Entscheidung im Gemeinderat

CO2-Sensoren als Sofortmaßnahme für Surberger Grundschule

Surberg - Über die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten für die Grundschule Surberg debattierte der Gemeinderat Surberg in seiner Sitzung.

Bürgermeister Michael Wimmer sagte dazu, gemäß der Förderrichtlinie von Investitionskosten für technische Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften in Schulen würden mobile Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion zur Verringerung der Aerosolkonzentration für Klassen- und Fachräume, die nicht ausreichend durch gezieltes Fensteröffnen gelüftet werden könnten, mit bis zu 100 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert. Die Zuwendung sei jedoch auf höchstens 3500 Euro je Raum begrenzt.

Die Surberger Gemeindeverwaltung hat seinen Ausführungen zufolge bereits im November einen Förderantrag für Luftreinigungsgeräte bei der Regierung von Oberbayern gestellt. Die Förderanträge sind bis zum 31. Dezember zu stellen. Erst danach werden die Zuwendungsbescheide im neuen Jahr erteilt. Die Förderrichtlinie nennt unter anderem als Regelbeispiele für eine nicht ausreichende Lüftungsmöglichkeit Räume, in denen nur Oberlichter oder sehr kleine Fensterflächen geöffnet werden können sowie innen liegende Räume. Begründungen dahingehend, der Einsatz der Geräte sei trotz bestehender Lüftungsmöglichkeit für die Reduzierung der Virenlast, zur Vermeidung von Zugluft oder ähnlich erforderlich, können dagegen nicht anerkannt werden.

„Nach Rücksprache mit der Schulleiterin Sabine Ramming werden sechs Luftreinigungsgeräte benötigt. Ein Luftreinigungsgerät kostet etwa 3500 Euro“, erklärte Wimmer. Nachdem die Möglichkeit besteht, dass der Förderantrag abgelehnt wird, schlug der Bürgermeister vor, als Sofortmaßnahme CO2-Sensoren (CO2-Ampeln) anzuschaffen. Die Verwaltung soll den notwendigen Förderantrag stellen. Über die Anschaffung der Luftreinigungsgeräte soll laut Wimmer erst nach Eingang des Zuwendungsbescheids im Gemeinderat beraten und entschieden werden.

Elke Scheil (Bündnis 90/Die Grünen) wendete sich gegen die Beschaffung von Luftreinigungsgeräten, denn diese würden die Räume nur bis zu 90 Prozent frei von Aerosolen machen, seien zu laut und saugten in großen Räumen die Luft nicht schnell genug an. Die CO2-Sensoren seien viel effektiver, sie seien eine gute und vernünftige Lösung, meinte auch ihre Fraktionskollegin Andrea Grote. Thomas Koppelstätter (FW) sah weder in den CO2-Sensoren noch in den Luftreinigungsgeräten einen Sinn und sprach sich für konsequentes Lüften aus. Geschäftsleiter Werner Schwab sah die Gefahr, dass der Förderantrag abgelehnt werde, weil in der Grundschule alle Fenster zu öffnen seien.

Der Gemeinderat beschloss daher, für die Grundschule als Sofortmaßnahme CO2-Sensoren anzuschaffen. Die Verwaltung wurde beauftragt, den notwendigen Förderantrag zu stellen. Über die Anschaffung der Luftreinigungsgeräte wird der Gemeinderat erst nach Eingang des Zuwendungsbescheids beraten und entscheiden.

Bjr

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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