In Traunreut ist der "TIGER" los!

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Auch Wilhelm Helmdach (rechts), kaufmännischer Werkleiterder Stadtwerke Traunreut, interessiert sich für die Arbeit des Forschungsprojekts TIGER. Die TIGER-Mitarbeiter Markus Frey, Simon Himmel, Sabine Ewald und Aike van Douwe (v.l.) erklärten ihm auf dem Bauernmarkt Traunreut ihre Arbeitsweise und den Online-Fragebogen zum Thema Tiefe Geothermie.

Traunreut - Viele Traunreuter nutzten die Gelegenheit, sich beim Info-Stand über Chancen und Möglichkeiten der Tiefen Geothermie und des TIGER-Projekts schlau zu machen.

In Traunreut entsteht derzeit eine tiefengeothermische Anlage zur Strom- und Wärmeversorgung. Aus diesem Grund will das Forschungsprojekt mehr über Einstellungen und Wünsche der Bürger erfahren. Am Info-Stand auf dem Bauernmarkt nutzten die Einwohner der Gemeinde die Gelegenheit, sich ausführlich über die Chancen und Möglichkeiten der Tiefen Geothermie und das TIGER-Projekt zu informieren.

„Wir haben uns über viele intensive Gespräche gefreut. Die Resonanz der Bürger war ausgesprochen gut. Man merkt sofort, dass das Thema die Menschen interessiert und wir konnten viele Informationen weitergeben,“ sagte TIGER-Projektleiterin Anna Borg (CBM GmbH). Der Fragbogen zur Tiefen Geothermie wurde von Wissenschaftlern des Human-Computer Interaction Center (HCIC) der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen vorgestellt und konnte auf Wunsch am Stand ausgefüllt werden. Er ist noch bis Ende September im Internet unter www.tiger-geothermie.deerreichbar. Am Stand vertreten war außerdem die gec-co GmbH aus Augsburg, die technische und fachliche Fragen zur Tiefen Geothermie fundiert beantwortete.

„Wir hoffen, dass der Fragebogen in den nächsten Wochen weiter auf großes Interesse stößt. Denn je mehr wir über die Meinungen und Einstellungen der Bürger erfahren, desto besser können bei aktuellen und zukünftigen Tiefe-Geothermie-Projekten die Erwartungen der Bevölkerung berücksichtigt werden,“ so Anna Borg.

Unter allen Teilnehmern der Umfrage werden übrigens mehrere Einkaufsgutscheine von "Amazon" im Wert von jeweils 25 Euro verlost. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt TIGER gibt es unter www.tiger-geothermie.de.

Stichwort: Tiefe Geothermie

Traunreuts Bürgermeister Franz Parzinger (rechts), informiert sich bei Simon Himmel und Markus Frey (v.l.) über das Forschungsprojekt TIGER.

Tiefe Geothermie ist die Nutzung von Erdwärme aus Tiefen von mindestens 400 Metern, meist sogar mehreren Kilometern. Dort herrschen Gesteins- und Wassertemperaturen von über 100 Grad Celsius. Das heiße Wasser wird in einem geschlossenen Kreislaufsystem nach oben und wieder zurück in die Erde gepumpt. Dort heizt es sich erneut auf. Die Tiefe Erdwärme hat im Verbund der erneuerbaren Energien eine entscheidende Sonderrolle: Denn außer zur Stromerzeugung kann sie auch gleichzeitig zum Betrieb von Fernwärme-Heizanlagen eingesetzt werden. Tiefe Geothermie erzeugt keine Treibhausgase und kein Abwasser, sie ist wetter-und tageszeitenunabhängig das ganze Jahr verfügbar. Die Anlagen sind auch auf den Betrieb in kleinen und mittleren Gemeinden ausgelegt.

Das Projekt TIGER

Erstmals in Deutschland gehen Ingenieure, Geo-, Geistes- und Sozialwissenschaftler fachübergreifend mit Betreibern von Tiefen-Geothermie-Anlagen in Bayern und am Oberrhein aktiv der Frage nach, wie Bürger, Behörden und Unternehmen künftig besser miteinander kommunizieren können. Hierzu wird das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderte Verbundprojekt TIGER ein Kommunikationskonzept in Form eines Baukastens für die Tiefe-Erdwärme-Branche entwickeln. Wissenschaftlich fundiert wird die Akzeptanz von Erdwärme unter Einbezug der technischen Aspekte und Gestaltungsmöglichkeiten sowie der regionalen Besonderheiten ermittelt. Das daraus entstehende Kommunikationskonzept unterstützt die transparente Kommunikation zwischen Unternehmern, Politik, Institutionen und Öffentlichkeit.

Mit Umfragen an verschiedenen Geothermie-Standorten werden Trends, Wünsche und Erwartungen ermittelt. Auch die technischen und gestalterischen Möglichkeiten werden berücksichtigt, um die Strom- und Fernwärme-Anlagen bestmöglich in Städte und Gemeinden zu integrieren. Zusätzlich werden durch Medien- und Trendanalysen Einstellungen und Meinungen ermittelt.

Pressemitteilung TIGER

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