Viel (Ballspiel)-Lärm um nichts

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Das ist eines der Schilder.
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Traunreut - Der Bürgermeister ließ am Freitag drei Schilder gegen das Ballspielen in einem Innenhof an der Breslauer Straße aufhängen. Doch einen Tag später waren sie schon wieder verschwunden.

Verärgert musste Koni Blank am Freitag feststellen, dass vor seiner Haustür an der Breslauer Straße plötzlich Verbotsschilder hingen, die das Ballspiel im Innenhof untersagen. "Eine bodenlose Frechheit", fand der Familienvater, dessen zwölfjähriger Sohn auch immer in dem Hof spielt. Seine Vermutung: "Es haben sich vereinzelte wohl verbitterte Anwohner über den Lärm vom Spielen beschwert. Aber es kann nicht sein, dass die Kinder permanent verscheucht werden. Wo sollen die Kinder denn sonst hin?" Blank fotografierte sofort die Schilder und machte das ganze bei Facebook publik. "Über 350 Mal wurde mein Beitrag in nur 24 Stunden geteilt." Und siehe da: Am nächsten Tag wurden die Verbots-Tafeln wieder abmontiert.

Für Bürgermeister Franz Parzinger, der die Schilder durch eine direkte Anordnung an den Bauhof anbringen ließ, war das ganze nur ein großes Missverständnis: "Es ging niemals um die Kinder. Der Gedanke war, dass die Heranwachsenden, die relativ laut sind, auch zu späteren Stunden hier nicht spielen sollten. In der Nähe befindet sich ein Kinderspielplatz, da ist quasi ein Bolzplatz auch mit dabei." Nachdem er gemerkt habe, dass das falsch verstanden wurde, habe er die Schilder am Samstagvormittag sofort wieder abmontieren lassen. Die Kosten von rund 180 Euro für die ganze Aktion muss jetzt der Hauseigentümer übernehmen.

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