Anwohner und Schulbesucher fühlen sich gestört

"Alkohol, Hunde, lockeres Leben": VHS will sich einzäunen

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Aufnahme von VHS und der Grünanlage am Mittwoch.
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Traunreut - Die Grünfläche zwischen VHS, Heimathaus und Kindergarten wirkt wie ein kleiner Park - doch in mancher Augen halten sich dort wohl die falschen Leute auf: Ein Zaun soll her.

"Im Sommer halten sich da immer wieder Personen mit sozialen Problemen und allem drum und dran auf", versuchte sich Bürgermeister Klaus Ritter in der Bauausschusssitzung am Mittwoch vorsichtig auszudrücken und ergänzte: "Alkohol, Hunde, lockeres Leben." Auch für den Kindergarten "kein schöner Anblick". Doch muss unbedingt ein Zaun her, damit sich manche auf öffentlichen Flächen vielleicht weniger gestört fühlen? 

Der 1. Vorsitzende der Traunreuter Volkshochschule (VHS), Otto Rockel, hat die Anfrage zur Errichtung eines Zauns zumindest "sehr begrüßt". Anwohner und VHS-Besucher würden die Personen, die sich in den Grünanlagen aufhalten, als "sehr störend" empfinden, so die Stadtverwaltung. Ein 1,40 Meter hoher Stabgitterzaun, ähnlich dem an der benachbarten Kinderkrippe, hätte um die VHS errichtet werden können - doch der Ausschuss lehnte einstimmig ab

Was gegen den Zaun spricht

"Wir sollten eigentlich Zäune ab- und nicht aufbauen", meinte Günther Dzial. Auch die anderen Bauausschussmitglieder waren der Meinung, dass sich "das Problem" durch einen Zaun dann eher in Richtung Heimathaus verlagere. "Die Zäune würden außerdem den parkähnlichen Charakter zerstören", hieß es auch aus der Stadtverwaltung. Zumindest wurde die Polizei von der Stadt schon informiert, "da öfters vorbeizuschauen", wie Klaus Ritter meinte. Einfach so könnte aber niemand des Platzes verwiesen werden. 

Abgesehen davon: Bei einem Zaun hätten zusätzlich ein Fußgängertor und ein Betriebstor für die Einfahrt errichtet werden müssen, auch die Feuerwehrzufahrten, Feuerwehrabstellflächen und Rettungswege hätten dann neu festgelegt werden müssen, damit der Zaun im Brandfall nicht die Rettungskräfte behindert. Die Kosten hätten ungefähr 15.000 Euro betragen. 

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xe

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