Tetrafunk-Standort: Entscheidung ist gefallen!

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Inzell - Wo soll der neue Tetrafunkmast stehen? Auf dem Feuerwehrhaus oder am Teisenberg? Jetzt ist eine Entscheidung gefallen!

Näheres über den neuen Standort für den BOS-Digitalfunk ("Tetrafunk") am Teisenberg gab Bürgermeister Martin Hobmaier in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt. Die Zuschauerreihe war mit Bewohnern aus Holzen und Unterau, die nächsten Anlieger, voll besetzt.

Der umstrittene "Tetrafunk"-Standort Feuerwehrhaus ist damit vom Tisch. Die Gemeinde Inzell hatte diesen auch deshalb vorgeschlagen, wie Hobmaier auf Anfrage erklärte, um zu verhindern, dass die Antenne ohne kommunale Einflussnahme-Möglichkeit auf irgendein Privatdach innerorts kommt.

Lesen Sie auch:

Die vom Freistaat mit der Grundstücksakquise beauftragte Firma "Telent" fand nun einen neuen Standort zwischen Unterau und Holzen am Teisenberg. Der geplante, 40 Meter hohe Funkturm ist, wie der Bürgermeister erklärte, 550 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt und liegt 80 Höhenmeter über der Bebauung. Nur von bestimmten Stellen aus sei der Mast wegen seiner Lage im Wald sichtbar.

Bereits vor zweieinhalb Wochen hatte Ulrich Wittfeld von der Projektgruppe "Diginet" des bayerischen Innenministeriums den neuen Standort den Fraktionssprechern, den drei Bürgermeistern und den Vertreterinnen der Bürgerinitiative präsentiert und erläutert. Bei der Bekanntmachung des Standorts in der vorangegangenen Gemeinderatssitzung war der Wunsch geäußert worden, das Thema nochmal als eigenen Tagesordnungspunkt zu behandeln.

Wie Hobmaier und Josef Rieder, Sprecher der Fraktionsgemeinschaft SPD/Bürger für Inzell, ausführten, hatte die funktechnische Prüfung ergeben, dass dies der ideale Standort und für das ganze Gemeindegebiet dann nur ein Mast nötig sei. Vorher waren mehrere Standorte innerhalb der Bebauung überprüft worden. Auch der Rauschberg stand zur Debatte, aber von dort aus konnte die Zwing nicht versorgt werden. Die Abstimmung mit den benachbarten Funkzellen sei zudem am Teisenberg optimal.

Grund gehört dem Staatsforst

Grundbesitzer des Standorts sind die Bayerischen Staatsforsten, die laut Rieder bereits einen Rahmenvertrag unterschrieben haben. Für den exakten Platz, der auf den Meter genau noch nicht feststeht, muss ein eigener Vertrag geschlossen werden.

Die Permanentstrahlung der Antenne bleibt laut Hobmaier unter 20 Watt und ist nach Angaben des Tetrafunk-Experten Professor Klaus Buchner unbedenklich. Zulässig wären 100 Watt.

Vizebürgermeister Hans Egger betonte, der Gemeinderat habe sich mit dem Thema intensiv auseinander gesetzt. Mit mehr als 500 Metern Abstand zur Bebauung könne man zufrieden sein, zumal Professor Buchner hier mindestens 200 Meter, idealerweise aber das Doppelte empfohlen habe. Die Gemeinde habe gegen den Standort am Teisenberg auch gar keine Handhabe, da der Grund dem Forst gehört, ergänzte Hobmaier.

Peter Fegg (CSU) erkundigte sich nach den Kosten für die Gemeinde. Für den Masten, den Betrieb und die Stromkosten muss sie laut Geschäftsleiter Walter Neudecker nichts zahlen, nur für die Endgeräte - wie bisher auch für die analogen Funkgeräte der Rettungsdienste. "Das soll's uns auch wert sein", betonte der Bürgermeister.

Geplant sei die Inbetriebnahme 2013, "ein sehr sportlicher Termin". Hobmaier stellte klar: "Wir werden unsere ehrenamtlichen und beruflichen Rettungskräfte nicht in etwas laufen lassen, das nicht funktioniert."

vm/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © je

Zurück zur Übersicht: Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser