Ziel bis 2030 schulden- und CO2-frei werden

Kommunalwahl 2020: Michael Wimmer will Bürgermeister in Surberg werden

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Wahlleiter Manfred Schallinger (links) gratulierte Michael Wimmer zur Aufstellung zum gemeinsamen Bürgermeisterkandidat der CSU und Kommunaler Wählervereinigung Surberg. 

Surberg - Der aktuell zweite Bürgermeister Michael Wimmer will bei der kommenden Kommunalwahl ins Rathaus einziehen. Er hat ehrgeizige Ziel, die er dem CSU-Ortsverband und der Kommunalen Wählervereinigung Surberg vorstellte.

Surbergs Zweiter Bürgermeister Michael Wimmer möchte im kommenden Jahr die Nachfolge von Bürgermeister Josef Wimmer, der nicht mehr kandidiert, antreten. Bei der gemeinsamen Aufstellungsversammlung des CSU-Ortsverbands und der Kommunalen Wählervereinigung Surberg im Wirtshaus Lauter wurde er einstimmig zum Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl 2020 gewählt. 

Bei seinem Vorstellungsgespräch nannte er unter anderem als Ziele, die Gemeinde Surberg bis 2030 sowohl schulden- als auch CO2-frei zu machen. Die Zukunft Surbergs als „Mitmach-Gemeinde“ solle in den Händen der Bürger liegen. Als Selbstständiger im Bereich Bauplanung habe er aufgrund seines Interesses für nachhaltiges Bauen bereits 2001 sein Wohnhaus mit einem alternativen Energiekonzept ausgestattet, sagte Wimmer. Als zertifizierter Energieberater sehe er noch Möglichkeiten für Verbesserungen und Optimierungen in der Gemeinde. 

Als Beispiel nannte er ein nachhaltiges Energiekonzept für alle kommunalen Gebäude durch Energiesparmodelle, unterstützt durch Förderprogramme Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative für Schulen und Kindertagesstätten oder nachhaltige Mobilität. „Für die Bürger kann die Gemeinde ein Förderprogramm für nachhaltiges Bauen und Sanieren von Gebäuden auflegen und sie als Wegweiser bei der Beantragung von Fördermitteln unterstützen“, betonte Wimmer. Mit dem aktuellen Überarbeiten des Flächennutzungsplans müssten auch Flächen für altersgerechte Wohnungen für junge und ältere Menschen geschaffen werden. Zudem müsse darauf geachtet werden, dass bei Objektbauten mehr Wohnungen für sozial schwach Mitbürger der Gemeinde entstünden. Dafür wolle er sich einsetzen, so Wimmer.

Als zweiter Bürgermeister und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses habe er Einblick in das gemeindliche Finanzwesen. Durch die Beschlüsse des Gemeinderats sei der jährliche Schuldenstand um rund 160.000 Euro gesunken. Er werde zum Jahresende voraussichtlich etwa 778.000 Euro betragen. „Die vorhandene Haushaltsstrategie möchte ich weiterführen, damit die Gemeinde bis 2030 schuldenfrei wird“, bekräftigte er. Ferner wünschte er sich, dass die Bürger ihre Zukunft mehr selbst in die Hand nehmen, damit Surberg eine echte „Mitmach-Gemeinde“ wird. 

Um seitens der Gemeinde dafür mehr Transparenz zu schaffen, will Wimmer das bereits vorhandene Ratsinformationssystem besser nutzen und diese Internetplattform zum nachlesen der Tagesordnungspunkte der Gemeinderatssitzungen mit entsprechenden Hintergrundinformationen ausbauen, damit ein Austausch von den Gemeindebürgern, kirchlichen Vertretern und Vereinen stattfindet und Anregungen für das bessere Zusammenleben eingestellt werden. Erstellt werden soll ein „Pflegekompass“, mit dem sich die Bürger und ihre Angehörigen zum Beispiel über Senioren- und Behindertenbeauftragte, Rufbus, Notfallmappe, Patientenverfügung, ambulante oder stationäre Pflegeeinrichtungen und so weiter informieren können. 

Ferner unterstrich Wimmer, wie wichtig Vereine für ein soziales Zusammenleben einer Gemeinde vor allem im Bereich der Jugendarbeit seien und sagte weiterhin seine Unterstützung zu. Er schlug vor, die Stelle eines Vereinsreferenten als Anlaufstelle zu schaffen, bei der sich die Vereine über Förderungen und Jugendarbeit informieren können. Ebenso sollen Informationsveranstaltungen für Vereine über Steuerrecht, Zuschüsse für die Jugendarbeit, Datenschutz oder online-Banking organisiert werden. 

Wegen des demografischen Wandels sei es wichtig, die optimalen Bedingungen der Grundschule Surberg nicht nur zu erhalten, sondern das Betreuungsangebot zu optimieren. Bei der Mittagsbetreuung böten die Küche bzw. der Speiseraum nicht genügend Platz für alle Kinder, sodass ein Teil im Büro der Mittagsbetreuung versorgt würden. Um die Hausaufgabenbetreuung aufrecht zu erhalten, werde der Mehrzweckraum im Untergeschoss bereits genutzt. „Dies sind auf Dauer keine optimalen Zustände für die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung. Des müssen wir bedarfsgerechte Umgebungsbedingungen durch Anpassung der Raumbelegung und Schaffung von zusätzlichen Zimmern ermöglichen“, meinte Wimmer. Gegebenenfalls müsse man den Speicher der Grundschule ausbauen. 

Lob und Unterstützung bekam Wimmer auch von Wahlleiter Manfred Schallinger, der ihn als fleißigen und engagierten Mensch bezeichnete. Er wies auf seine langjährige politische Erfahrung als CSU-Vorsitzender, Gemeinderat und Zweiter Bürgermeister hin. Als Zweiter Bürgermeister habe er den Ersten Bürgermeister vertreten und dabei Erfahrungen in der Leitung einer kommunalen Verwaltung gesammelt. Durch seine leitende Funktion als Bauplaner sei er erfahren im Umgang mit Behörden und Firmen. 

Bjr

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