großartigen Jubiläumswochenende, dessen Höhepunkt der große Festabend mit zahlreichen Ehrungen in der Surtalhalle war, feierte der Sportverein Surberg sein 50. Jubiläum. 

Surberg – Begonnen hatte das Wochenende am Freitag mit einem Freundschaftsspiel gegen den Bayernligisten SV Kirchanschöring, das 15:0 für die Gäste ausging. Für alle Jungen und Junggebliebenen gab es am Abend eine DJ-Party in der Surtalhalle. Mit einem „Spiel ohne Grenzen“ für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, bei dem sie alle Sportarten des SV Surberg kennenlernen konnten, ging es am Samstag weiter. Schlusspunkt war am Abend der Festabend, den die Musikkapelle Rauschberg-Zell aus Ruhpolding musikalisch bestritt, weil die Musikkapelle Surberg-Lauter ein „Auswärtsspiel“ in Baumburg hatte.

Bei der Totenehrung durch Pastoralreferent Robert Hintereder, der vor der Veranstaltung die Sportstätten gesegnet hatte, meinte dieser, Sport sei wichtig, weil es um Visionen um Träume gehe. Wichtig dabei sei das „als ob“ man zum Beispiel gewinnen oder verlieren könne. Dieses „als ob“ sei verloren gegangen. „Als ob“ die Zeit reif sei für einen Sportverein und aus einem Acker etwas entstehen könne, habe es vor rund 50 Jahren geheißen. Wichtig sei daher, dass man im Sport wieder tue „als ob“. Die Erinnerung an die verstorbenen Gründungsmitglieder sei, dass sie sich zugetraut hätten, dass etwas Großes entstehen könne.

Sportverein am 21. Mai 1971 gegründet

Einen kurzen Rückblick auf 50 Jahre SV Surberg gab der Vorsitzende Josef Schneider. Der Sportverein wurde am 21. Mai 1971 gegründet. Von den 44 Gründungsmitgliedern sind noch 21 im Verein. Nach einem Jahr zählte der Verein bereits 214 Mitglieder. Aus dem Sportverein wurde zunächst ein „Bauverein“. Im Januar 1972 wurde mit dem Bau des Sportplatzes begonnen, der bereits zwei Jahre später im Juli 1974 mit einer Festwoche eingeweiht wurde. Die Patenschaft über den jungen Verein übernahmen die Sportfreunde des SV Neukirchen. Das Sportheim wurde nach knapp drei Jahren Bauzeit 1980 fertig gestellt. Im Juni 1985 wurde die Tennisanlage eingeweiht, die 1994 um einen dritten Platz erweitert wurde. Die neue Schulturnhalle der Gemeinde wurde im März 2000 fertig gestellt. Der SV Surberg kann diese nach dem Schulsport unentgeltlich nutzen. Dadurch konnte er das sportliche Angebot deutlich erweitern. Die ehemalige kleine Turnhalle im Untergeschoss des Sportheims wurde 2001 dem Schützenverein „Eichengrün“ überlassen. Im selben Jahr wurde auch der Jugendförderverein des Sportvereins gegründet.

Wie manche glauben, war nicht die Fußballabteilung die erste Abteilung des SV Surberg. Den Anfang machte im Herbst 1971 die Abteilung Turnen mit der Damengymnastik. Die Fußballabteilung wurde erst im Juli 1972 ins Leben gerufen. 1972 stellte der Verein mit Hans Hofmann auch einen Läufer für den olympischen Fackellauf. Im Laufe der Jahre wurden die Abteilungen Tischtennis (1972), Skifahren (1973), Leichtathletik (1974), Tennis (1981), Volleyball (2000) und Karate (2014) gegründet, sodass der SV Surberg heute über sieben Abteilungen mit insgesamt 23 Sportarten verfügt. Der Mitgliederstand ist 2021 auf 941 Mitglieder angewachsen, mit einem sehr hohen Anteil von rund 35 Prozent an Kindern und Jugendlichen. Bei den aktiven Vereinsmitgliedern sind es sogar 45 Prozent bei Kindern und Jugendlichen. Die Ausführungen des Vorsitzenden Schneider ergänzten die Gründungsmitglieder Hans Hofmann und Rudi Irlacher mit einige Geschichten und lustigen Anekdoten aus der Gründerzeit. Die Moderation übernahm der zweite Vorsitzende Bernd Stitzl.

21 Gründungsmitglieder sind noch im SV Surberg. Fast alle waren gekommen, um die Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft durch den Vorsitzenden Josef Schneider (links) entgegenzunehmen.

Zusammen mit Stitzl übernahm Schneider die Ehrung von 63 Mitgliedern, die den 50 Jahre die Treue gehalten haben. Im Jahr 2021 waren es 48 Jubilare, darunter 21 Gründungsmitglieder und im Jahr 2022 15 Jubilare.

Der Sport, insbesondere der Fußball, verbinde Menschen jeglicher Generation, Geschlechts und Herkunft. Fußball lebe von Emotionen, erklärte Carmen Gardill, Kreisbeauftragte Inn-Salzach des Bayerischen Fußballverbands (BFV). Dass der Verein so gut dastehe, bedürfe vieler helfender, ehrenamtlicher Mitarbeiter. Sie alle hätten dazu beigetragen, dass der SV Surberg heute sein 50. Vereinsjubiläum feiern könne.

Trotz Corona: Verein kann auf Mitglieder zählen

Gerade die vergangenen zwei Jahre in der Pandemie hätten gezeigt, dass die Vereine große Herausforderungen bewältigen, aber auch auf die Treue ihrer Mitglieder zählen könnten. Sie hätten sich auch sozial engagiert und einen wichtigen sozialen Beitrag für die Gesellschaft geleistet.

Die gute Jugendarbeit des SV Surberg sei hervorragend. Der Erlös der Jubiläumsveranstaltung werde in die Zukunft des Vereins investiert. Schon den Kleinsten werde spielerisch der Fußballsport näher gebracht. Vielfältige Aktionen für alle Kinder zeugten vom großen Angebot und Einsatz. Gerade das Fortbestehen der kleinen Vereine sollte uns allen wichtig sein und jeglicher Unterstützung bedürfen, betonte Gardill. Sie freute es besonders, dass beim SV Surberg auch Frauen das Amt der Jugendtrainerinnen im Fußball bekleiden. Dies sei leider in der heutigen Zeit immer noch nicht selbstverständlich, zeige jedoch, dass auch hier der SV Surberg modern eingestellt sei. Im Auftrag des BFV über gab Gardill dem Vorsitzenden Schneider und dem stellvertretenden Abteilungsleiter der Fußballer, Wolfgang Niedworock, eine Ehrenurkunde, einen Verbandswimpel und zwei Fußbälle.

Die Glückwünsche der Gemeinde Surberg überbrachte Bürgermeister Michael Wimmer. Im Vereinsleben eines Sportvereins stehe selbstverständlich der Sport an erster Stelle. Er diene zunächst erst einmal der körperlichen Fitness und Kameradschaft, schaffe Wohlbefinden und Freude, sagte der Bürgermeister. Vereine leisteten aber auch einen unschätzbaren Beitrag zum Gemeinwohl der Bürger. Sie förderten Kameradschaft, Zusammengehörigkeitsgefühl und Solidarität. Sie seien besonders wichtig für die jüngere Generation und gäben ihnen Ziele und Anerkennung.

Sportverein wichtig für Gemeinde

Der Sportverein sei in der Gemeinde Surberg nicht mehr wegzudenken, fuhr Wimmer fort. Er trage im Wesentlichen zu einer sozialen Geborgenheit seiner Mitglieder bei. Alle, die maßgeblich dazu beitrügen, seien die Mitglieder im Vorstand und Übungsleiter, die ehrenamtlich tätig seien. Wir alle wüssten, wie schwierig es sei, Mitglieder für diese Ämter zu gewinnen, sprach Wimmer seine Hochachtung vor diesen engagierten Bürgern aus. Das Ehrenamt bleibe die dynamische Kraft im Vereinssport und sei Dreh- und Angelpunkt in den Vereinen.

Der Bürgermeister dankte allen, die dem SV Surberg seit vielen Jahren die Treue halten. Wer die Früchte der Vereinsarbeit sehe, vergesse oft, welch mühselige Kleinarbeit und welche Opfer an Freizeit und Geld sie erst möglich gemacht hätten. Ohne dieses hohe Maß an Idealismus und Einsatzbereitschaft wären Erfolge zum Wohl der Allgemeinheit nicht möglich gewesen. Die Vorstandmitglieder, Übungsleiter und Helfer verdienten deshalb unser aller Anerkennung und Wertschätzung. Dem Vorsitzenden Schneider übergab Bürgermeister Wimmer eine Geldspende für die Vereinsarbeit.

Bjr

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