"Traunrechen" muss erneut saniert werden

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Traunstein - Die erneute Sanierung des Traunrechens löst vor allem bei den Anwohnern des Traunsteiner Triftwegs Kopfschütteln aus.

"Es wird ein alter Rechen in der Traun aus der Salinenzeit wiederhergestellt", erklärte im Juni 2005 Günter Hopf, Leiter des Wasserwirtschaftamtes. Der Plan entstand in der Stadt Traunstein, gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt. Die Restaurierung des alten Salinenrechens sei eine Alternative zur klassischen Ufersicherung, der Vorrang habe vor dem Hochwasserdamm. Die Kosten von 55.000 Euro für den Bau des alten Rechens seien somit sinnvoll investiert und kaum höher als für den Uferschutz im konventionellen Sinne. Die Anwohner am Triftweg waren verwundert und verärgert, dass an jenem Traunabschnitt eine, wie sie finden, "unnötige Baustelle" Tausende von Euro verschlingt. Nach nur fünf Jahren muss der Salinenrechen einer weiteren Sanierung unterzogen werden - es sind wieder schwere Schäden vorhanden.

Erneute Sanierung des "Traunrechens"

Der Rechen, der von 1619 bis 1910 bestand, verlief in einer Länge von 360 Meter von der Nepomukkapelle über die Traun bis zur Siegsdorfer Straße, etwa auf Höhe der heutigen Stadtbad-Zufahrt. "Vom technischen her handelt es sich um ein sehr schönes Bauwerk", so Heinrich Vogel, Beauftragter für Hochwasserschutz bei der Stadt Traunstein: Große Steinblöcke wurden mit Holzbalken verbunden und eingebaut.

Der Seiboldsdorfer Mühlbach und der Werkskanal sind nun fertig. Kommt man vom Wochingerspitz, geht es weiter auf der Fußgängerbrücke, die über die Traun und die B 306 führt, zum Schwimmbad.

5,3 Millionen Euro investieren der Freistaat Bayern und die Stadt Traunstein in das von der Europäischen Union unterstützte Projekt, das im Herbst 2012 fertig sein soll. Die Maßnahme ist dann auf einen Pegelstand der Traun von maximal 3,6 Meter ausgelegt, dem Stand, der Traunstein vor einem Jahrhunderthochwasser schützen soll.

Max Karpf

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