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Surberger Gemeinderat beratschlagt

Vollausbau der alten B304: Ingenieurbüro stellt drei mögliche Ausbauvarianten vor

Ab 30. Juni: Hirschberger Straße wegen Bauarbeiten gesperrt
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Straßenbau (Symbolbild)

Der Surberger Gemeinderat hatte in seiner Sitzung im vergangenen Oktober einen Grundsatzbeschluss zum Ausbau der ehemaligen B304 in Surtal gefasst. Die Planung stellte Anna Linner vom Ingenieurbüro ing in Traunreut den Surberger Gemeinderäten in seiner jetzigen Sitzung vor.

Surberg – Neben dem Vollausbau kommen ihren Ausführungen zufolge auch zwei günstigere Varianten für den Straßenunterhalt in Frage. Zunächst stellte Linner anhand von Fotografien den sichtbar schlechten Zustand der Straße mit vielen Rissen, Ausbruchstellen, Unebenheiten und Schadstellen vor. Zudem besteht kein durchgehender Gehweg zwischen der neuen B304 und der Sportplatzstraße. Ebenso sind Schäden bei der Verrohrungen vorhanden. Ein Bodengutachten hat ergeben, dass der Aufbau nicht frostsicher und mäßig tragbar ist sowie ein gefährlich pechhaltiger Straßenausbau und stark belasteter Straßenkörper vorhanden sind.

Die Ausbaulänge soll insgesamt 365 Meter betragen. Die Ausbaubreite des ersten Abschnitts beträgt 5,5 Meter und des zweiten Abschnitts 4,5 Meter. Die Verlängerung des Gehwegs bis zur Sportplatzstraße ist 2,5 Meter breit geplant. Die Herstellung eines tragfähigen, fachgerechten und frostsicheren Aufbau erfolgt im Abschnitt eins mit einer vier Zentimeter Asphaltdeckschicht, 14 Zentimeter Asphalttragschicht und 62 Zentimeter Frostschutzkies, im Abschnitt zwei mit vier Zentimeter Asphaltdeckschicht, zehn Zentimeter Asphalttragschicht und 56 Zentimeter Frostschutzkies.

Die Ertüchtigung bzw. der Neubau der Straßenentwässerung erfolgt durch Anpassung der Straßengräben und durch Einbau zusätzlicher Straßeneinläufe. Vorgesehen ist ebenfalls die Verlegung von Leerrohren für den künftigen Datennetzausbau. Die Gesamtkosten für den Vollausbau bezifferte Linner - Stand heute - mit rund 785.000 Euro. Die Nutzungsdauer liegt bei etwa 45 Jahre.

Die erste Variante für den Straßenunterhalt

Unterhaltsvariante eins mit Asphalterneuerung würde bei einer Ausbaulänge von 365 Meter sowie einer Ausbaubreite von 5,4 bzw. 4,5 Meter lediglich der Herstellung einer vier Zentimeter Asphaltdeckschicht und einer 14 bzw. zehn Zentimeter Asphalttragschicht umfassen. Die Kosten dafür würden rund 295.000 Euro betragen.

Die Nachteile wären keine Verlängerung des Gehwegs, kein tragfähiger, fachgerechter und frostsicherer Straßenausbau und keine Erneuerung der Straßenentwässerung. Außerdem würde belastetes Material des Straßenkörpers bleiben und müsste bei späteren Straßenbaumaßnahmen entfernt werden. Die Verlegung von Leerrohren für den Datennetzausbau wäre auch nicht möglich. Die Nutzungsdauer wäre maximal bis zu 15 Jahre.

Variante zwei: nachhaltig mit mehr Nutzen

Unterhaltsvariante zwei (Hocheinbau) umfasst wiederum eine Ausbaulänge von 365 Meter und eine Ausbaubreite von 5,5 bzw. 4,5 Meter. Es würden jedoch nur eine vier Zentimeter Asphaltdeckschicht hergestellt und die Zufahrten höhenmäßig angepasst. Die Kosten belaufen sich auf 95.000 Euro.

Die Nachteile ergeben sich wie bei Variante eins. Auch hier beträgt die maximale Nutzungsdauer bis zu 15 Jahre. Die Ausbaumaßnahme sei im Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht die wirtschaftlichste, aber die nachhaltigste Variante mit mehr Nutzen, stellte Linner abschließend fest.

Bürgermeister Michael Wimmer erklärte, über ein Unterstützungsprogramm der Regierung von Oberbayern sei es möglich, Fördergelder ab 50 Prozent aufwärts zu erhalten. Nur bei einem Vollausbau könne die Gemeinde eine wesentliche Verbesserung der Straße erzielen. Welche Ausbauvariante in Frage kommt, darüber wird der Surberger Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen entscheiden.

Bjr

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