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+++ Eilmeldung +++

Extremismus

25 Festnahmen bei Razzia in Reichsbürgerszene

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Töginger Giftprozess am Landgericht Traunstein

War es Heimtücke und Mord? Verhandlung muss wieder verschoben werden

Ein 75-jähriger Töginger soll von seiner Tochter und Enkelin vergiftet worden sein.
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K. soll von seiner Tochter und Enkelin vergiftet worden sein.

Ein Töginger (75) soll von seiner Tochter und Enkelin vergiftet worden sein. Die beiden Frauen stehen nun wegen Mordes vor Gericht. Wegen Corona mussten die letzten beiden Verhandlungstermine ausfallen. Heute (24. Oktober) wird der Prozess fortgesetzt.

Update 09.05 Uhr – Verhandlungstag muss erneut wegen Krankheit verschoben werden

Bereits zwei weitere Termine Anfang Oktober mussten wegen Krankheit verlegt werden. Nun fällt erneut der heutige (24. Oktober) Verhandlungstermin aus, weil eine Beteiligte einer fortdauernden Erkrankung erliegt. Der nächste Prozesstag wäre diese Woche am 27. Oktober um 9 Uhr angesetzt. Es ist noch immer unklar, ob er stattfinden kann.

Vorbericht

Traunstein, Töging – Es haben schon viele Zeugen ausgesagt im Prozess gegen eine 55-jährige Tögingerin K. und ihre Tochter S. (30). So saßen bereits viele enge Familienmitglieder aber auch die beste Freundin des Verstorbenen und seine Nachbarn im Zeugenstand. In einem waren sich alle einig: Der 75-jährige K. war ein leidenschaftlicher Esser. Als am 4. August 2021 seine Tochter K. ein „Saures Lüngerl“ vorbeibrachte, freute er sich wahrscheinlich. Vielleicht war er auch überrascht – denn wie die angeklagte S. aussagte: Ihre Mutter K. habe sonst nie für den Opa gekocht.

Habgier als Motiv

Das Essen war laut S. vergiftet: Einen Medikamentencocktail aus Schmerzmitteln soll K. dem Großvater beigemischt haben. S., welche mit Kindern und Ehemann im Obergeschoss des Hauses ihres Opas wohnte will davon nichts gewusst haben. Doch den jahrelang währenden Streit zwischen dem 75-Jährigen und dem Ehepaar erwähnte sie in ihrer Aussage nicht. Auch nicht, dass S. gleich einen Tag nach dem Tod des Opas ihre Tante fragte, ob diese auf ihren Pflichtanteil bestünde, das hieße nämlich, dass sie und ihre Familie jetzt ausziehen müssten.

Enkel war Alleinerbe

S. und ihrer Mutter K. wird vorgeworfenen, den Mord heimtückisch aus Habgier geplant zu haben. Sie sollen den Sterbenden noch auf dem Sofa platziert haben, während der Ehemann von S. von der Terrasse des Rentners aus zuschaute. Die 55-jährige K. sagte, ihr Vater habe nicht mehr leben wollen, sie habe ihm nur Medikamente vorbeigebracht, die er selbständig eingenommen habe. Er soll den andauernden Ärger mit „den Jungen“ nicht mehr ausgehalten haben. Die Haushälterin dagegen sagte aus, dass der Rentner noch eine Grillfeier geplant habe und noch einen Baum pflanzen wollte.

Auch der Pfleger des Rentners zeigte sich überrascht über den plötzlichen Tod des Rentners. Er meinte, dass die Familie sich nicht gut um den Senior gekümmert habe: Er habe wenig Kleidung im Schrank gehabt, und das wenigste passte. Die „Jungen“ hätten an der Wohnungstür des Verstorbenen gelauscht, als seine beste Freundin zu Besuch war. Die wusste von den Sorgen und Nöten des alten Mannes: Er soll bei den Nachbarn sogar um Hundefutter und Essen für sich selbst gefragt haben. Dagegen sei sein Girokonto „bis auf Anschlag leergeräumt“ gewesen sein, so der Bruder und Sohn der beiden Angeklagten. Der Alleinerbe des 75-Jährigen lebt nicht in Töging aber kümmerte sich aus der Ferne um die Bezahlung von „Mobiler Pflege“ und „Essen auf Rädern“. Seiner Schwester S. habe er öfter Geld überwiesen, wenn der Opa Essen und Kleider brauchte.

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