Neue Ampel in Stein an der Traun

Ampelanlage in Stein in Betrieb genommen

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Sie alle freuen sich über die neue Ampelanlage in Stein a. d. Traun (von links) Traunreuts Bürgermeister Klaus Ritter, VdK-Vorsitzender Wolfgang Behrendt, Dr. Michael Elsen, Udo Albrich vom städtischen Bauamt Traunreut, Peter Maltan, Markus Bodenmeier und Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt, Claudio Beilhack vom Traunreuter Ordnungsamt, Walter Appel vom Arbeitskreis Verkehr und Werner Arndt von der Stadtverwaltung Traunreut.

Stein an der Traun - Es ist soweit: Die seit langem geforderte Ampelanlage ist in Betrieb genommen worden. Sie soll das Überqueren der Bundesstraße erleichtern.

Die Ampelanlage in Stein an der Traun ist in Betrieb. Am Montag trafen sich Vertreter der Stadt Traunreut, des Staatlichen Bauamtes und Steiner Bürger vor Ort zur offiziellen Inbetriebnahme. Seit vielen Jahren schon ist eine sichere Querung der Bundesstraße in Stein ein Thema bei den Bürgern und im Traunreuter Stadtrat.

„Es war schon seit vielen Jahren bekannt, dass die Kreuzung einen kritischen Punkt darstellt“, erklärte im Zuge der Eröffnung der Ampelanlage Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt. Der frühere Bürgermeister Franz Parzinger und Vertreter aller Parteien forderten immer wieder eine Querungshilfe an dieser neuralgischen Stelle, in jedem Wahlkampf wurde das Thema aufgegriffen, bei den regelmäßigen Verkehrsschauen war die Kreuzung ein ständig wiederkehrender Diskussionspunkt. Mit der gleichen Regelmäßigkeit wurde aber auch eine bauliche Maßnahme abgelehnt.

Neuer Schwung in die Diskussion kam im Frühjahr 2013, als der VdK Ortsverband Stein zusammen mit Dr. Michael Elsen eine Unterschriftenaktion startete. Die zahlreichen daran beteiligten Bürger von Stein und Umgebung bekräftigten damit ihren Wunsch nach einer Querungshilfe und Franz Parzinger plädierte schon damals für eine Ampel anstelle einer Verkehrsinsel in der Bundesstraße. Bei einer vom Staatlichen Bauamt durchgeführten Zählung im Oktober 2013 kam dann heraus, dass doch eine große Vielzahl an Passanten die Bundesstraße hier quert und dabei großen Gefahren ausgesetzt ist. In Folge dieser Zählung kam die Planung für eine Ampelanlage ins Rollen und im Juni wurde sie nun errichtet.

Mit dieser Regelung werden laut Peter Maltan gleich zwei Probleme gelindert. Zum einen können Fußgänger, die die Bundesstraße überqueren wollen, die Ampel drücken und anschließend gefahrlos die Seite wechseln. Außerdem erleichtert die Anlage Autofahrern, die von der Pallinger Straße oder aus der Siedlung Traunfeld in die Bundesstraße einfahren wollen, das Einscheren in den Verkehr. An diesen beiden Straßen wurden nämlich Kontaktschleifen in den Boden eingearbeitet. Sobald ein Fahrzeug auf dieser Schleife länger als 15 Sekunden steht, schaltet die Ampel an der Bundesstraße auf Rot und man kann ausfahren. Die Kontaktschleife ist so angebracht, dass erst das zweite wartende Auto die Ampelschaltung auslöst.

Die Ampelanlage wurde in Absprache mit der Polizei rund um die Uhr geschaltet. „Hier steht der Sicherheitsgedanke an erster Stelle“, betonte Peter Maltan im Gespräch mit der "Heimatzeitung". Die Stromersparnis bei Abschalten der modernen Ampel mit LED-Lichtzeichen in den Nachtstunden sei derart minimal, dass ein 24-Stunden-Betrieb im Sinne der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer vorzuziehen sei. Außerdem schalte die Ampel ja nur bei Bedarf auf Rot, so dass der Verkehr nachts wohl kaum behindert werden wird.

Dr. Michael Elsen, der schon immer einer der eifrigen Befürworter einer Lösung an dieser Stelle war, erklärte am Montag: „Diese Ampel ist ein Segen für die Steiner Bevölkerung.“ In den letzten Tagen gingen beim Staatlichen Bauamt Meldungen ein, dass sich der Verkehr auf der Bundesstraße aufgrund der neuen Ampel aufstaue. Laut Peter Maltan gibt es noch kleinere technische Anfangsprobleme, die rasch gelöst werden sollen. Mitarbeiter des Bauamtes hätten den Verkehr an einem Morgen beobachtet und festgestellt, dass der Stau aus Richtung Altenmarkt höchstens bis zur Traunbrücke zurückreiche, was noch erträglich sei.

Insgesamt kostete die neue Ampelanlage das Staatliche Bauamt 34.000 Euro. Etwas neidisch schauen die Nachbarn aus Altenmarkt nun auf die Steiner, da auch sie seit Jahren in ihrem Ortsbereich Verbesserungen bei der Überquerung der Bundesstraße anstreben und wiederholt beantragt haben. In der jüngsten Sitzung des Altenmarkter Gemeinderates wurde beschlossen, erneut einen Antrag an das Staatliche Bauamt zu richten für bauliche Maßnahmen im Bereich der Bushaltestelle Weiglpoint, wo eine Ampel installiert werden soll, und auf der Wasserburger Straße, wo es um eine Querungshilfe beziehungsweise Geschwindigkeitsreduzierung geht. Was in Stein möglich war, sollte nach Meinung des Gemeinderates auch in Altenmarkt genehmigt werden.

Peter Maltan bekundete Verständnis für das Anliegen der Altenmarkter. Deren Antrag werde natürlich vom Staatlichen Bauamt ebenfalls genauestens geprüft und in einer zeitnahen Verkehrsschau an den jeweiligen Stellen diskutiert.

mix

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